CDU für Stär­kung von Ein­zel­han­del, Gas­tro­no­mie und Ver­ei­nen

25. Mai 2020
von Redaktion

Mit einem umfang­rei­chen Maß­nah­men­pa­ket möch­te die CDU Arns­berg den von der Coro­na-Pan­de­mie betrof­fe­ne Ein­zel­händ­lern, Gas­tro­no­men und Ver­ei­nen hel­fen.

Auf­grund der der­zei­ti­gen Situa­ti­on haben vie­le ört­li­che Ein­zel­händ­ler in Arns­berg einen erheb­li­chen Umsatz­rück­gang zu ver­zeich­nen- Nach Auf­he­bung der Beschrän­kun­gen gilt es nach Auf­fas­sung der CDU nun, den Ein­zel­han­del durch Maß­nah­men zu stär­ken.

 

Bröt­chen­tas­te und zusätz­li­che Park­flä­chen

„Wir möch­ten für einen befris­te­ten Zeit­raum die soge­nann­te Bröt­chen-Tas­te ein­füh­ren und das Par­ken in den ers­ten 30 Minu­ten kos­ten­los machen”, erklär­te CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Jochem Hune­cke. Durch kür­ze­re Wech­sel­in­ter­val­le des Park­ver­kehrs kön­ne die Attrak­ti­vi­tät der Arns­ber­ger Zen­tren erhöht sowie die Nah­ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung gestärkt wer­den. Zur Errei­chung die­ses Ziel soll auch geprüft wer­den, ob und ggf. wie in den Zen­tren von Neheim, Hüs­ten und Arns­berg für einen befris­te­ten Zeit­raum zusätz­li­che Park­flä­chen aus­ge­wie­sen wer­den kön­nen.

Kei­ne Gebüh­ren für Wer­bung vor den Loka­len

Wei­ter bean­tragt die CDU, die Stadt Arns­berg sol­le bis zum 31. Dezem­ber 2021 auf die Erhe­bung von Gebüh­ren ver­zich­ten, wenn Ein­zel­händ­ler vor Ihren Geschäf­ten Waren­aus­la­gen, Vitri­nen, Kun­den­stop­per und Wer­be­stän­der­auf­stel­len. Die Nut­zung der öffent­li­chen Flä­chen vor den Geschäfts­lo­ka­len ist bis­her gebüh­ren­pflich­tig. Zudem sol­le den Ein­zel­händ­lern gestat­tet wer­den, die Waren­stän­der usw. groß­zü­gig auf­stel­len zu dür­fen, sofern dadurch die öffent­li­che Sicher­heit und Ord­nung nicht gefähr­det wird.

Not­hil­fe­fonds für die Gas­tro­no­mie

Da sich Gas­tro­no­men und Café­be­trei­ber in einer ver­gleich­ba­ren Situa­ti­on befin­den wie der Ein­zel­han­del, soll die Stadt Arns­berg nach dem Wil­len der Christ­de­mo­kra­ten einen Not­hil­fe­fonds ein­rich­ten, aus dem hei­mi­sche Hotel- und Gast­stät­ten­be­trie­be sowie Cafés eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung erhal­ten kön­nen. „Wir möch­te auch wei­ter­hin in Arns­berg eine Kul­tur des Mit­ein­an­ders und der Gesel­lig­keit pfle­gen”, so CDU-Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der Peter Blu­me und fürgt hin­zu. „Die Gas­tro­no­mie ist für unse­re Stadt eben­so wich­tig, so dass sie auch unse­re Unter­stüt­zung ver­dient.”

Die Stadt Arns­berg erhebt auch von den ört­li­chen Gas­tro­no­men und Café­in­ha­bern eine Son­der­nut­zungs­ge­bühr für die Benut­zung von Stra­ßen­flä­chen. Nach Infor­ma­ti­on der Stadt­ver­wal­tung bestehen in Arns­berg aktu­ell 228 ange­mel­de­te Gas­tro­no­mie­be­trie­be. Hier­von zah­len rund 50 Betrie­be (ca. 22 %) eine Son­der­nut­zungs­ge­bühr für Ihre Außen­gas­tro­no­mie von ins­ge­samt ca. 15.000,00 Euro.
Da vie­le Gas­tro­no­men und Café­in­ha­ber – anders als Ein­zel­händ­ler – Tische und Stüh­le nicht auf öffent­li­chen Ver­kehrs­flä­chen, son­dern auf ihrem pri­va­ten Grund­stück auf­stel­len, wäre den gas­tro­no­mi­schen Betrie­be­nes nach Ansicht der CDU mit einem Ver­zicht auf die Erhe­bung der Son­der­nut­zungs­ge­bühr nicht gedient. Des­halb soll nach dem Wil­len der CDU eine ande­re Mög­lich­keit der För­de­rung des Gast­stät­ten­ge­wer­bes erfol­gen.
Soweit Gas­tro­no­men und Café­be­trei­ber öffent­li­che Flä­chen zum Auf­stel­len von Tischen und Stüh­len nut­zen, soll ihnen auch gestat­tet wer­den, das Mobi­li­ar groß­zü­gig auf­stel­len zu dür­fen, sofern dadurch die öffent­li­che Sicher­heit und Ord­nung nicht gefähr­det wird.

Hil­fe für Ver­ei­ne

Auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie ist die Durch­füh­rung von Ver­an­stal­tun­gen ins­be­son­de­re von Schüt­zen­fes­ten, Som­mer­fes­ten u.ä. unter­sagt.
In einem drit­ten Antrag machen sich die Arns­ber­ger Christ­de­mo­kra­ten daher auch für die hei­mi­schen Ver­ei­ne stark.
„Das Ver­an­stal­tungs­ver­bot kann dazu füh­ren, dass ört­li­che Ver­ei­ne in wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten gelan­gen, weil sie kei­ne Ein­nah­men erzie­len kön­nen und trotz­dem Aus­ga­ben haben, ergänzt CDU-Pres­se­spre­cher Dr. Ger­hard Webers, Ver­ei­ne, die ihren Sitz und Tätig­keits­schwer­punkt in Arns­berg haben, sol­len bei einem Nach­weis, dass sie sich in einer wirt­schaft­li­chen Not­la­ge befin­den, eben­falls finan­zi­el­le Unter­stüt­zung aus einem Not­hil­fe­fonds erhal­ten. Ein sol­cher kön­ne teil­wei­se aus städ­ti­schen Haus­halts­mit­teln oder durch Ein­rich­tung eines Spen­den­fonds gespeist wer­den. Wei­ter­hin sol­le die Stadt Arns­berg zeit­lich befris­tet bis zum 31. Dezem­ber 2021 auf die Erhe­bung der Nut­zungs­ge­bühr ver­zich­ten , wenn Ver­ei­ne städ­ti­sche Gebäu­den und Räu­men für die Durch­füh­rung von Ver­an­stal­tun­gen mie­ten.

Arns­bergs Christ­de­mo­kra­ten wol­len alles dar­an­set­zen, dass Ein­zel­händ­ler, Gas­tro­no­men und hei­mi­sche Ver­ei­ne die augen­blick­li­che Situa­ti­on finan­zi­ell mög­lichst gut über­ste­hen.