Weni­ger Stra­ßen­lärm in Sun­dern – SPD-Frak­ti­on setzt sich für die Umset­zung des Lärm­ak­ti­ons­plans ein

18. Mai 2021
von Redaktion

Sun­dern. Mit dem Lärm­ak­ti­ons­plan der Stadt, der bereits 2019 ver­öf­fent­licht wur­de, hat sich jetzt noch ein­mal die SPD – Frak­ti­on inten­siv aus­ein­an­der­ge­setzt. Zu dem „tou­ris­ti­schen Lärm“, so die SPD – Frak­ti­ons­mit­glie­der, berei­tet der seit Jah­ren zuneh­men­de Schwer­last­ver­kehr auf unse­ren Stra­ßen, beson­ders auf der Bun­des­stra­ße 229, erheb­li­che Pro­ble­me. Wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen haben erge­ben, dass Lärm nicht nur die Lebens­qua­li­tät redu­ziert, son­dern auch krank machen kann.

Bezug­neh­mend auf den vor­lie­gen­den, sehr detail­lier­ten Lärm­ak­ti­ons­plan hat die sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Frak­ti­on daher jetzt bean­tragt, dass die im Gut­ach­ten ent­hal­ten­den Maß­nah­men zum Schutz der Bürger*innen nun end­lich umge­setzt werden.

Tem­po­be­gren­zung für LKWs

 

In einem ers­ten Schritt soll sich nach den Über­le­gun­gen der SPD – Frak­ti­on der zustän­di­ge Fach­aus­schuss für den beson­ders betrof­fe­nen Bereich der Bun­des­stra­ße 229 in Hach­en sowie für die wei­te­ren Lärm­schwer­punk­te an der Sun­derner Haupt­stra­ße und der Sil­me­cke für eine Tem­po­be­gren­zung für LKWs aus­spre­chen. Die­se Tem­po­be­gren­zung soll nach den Vor­stel­lun­gen der SPD min­des­tens für die Zeit zwi­schen 20 Uhr und 7 Uhr ein­ge­rich­tet werden.

Sol­che neu­ar­ti­gen „Lärm­blit­zer” könn­ten nach Mei­nung der SPD-Frak­ti­on gegen getun­te Motor­rä­der und Autos ein­ge­setzt werden.

Bei einer Redu­zie­rung der zuläs­si­gen Höchst­ge­schwin­dig­keit von 50 auf 30 km/​h, so ist es dem Lärm­ak­ti­ons­plan zu ent­neh­men, ist eine Lärm­min­de­rung von bis zu 2,7 dB(A) mög­lich. Somit kann eine Geschwin­dig­keits­re­du­zie­rung im Nacht­zeit­raum einen wich­ti­gen Bei­trag zum Schutz der Wohn­be­völ­ke­rung liefern.

„Lärm­blit­zer“ ver­suchs­wei­se installieren

Im zwei­ten Teil ihres Antra­ges geht es den Sozi­al­de­mo­kra­ten um den Lärm, der ins­be­son­de­re durch Motor­rä­der und getun­te PKWs ent­steht. Um die­ses Pro­blem in den Griff zu bekom­men wird vor­ge­schla­gen, soge­nann­te „noi­se came­ras“ (Kame­ras mit Mikro­fon) pro­be­wei­se auf­zu­stel­len. Die­se neue Form von „Lärm­blit­zern“ reagiert, wenn ein gewis­ser Lärm­pe­gel über­schrit­ten wird. In die­sem Fall regis­triert eine Kame­ra das Num­mern­schild, wäh­rend gleich­zei­tig eine Ton­auf­nah­me gemacht wird.

Sinn­voll wäre es, so die SPD – Frak­ti­on, wenn für der­ar­ti­ge Lärm­über­wa­chungs­maß­nah­men ein ent­spre­chend orga­ni­sier­ter Ver­such durch­ge­führt wür­de. Ver­wal­tung und Bür­ger­meis­ter wer­den daher auf­ge­for­dert, sich bei der Lan­des­re­gie­rung NRW für einen sol­chen Ver­such ein­zu­set­zen. Als Ver­suchs­re­gi­on wird das Gebiet um den Sor­pe­see her­um vor­ge­schla­gen. Die­ser Ver­such soll zunächst über drei Jah­re lau­fen und