„Was ich anhat­te” – Wan­der­aus­stel­lung in der Stadtbibliothek

15. Juni 2021
von Redaktion

Erfah­run­gen von Frau­en die sexua­li­sier­te Gewalt erlebt haben

 

Arns­berg. Eine Frau wird nicht auf­grund ihrer Klei­dung Opfer von sexua­li­sier­ter Gewalt.  Gegen die­sen Schuld-Mythos stellt sich die Wan­der­aus­stel­lung „Was ich anhat­te“ und macht daher Erfah­run­gen von Frau­en, die sexua­li­sier­te Gewalt erlebt haben, anonym öffent­lich. Sie ist in der Stadt­bi­blio­thek am Stand­ort Neheim von Mon­tag, 21. Juni, bis Don­ners­tag, 1. Juli, zu sehen.

Klei­dungs­stü­cke und Aussagen

Die von Bea­trix Wil­mes kon­zi­pier­te Aus­stel­lung zeigt eine viel­schich­ti­ge Instal­la­ti­on per­sön­li­cher Klei­dungs­stü­cke und Aus­sa­gen betrof­fe­ner Frau­en, um einer­seits ande­ren Frau­en Mut zu machen und ande­rer­seits die Gesell­schaft für die­ses struk­tu­rel­le Pro­blem zu sen­si­bi­li­sie­ren. Denn: Jede drit­te Frau hat min­des­tens ein­mal im Leben kör­per­li­che oder sexu­el­le Gewalt erfah­ren – quer durch alle Alters­grup­pen und sozia­len Schich­ten. Die­ser Pro­ble­ma­tik will Bea­trix Wil­mes mit ihrer Aus­stel­lung ent­schie­den ent­ge­gen­tre­ten, indem eben kein voy­eu­ris­ti­scher Blick auf die Tat gezeigt wird, son­dern bei der ent­schlos­se­ne Frau­en und deren Han­deln im Mit­tel­punkt stehen.

 

Die Rea­li­sie­rung der Wan­der­aus­stel­lung „Was ich anhat­te“ in Neheim wur­de maß­geb­lich von der Gleich­stel­lungs­stel­le der Stadt Arns­berg initi­iert und wird in Koope­ra­ti­on mit der Arns­ber­ger Kon­takt- und Infor­ma­ti­ons­stel­le für Selbst­hil­fe­grup­pen im Hoch­sauer­land­kreis, dem Stadt­mar­ke­ting und der Stadt­bi­blio­thek Arns­berg durch­ge­führt. Die Initiator*innen freu­en sich über zahl­rei­che Besucher*innen.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Hin­ter­grün­de zur Aus­stel­lung gibt es online unter www​.wasich​an​hat​te​.de zu finden.