Über Depres­sio­nen aus­tau­schen und sich gegen­sei­tig unterstützen

27. Oktober 2021
von Redaktion

Neue Selbst­hil­fe­grup­pe Depres­si­on in Win­ter­berg-Sied­ling­hau­sen – Auf­takt­ver­an­stal­tung mit Fach­vor­trag am 8. November

Hochsauerland/​Winterberg. Über Depres­sio­nen aus­tau­schen und sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen – das ist das Ziel einer neu­en Selbst­hil­fe­grup­pe im Hoch­sauer­land­kreis, die sich aktu­ell grün­det. Zum Auf­takt sind Betrof­fe­ne, Ange­hö­ri­ge und Inter­es­sier­te zu einem Vor­trag über Depres­sio­nen am Mon­tag, 8. Novem­ber, um 19.30 Uhr in die ehe­ma­li­ge Sekun­dar­schu­le in Win­ter­berg-Sied­ling­hau­sen ein­ge­la­den. Als Refe­ren­tin konn­te Frau Frei­tag von der LWL Tages­kli­nik in Schmal­len­berg-Bad Fre­de­burg gewon­nen wer­den. Für die Ver­an­stal­tung und die künf­ti­gen Grup­pen­tref­fen gel­ten die 3‑G-Regeln.

Akti­ver am Leben teilnehmen

Foto: Selbs­hil­fe­grup­pe

Ins­be­son­de­re depres­siv erkrank­te Men­schen kann der Besuch einer Selbst­hil­fe­grup­pe dabei hel­fen, wie­der akti­ver am Leben teil­zu­neh­men. Tref­fen möch­te sich die neue Grup­pe künf­tig jeden zwei­ten und vier­ten Mon­tag im Monat um 19 Uhr in den Räum­lich­kei­ten der ehe­ma­li­gen Sekun­dar­schu­le in Win­ter­berg-Sied­ling­hau­sen, Sen­ge-Plat­ten-Str. 10. Initi­iert wird die Grün­dung von Son­ja und Den­nis: Im Herbst ver­gan­ge­nen Jah­res lern­ten sie sich in einer Tages­kli­nik für Psy­chisch erkrank­te Men­schen ken­nen. Für Son­ja war es der ers­te Auf­ent­halt in einer sol­chen Kli­nik, wäh­rend Den­nis bereits seit eini­gen Jah­ren an Depres­sio­nen litt und schon eini­ge Kli­nik­auf­ent­hal­te hin­ter sich hatte.

Sich nicht allei­ne den Gedan­ken stellen

In Gesprä­chen – auch mit den ande­ren Tagesklinik-Besucher*innen – stell­te sich schnell her­aus, dass eine gro­ße Unsi­cher­heit in Bezug auf die Zeit nach der Tages­kli­nik bestand. Nicht nur wegen Coro­na schien es für die Betrof­fe­nen schwie­rig zu sein, einen Platz für wei­te­re psy­cho­lo­gi­sche Gesprä­che zu bekom­men. Sofern man nicht pri­vat ver­si­chert ist, müs­sen mit War­te­zei­ten von bis zu einem hal­ben Jahr und län­ger gerech­net oder alter­na­tiv die Kos­ten für The­ra­pie­stun­den selbst getra­gen wer­den, wobei schnell hohe Kos­ten ent­ste­hen kön­nen. Um sich auch nach der The­ra­pie in der Tages­kli­nik aus­tau­schen zu kön­nen, blie­ben sie zunächst über Video­chats und sozia­le Medi­en in Kon­takt. Aber es stan­den wei­ter­hin noch vie­le Fra­gen im Raum: Was ist, wenn ich aus dem geschütz­ten Bereich der Tages­kli­nik her­aus­kom­me? Wie lan­ge kann ich nicht arbei­ten? Wie geht mein Umfeld mit mir um?
Damit sich nicht jeder allei­ne die­sen Gedan­ken stel­len muss, kam Den­nis die Idee, eine Selbst­hil­fe­grup­pe für Men­schen mit Depres­sio­nen zu gründen.
Da nun auch die durch die Coro­na-Pan­de­mie ent­stan­de­nen Ein­schrän­kun­gen wie­der gelo­ckert und Grup­pen­tref­fen mög­lich sind, möch­ten Son­ja und Den­nis mit der Grup­pe star­ten. Kon­takt und wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Inter­es­sier­te über die Selbst­hil­fe­kon­takt­stel­le AKIS im HSK, E‑Mail: selbsthilfe@​arnsberg.​de oder Tel.: 02932 201‑2270.