Allen­dor­fer SPD befürch­tet Ver­spar­ge­lung – Anträ­ge für Wind­rä­der in Allen­dorf und Hagen

27. November 2020
von Redaktion

Befürch­te­te Ver­spar­ge­lung der Land­schaft durch Wind­rä­der bald Realität?

SPD-Orts­ver­ein Allen­dorf bevor­zugt ande­ren Standort 

Allendorf/Amecke/Hagen: Wird nun das Sze­na­rio Rea­li­tät, vor dem SPD-Frak­ti­on und Stadt­ver­band seit Jah­ren gewarnt haben: Eine Ver­spar­ge­lung der Land­schaft rund um Sun­dern? Nach­dem der unter erheb­li­chen Beden­ken sei­tens der SPD von der Stadt Sun­dern beschlos­se­ne städ­ti­sche Teil­flä­chen­nut­zungs­plan Wind­ener­gie gericht­lich gekippt wor­den ist, lie­gen nun­mehr schon zwei Anträ­ge auf die Errich­tung von Wind­an­la­gen im obe­ren Sor­pe­tal vor. 5 Anla­gen sol­len es im Bereich Allen­dorf-Ame­cke wer­den und 2 in Hagen. Mit wei­te­ren Anträ­gen ist zu rech­nen. Gera­de die Anla­gen auf dem west­lich von Allen­dorf gele­ge­nem Eichen­berg wer­den erheb­li­che opti­sche Aus­wir­kun­gen haben und nahe­zu von ganz Allen­dorf und gro­ßen Tei­len Ame­ckes gut zu sehen sein.

Schat­ten­wurf bei Sonnenuntergang 

Der SPD-Orts­ver­ein Allen­dorf befass­te sich in sei­ner jüngs­ten (vir­tu­el­len) Mit­glie­der­ver­samm­lung mit den vor­lie­gen­den Anträ­gen. Für Allen­dorf wer­den im Umwelt­ver­träg­lich­keits­gut­ach­ten durch den zu erwar­ten­den Schat­ten­wurf in den Som­mer­mo­na­ten vor der hin­ter dem Eichen­berg unter­ge­hen­den Son­ne erheb­li­che opti­sche Beein­träch­ti­gun­gen erwar­tet. Die­se sol­len laut Emp­feh­lung der Gut­ach­ter durch eine auto­ma­ti­sier­te Abschalt­ein­rich­tung der Rotor­blät­ter redu­ziert wer­den. Drei der geplan­ten Wind­rä­der sol­len in unmit­tel­ba­rer Nähe des bei Ein­hei­mi­schen und Gäs­ten sehr belieb­ten Fickel­tün­nes-Geschichts­wan­der­we­ges errich­tet werden.

Wind­kraft­an­la­gen grund­sätz­lich notwendig

Die Sozi­al­de­mo­kra­ten Sun­derns ins­ge­samt sehen die Errich­tung zusätz­li­cher Wind­kraft­an­la­gen als einen not­wen­di­gen Bei­trag zur Errei­chung der von der Bun­des­re­pu­blik aus Kli­ma­schutz­grün­den ange­streb­ten Redu­zie­rung des CO2-Aus­sto­ßes an. Die Sor­pe­ta­ler Sozi­al­de­mo­kra­ten hät­ten aber spe­zi­ell für Allen­dorf eine Kon­zen­tra­ti­on der Anla­gen rund um den Öden­berg bevor­zugt. Aller­dings ist es auf Grund der der­zei­ti­gen unsi­che­ren Rechts­la­ge nicht aus­zu­schlie­ßen, dass im Raum Allendorf/Hagen noch zusätz­li­che Wind­an­la­gen bean­tragt werden.

Die Pla­nungs­un­ter­la­gen für die Wind­kraft­an­la­gen in Allen­dorf lie­gen noch bis zum 5.12. im Kreis­haus Bri­lon und im Pla­nungs­amt der Stadt Sun­dern zur öffent­li­chen Ein­sicht­nah­me aus und kön­nen von der Web­sei­te des Hoch­sauer­land­krei­ses her­un­ter­ge­la­den wer­den. Für die Plan­un­ter­la­gen in Hagen gilt dies für die Zeit vom 2.12. bis zum 4.1.2021.

Ein­wän­de von Pri­vat­per­so­nen wenig möglich

Ein gro­ßes Man­ko sieht der SPD-Orts­ver­ein Allen­dorf in der sehr ein­ge­schränk­ten Betei­li­gungs­mög­lich­keit der Bür­ge­rIn­nen: Pri­vat­per­so­nen kön­nen kei­ne Ein­wän­de gegen die Pla­nun­gen vor­brin­gen, nur Grund­stücks­nach­barn, Inst­uti­tio­nen und Behör­den. Trotz­dem rät die SPD allen Inter­es­sier­ten, sich die Plä­ne anzu­schau­en um spä­ter nicht von der Rea­li­tät über­rascht zu wer­den. Bei der Stadt­ver­wal­tung haben bis­her ledig­lich zwei Mit­bür­ger von die­ser Mög­lich­keit Gebrauch gemacht.