WEKA: Gericht ent­schei­det gegen den Kreis

12. Juni 2013
von Redaktion

Im August 2010 lief die Räumung des illegalen Chemielagers der Firma WEKA auf vollen Touren. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Im August 2010 lief die Räu­mung des ille­ga­len Che­miela­gers der Fir­ma WEKA auf vol­len Tou­ren. Foto: Hen­drik Klein/Märkischer Kreis


Mär­ki­scher Kreis. (pmk) . Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter hat in Sachen WEKA gegen den Mär­ki­schen Kreis ent­schie­den und die Zulas­sung der Beru­fung auf ein Ver­wal­tungs­ge­richts-Urteil abge­lehnt. Der Kreis bleibt jetzt auf den Ent­sor­gungs­kos­ten für das ille­ga­le Che­miela­ger in Höhe von rund 300.000 Euro sit­zen.
Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter hat den Antrag des Mär­ki­schen Krei­ses auf Zulas­sung der Beru­fung in Sachen WEKA-Iser­lohn abge­lehnt. Das teil­te Kreis­di­rek­to­rin Bar­ba­ra Dienstel-Küm­per am Diens­tag, 11. Juni 2013, in der Sit­zung des Aus­schus­ses für Abfall­be­sei­ti­gung, Umwelt­schutz und Pla­nung des Krei­ses mit. „Wir haben den Pro­zess ver­lo­ren. Das Gericht war der Mei­nung, wir hät­ten der ent­sor­gungs­pflich­ti­gen Per­son mehr als ein Jahr Zeit las­sen müs­sen, um das ille­ga­le Che­miela­ger zu räu­men“, so Dienstel-Küm­per.
 
Der Kreis sei nach wie vor der Mei­nung, die Ent­schei­dung sei im Sin­ne der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Iser­loh­ner Orts­teil Süm­mern rich­tig gewe­sen. Das sahen auch die Aus­schuss­mit­glie­der so. „Das Gericht hat es aber anders gese­hen“, bedau­er­te die Kreis­di­rek­to­rin.
 
Das OVG Müns­ter schloss sich in dem schrift­li­chen Ver­fah­ren der Auf­fas­sung des Ver­wal­tungs­ge­richts Arns­berg an. Nach der Ent­de­ckung des ille­ga­len Che­miela­gers an der Köb­bingser Müh­le in Fol­ge des Groß­bran­des bei der Fir­ma WEKA in Iser­lohn-Süm­mern hat­te der Kreis die ent­sor­gungs­pflich­ti­ge Per­son mehr­fach auf­ge­for­dert, das Lager zu räu­men. Als dies nicht geschah, wur­de der Kreis im Rah­men der soge­nann­ten Ersatz­vor­nah­me tätig und bleibt jetzt auf den Ent­sor­gungs­kos­ten von etwa 300.000 Euro sit­zen.