Rat wählt Juris­tin Dr. Jaque­line Bila zur Bei­geord­ne­ten von Sundern

25. Juni 2021
von Redaktion

Ent­schei­dung ohne stö­ren­de Nebengeräusche

Sun­dern wird eine neue Bei­geord­ne­te haben. Vom Rat der Stadt wur­de Dr. Jaque­line Bila bei sei­ner Sit­zung am Don­ners­tag­abend mehr­heit­lich gewählt.  „Wir freu­en uns Frau Dr. Bila gefun­den zu haben und sie uns. Sie wird die stra­te­gisch zukunfts­ori­en­tier­te Aus­rich­tung der Ver­wal­tung unter­stüt­zen, ver­ant­wort­lich für wich­ti­ge Fach­be­rei­che und die Stadt­wer­ke sein und ihre juris­ti­schen und per­sön­li­chen Kom­pe­ten­zen in den Ver­wal­tungs­vor­stand und damit die Ent­wick­lung der Stadt ein­brin­gen, sag­te Bür­ger­meis­ter Klaus-Rai­ner Wil­le­ke heu­te Frei­tag­mor­gen gegen­über der Pres­se. Ohne stö­ren­de Neben­ge­räu­sche und poli­ti­sche Pro­fi­lie­rungs­ver­su­che sei die ermu­ti­gen­de Wahl erfolgt.

Bür­ger­meis­ter Klaus-Rai­ner Wil­le­ke freut sich über die künf­ti­ge Unter­stüt­zung der Ver­wal­tung von Sun­dern durch die neu gewähl­te Bei­geord­ne­te Dr. Jaque­line Bila. (Foto: Ute Bosen)

 

„Ich lie­be mei­ne Hei­mat“ hat­te die gebür­ti­ge Sun­der­ne­rin dem Rat vor ihrer Wahl ver­si­chert.  Mit 27 Jah­ren sei sie 1996, als jüngs­te pro­mo­vier­te Voll­ju­ris­tin am Ber­li­ner Bun­des­tag tätig gewe­sen, wie sie sel­ber erklär­te. Ihr Abitur schloss Bila  am Arns­ber­ger Mari­en­gym­na­si­um ab. Sie  stu­dier­te Jura in Bonn und war wäh­rend ihres Refe­ren­da­ri­ats in Köln tätig. In ihrer 20-jäh­ri­gen Tätig­keit am Deut­schen Bun­des­tag in Ber­lin, mit Auf­ent­hal­ten in ande­ren Län­dern, habe sie in den ers­ten zehn Jah­ren die ver­schie­dens­ten Berei­che durch­lau­fen. So sei sie in der Haus­halts­ver­ga­be, Per­so­nal­ent­wick­lung oder Ver­wal­tungs­tech­nik tätig gewe­sen. „Hier habe ich mein Hand­werk­zeug gelernt“, ver­si­cher­te sie. Im Jahr 2006 sei sie mit Mann und zwei Kin­dern nach Lang­scheid zurück­ge­zo­gen und  regel­mä­ßig von dort nach Ber­lin gepen­delt. Seit 2014 ist Bila, als Beam­tin des  Deut­schen Bun­des­tags beur­laubt, bedingt durch ihr Enga­ge­ment bei der Grün­dung der frei­en „Schu­le am See“ und ihrer der­zei­ti­gen Tätig­keit als Ver­wal­tungs­lei­te­rin der von ihr mit­be­grün­de­ten Grund­schu­le in Lang­scheid. „Ich bin eine Team­playe­rin“ sagt die Juris­tin von sich sel­ber. In die Team­spit­ze der Stadt­ver­wal­tung, bestehend aus dem Bür­ger­meis­ter Klaus-Rai­ner Wil­le­ke, der Stadt­käm­me­rin Ursu­la Schnel­le und ihr als neu­er Bei­geord­ne­ten wird sie ver­mut­lich ab dem Sep­tem­ber voll ein­stei­gen. Bis dahin wol­le sie noch anste­hen­de Auf­ga­ben an der frei­en Schu­le zu Ende brin­gen“, erklär­te Bila. „Ich lie­be es drau­ßen in der Natur zu sein“ ver­riet die Juris­tin ihre Vor­lie­be für die hei­mi­sche Natur. Gar­ten­ar­beit, aber auch Malen und Töp­fern gehö­ren zu ihren Hobbies.

Zwei Frau­en in der Verwaltungsspitze

Eine Ver­wal­tungs­spit­ze mit zwei Frau­en, so wie zukünf­tig bei uns mit Bei­geord­ne­ter und  Käm­me­rin gibt es in kei­ner ande­ren Kom­mu­ne unse­rer Regi­on“, merk­te Ursu­la Schnel­le an. „Nicht aus­ge­wo­gen, aber durch­aus in Ord­nung“, befand der Bürgermeister.

Gehei­me Wahl

„Die Wahl der Bei­geord­ne­ten war von uner­läss­li­cher, lan­ger Not­wen­dig­keit und wir haben die Aus­wahl in Ruhe vor­be­rei­tet und getrof­fen, bekräf­tig­te er die Ent­schei­dung des Rates, Dr. Jaque­line Bila zur Bei­geord­ne­ten zu wäh­len. 24 der ins­ge­samt 33 anwe­sen­den Rats­mit­glie­der hat­ten am Don­ners­tag­abend in gehei­mer Wahl für die Voll­ju­ris­tin gestimmt. Es gab fünf nein-Stim­men, drei ungül­tig abge­ge­be­ne Wahl­zet­tel und eine Ent­hal­tung. Wie SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Micha­el Ste­che­le wäh­rend der Rats­sit­zung erklär­te, hät­te die SPD  lie­ber eine zwei­te Bewerberin/einen zwei­ten Bewer­ber in der Vor­stel­lungs­run­de gesehen.