Über­flu­tun­gen durch Sturm­tief Bernd – Hoch­sauer­land­kreis löst Kata­stro­phen­alarm aus

15. Juli 2021
von Redaktion
Arnsberg/​Sundern. Der andau­ern­de Stark­re­gen das Sturm­tief Bernd in den ver­gan­ge­nen Tagen über gro­ße Tei­le von Deutsch­land und auch über das Sauer­land gebracht hat, sorg­te für fast unzäh­li­ge Ein­sät­ze der Feu­er­wehr. Zum gest­ri­gen Nach­mit­tag bis in die Nacht hin­ein spitz­te sich die Lage vie­ler­orts zu und die Men­schen in eini­gen Sauer­län­der Orten wur­den von den Feu­er­weh­ren auf­ge­for­dert zu Hau­se zu blei­ben. Flüs­se wie die Röhr und die Ruhr tra­ten über die Ufer, Stra­ßen wur­den überflutet.

Die Röhr, hier in Sun­dern im Gewer­be­ge­biet im Düm­pel, trat groß­flä­chig über die Ufer. (Foto: Dorf​in​fo​.de)

250 Not­ru­fe für Sundern

Für die Stadt Sun­dern mel­de­te die Feu­er­wehr bis zum spä­ten Abend 250 Not­ru­fe, die über die Kreis­leit­stel­le gemel­det wor­den waren. Um Mit­ter­nacht stan­den die Kern­stadt und die Orts­durch­fahrt in Hach­en immer noch kom­plett unter Wasser.

66 Ein­sät­ze in Arnsberg

Auch die Stadt Arns­berg ver­zeich­ne­te bis zum gest­ri­gen Abend vie­le Ein­sät­ze der Feu­er­wehr, die sich vor allem auf die Orts­tei­le Müsche­de und Hüs­ten kon­zen­trier­ten, wie die Stadt­ver­wal­tung mit­tel­te. Bis 21.30 Uhr sei die Feu­er­wehr im gesam­ten Stadt­ge­biet zu 66 Ein­satz­stel­len geru­fen wor­den.  Mas­siv betrof­fen vom Hoch­was­ser waren dem­nach an der Röhr angren­zen­den Unter­neh­men in Müsche­de. Ein Groß­teil der Ein­sät­ze sei bis gegen 22.00 Uhr erle­digt gewe­sen. Per­so­nen sei­en glück­li­cher­wei­se nicht zu Scha­den gekom­men und die Lage sei zu dem Zeit­punkt unter Kon­trol­le gewesen.

Din­sche­der Bürcke gesperrt

Ein wei­te­rer Ein­satz­schwer­punkt ent­wi­ckel­te sich nach Anga­ben der Stadt­ver­wal­tung im Orts­teil Oeven­trop: Die Din­sche­der Brü­cke muss­te durch die Feu­er­wehr gesperrt wer­den. Der Stra­ßen­bau­last­trä­ger Straßen.NRW wer­de das Bau­werk am heu­ti­gen Tag unter­su­chen und Umlei­tun­gen ausschildern.

Anwoh­ner evakuiert

Auf­grund des stei­gen­den Pegels der Ruhr muss­ten die Anwoh­nen­den der Glö­sin­ger Stra­ße, die Bewohner*innen der Flücht­lings­un­ter­kunft In den Oeren sowie rund 80 Feri­en­la­ger-Kin­der aus der Schüt­zen­hal­le eva­ku­iert wer­den. Die Kin­der stamm­ten aus dem Orts­teil und konn­ten sicher und zeit­nah nach Hau­se gebracht wer­den. Par­al­lel koor­di­niert die Stadt Arns­berg ein Nacht­la­ger für die Men­schen, die vor­erst nicht in ihre Häu­ser bzw. Unter­kunft zurück­keh­ren können.

Groß­scha­dens­la­ge mit Katastrophenalarm

Gro­ße Tei­le im Hoch­sauer­land­kreis waren stark durch die Wet­ter­la­ge beein­träch­tigt, sodass der Land­rat um 20.38 Uhr Groß­scha­dens­la­ge fest­ge­stellt und den Kata­stro­phen­alarm aus­ge­ru­fen hat. Damit über­nahm  die Ein­satz­lei­tung des HSK die Gesamt­ein­satz­lei­tung wei­te­rer Einsätze.