Rat ent­schei­det sich für die Wie­der­ein­set­zung der Stra­ßen­bau­maß­nah­men KAG NRW

26. Februar 2021
von Ute Bosen

In einer vier­stün­di­gen Sit­zung hat­ten die Rats­mit­glie­der über eine Rei­he von The­men zu ent­schei­den. Ein wich­ti­ger Punkt für die Anwoh­ner in eini­gen Stadt­ge­bie­ten war wohl die Ent­schei­dung über die Stra­ßen­bau­maß­nah­men nach dem Kom­mu­nal­ab­ga­be­ge­setz NRW.

Bür­ger­meis­ter Klaus-Rai­ner Willeke

Sun­dern. Die Digi­ta­li­sie­rung an Schu­len, die Ein­rich­tung eines Live­streams zu den Rats- und Aus­schuss­sit­zun­gen, Stra­ßen­bau­maß­nah­men nach dem Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz (kurz KAG) und der Zustand des Stadt­wal­des waren nur eini­ge The­men auf der Tages­ord­nung der Rats­sit­zung vom Donnerstag.

 

Nach­dem die letz­te Sit­zung des Rates auf­grund einer hohen Zahl an Coro­na­in­fi­zier­ten in den Haupt­aus­schuss gege­ben wur­de, fand die jet­zi­ge drit­te Sit­zung wie­der für den gesam­ten Rat der Stadt Sun­dern statt. Ein Wunsch der Rats­mit­glie­der, wie Bür­ger­meis­ter Klaus-Rai­ner Wil­le­ke mit­teil­te. „Der Rat scharrt mit den Hufen. Alle wol­len, dass es in Sun­dern los­geht, freu­te sich der Bürgermeister.

 

Digi­ta­li­sie­rung von Schu­len in den Aus­schuss weitergereicht

Der ers­te Punkt, ein Antrag der SPD-Frak­ti­on zur Digi­ta­li­sie­rung der Schu­len wur­de in den zustän­di­gen Aus­schuss ver­wie­sen. Des­sen Mit­glie­der wer­den nun das The­ma beraten.

 

Kein Live­stream von Sun­derns Sitzungen

Ein wei­te­rer Antrag, ein Live­stream aus dem Rat und dem Haupt und Finanz­aus­schuss ein­zu­rich­ten wur­de, in einer von der CDU gefor­der­ten gehei­men Abstim­mung abge­lehnt. Den Antrag, der bereits vor eini­gen Jah­ren von der FDP ein­ge­bracht wor­den war, hat­te die SPD zur jet­zi­gen Sit­zung wie­der­holt. „Wir wol­len die Bür­ger­be­tei­li­gung aus­wei­ten“, hat­te SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Micha­el Ste­che­le argu­men­tiert. Doch das Abstim­mungs­er­geb­nis von 12 ja-Stim­men, zwei Ent­hal­tun­gen und 25 nein-Stim­men kipp­te den Vorschlag.

 

Stra­ßen­bau­maß­nah­men KAG NRW wie­der aufgenommen

Ein, für eini­ge Bür­ge­rin­nen und Bür­ger von Sun­dern gewich­ti­ger Punkt, stand mit der Wie­der­auf­nah­me der Stra­ßen­bau­maß­nah­men nach dem Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz NRW auf der Agen­da. Wäh­rend die SPD hier noch wei­ter an einer Aus­set­zung fest­hal­ten woll­te, waren es die Stim­men von  FDP, Bünd­nis 90/​Die GRÜ­NEN und der CDU, die eine Wie­der­auf­nah­me der Stra­ßen­bau­maß­nah­men KAG NRW fest­leg­ten. In der Hoff­nung, dass in der Zwi­schen­zeit das Land NRW die Rah­men­be­din­gun­gen für die Abrech­nung von KAG-Maß­nah­men für die Bürger*innen deut­lich ver­bes­sert oder die Bei­trä­ge sogar ganz abschafft, habe der Rat der Stadt Sun­dern die Stra­ßen­bau­maß­nah­men für 2019 und 2020 aus­ge­setzt. Letz­te­res sei lei­der nicht der Fall gewe­sen, erklär­ten die drei Frak­tio­nen in einer gemein­sa­men Pres­se­er­klä­rung. Auf­grund der För­der­maß­nah­me, die befris­tet bis zum 31.01. 2024 gel­te und nach der die Anlie­ger von der Hal­bie­rung der Bei­trä­ge pro­fi­tier­ten sei es sehr emp­feh­lens­wert die Stra­ßen­bau­maß­nah­men nicht wei­ter zu schie­ben, son­dern jetzt umzu­set­zen. Auch Bür­ger­meis­ter Klaus-Rai­ner Wil­le­ke, begrüß­te einen Tag spä­ter gegen­über der Pres­se die­sen Rats­be­schluss. Für die Zukunft sei nicht mit einer Abschaf­fung der KAG-Maß­nah­men zu rech­nen, argu­men­tier­te er eben­falls. Stadt­mit­ar­bei­ter Lars Ohlig erklär­te, dass eini­ge Maß­nah­men ver­mut­lich noch in die­sem Jahr umge­setzt und in z.B. in  not­wen­di­ge Kanal- oder Lei­tungs­ar­bei­ten inte­griert würden.

 

Die Zukunft für den Stadtwald

 

In einem umfang­rei­cher Vor­trag infor­mier­te Stadt­förs­ter Hol­ger Drees-Korn­feld  über den Zustand des Stadt­wal­des. Wie in gro­ßen Tei­len Deutsch­lands ist auch hier der Wald von der Bor­ken­kä­fer­pla­ge, stark in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wor­den. Mit vie­len Infor­ma­tio­nen sei­tens des Stadt­förs­ters an der Hand, hat der Rat der Stadt Sun­dern nun die Auf­ga­be über die Zukunft des Stadt­walds zu ent­schei­den. Eine natur­na­he Bewirt­schaf­tung und Auf­fors­tung, wie sie in Sun­dern schon seit 40 Jah­ren vor­ge­nom­men wer­de, emp­fahl der Stadt­förs­ter auch für die Zukunft. Aber auch wei­te­re Nut­zung der Wald­flä­chen, wie z. B. mit Wind­ener­gie reg­te Drees-Korn­feld als Sze­na­ri­en an.