WISU for­dert Bür­ger­be­tei­li­gung bei der Neu­auf­stel­lung des Bebau­ungs­plans der Feri­en­park­an­la­ge in Amecke

17. April 2020
von Redaktion

(Foto DI)

 

Die Rats­mit­glie­der aus Ame­cke, Die­ter Lat­zer und Hans Klein for­dern nach der Son­der­sit­zung des Rates mit dem Beschluss der Auf­he­bung und Neu­auf­stel­lung des Bebau­ungs­pla­nes Ame­cke 26 jetzt die Mei­nun­gen und Zukunft-Vor­stel­lun­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus Sun­dern zur Feri­en­sied­lung einzuholen.

„Hot­line” zur Bürgerbeteiligung

Da Bür­ger­ver­samm­lun­gen der­zeit nicht mög­lich sind, soll­te bei der Stadt eine „Hot­line“ und eine sepa­ra­te E‑Mail Adres­se ein­ge­rich­tet wer­den, um die Bür­ger in der wei­te­ren Ent­wick­lung zu beteiligen.

Der Rat hat am 9. April in der Schüt­zen­hal­le Sto­ckum beschlos­sen, was wir NICHT wollen.

Ver­ständ­lich ist, dass der neue Eigen­tü­mer der Flä­che ganz ande­re Ziel­set­zun­gen hat, als die Bür­ger von Sun­dern. Er wird den Beschluss des Rates nicht klag­los hin­neh­men, son­dern sich mit lau­tem „Säbel­ras­seln“ melden.
Dem sehen wir gelas­sen entgegen.

Die­se Ent­schei­dung des Rates zur Auf­he­bung ist gefal­len, nach­dem sich zwei der füh­ren­den Kanz­lei­en für Bau­recht aus NRW inten­siv mit dem The­ma befasst und Juris­ti­sche Gut­ach­ten erstellt hat­ten. Auch die Bezirks­re­gie­rung wur­de mit ein­be­zo­gen. Sorg­fäl­ti­ger kann man sich kaum vor­be­rei­ten. Das The­ma ist schon lan­ge im Raum, bereits 2017 hat­te die WISU einen Antrag auf Ände­rung des Bau­ge­bie­tes eingereicht.

Die Wei­chen sind also neu gestellt. Aber wohin geht die tou­ris­ti­sche Ent­wick­lung in den nächs­ten Jahrzehnten?
Vie­le Fra­gen stel­len sich. Nicht nur nach der Anzahl der Feri­en­häu­ser und des Volu­mens der Bau­kör­per. In wel­chen Berei­chen des Feri­en­ge­bie­tes soll die Natur jetzt erhal­ten blei­ben, in wie­weit kann das See­ufer frei von Bebau­ung bleiben?
Da wird sicher­lich auch das Arten­schutz­gut­ach­ten, das neu erstellt wer­den muss, Aus­sa­gen machen.

Skiz­ze des Bebau­ungs­plans mit 330 Häu­sern auf der Inter­net­sei­te des Investors

Die „Hel­ma AG“ hat im Inter­net eine Skiz­ze basie­rend auf dem alten Bebau­ungs­plan ver­öf­fent­licht. Danach sind 330 Häu­ser geplant. Der Ver­kauf soll ab Früh­jahr 2021 begin­nen. Es gibt kei­ne Hin­wei­se, dass der Inves­tor Infra­struk­tur in irgend­ei­ner Art schaf­fen will.

In 2009 war noch die Rede von Gas­tro­no­mie, Frei­bad, Well­ness-Bereich, indoor Sport­cen­ter, Ten­nis­plät­zen, Klet­ter­hal­le usw. Das ist jetzt ganz anders: Der Inves­tor will wohl nicht als Betrei­ber eines Feri­en­par­kes auf­tre­ten, son­dern ledig­lich eine „nack­te“ Sied­lung erstellen.
Kann sich die­ses Bau­vor­ha­ben dann zu einer „Rol­la­den­sied­lung“ ent­wi­ckeln? Wie wird die jetzt schon über­las­te­te See­stras­se in Ame­cke und Lang­scheid den zusätz­li­chen Ver­kehr auf­neh­men? Auch Hach­en ist betroffen.

Wie kön­nen wir einen „sanf­ten“ Tou­ris­mus för­dern, der sich in eini­gen Jah­ren nicht selbst abschafft, weil er zuvor die Land­schaft am Sor­pe­see und den Cha­rak­ter des Dor­fes Ame­cke zer­stört hat.
Über eines müs­sen wir uns im Kla­ren sein: Unse­re Enkel­kin­der wer­den Fra­gen stellen.

Ger­ne kön­nen inter­es­sier­te Bür­ger auch ihre Mei­nung an mei­ne Mail­adres­se schrei­ben. Die­se Mails lei­te ich dann an den Rat weiter.
Hansklein-Sundern@web.de