Son­der­brief­mar­ke wür­digt 100-jäh­ri­ge Möhnetalsperre

6. April 2013
von Redaktion

Erst­tags­blatt mit dem Wert­zei­chen – Post­kar­ten­aus­stel­lung der Philatelisten

Sondermarke ErsttagesblattMöh­ne­see – Soest – Das 100-jäh­ri­ge Bestehen der Möh­nestau­mau­er wird auf viel­fäl­ti­ge Wei­se ver­ewigt und in alle Welt getra­gen. Nach der Son­der­prä­gung in Sil­ber und Gold folgt jetzt eine eige­ne Brief­mar­ke: Am 4. April erscheint ein neu­es Post­wert­zei­chen. Das „Geburts­tags­kind“ Stau­mau­er ziert die aus­drucks­star­ke Sondermarke.

Kre­iert haben die 90-Cent-Brief­mar­ke Ger­da M. Neu­mann und Horst F. Neu­mann. Mit ihrem dyna­mi­schen Kon­zept über­zeug­ten die Wup­per­ta­ler Desi­gner die Auf­trag­ge­ber am Möh­ne­see. Die 44,20 mal 26,20 Mil­li­me­ter gro­ße Mar­ke zeigt den fron­ta­len Blick auf die Stau­mau­er und ist dezent in Blau-Weiß-Tönen gehal­ten. „100 Jah­re Möh­ne­tal­sper­re“ lau­tet die Auf­schrift. Für den Druck zeich­net die Gies­ecke & Devri­ent GmbH, eine Leip­zi­ger Wert­pa­pier­dru­cke­rei, verantwortlich.

Das Erst­tags­blatt ist jetzt im Ver­kauf bei allen Post­äm­tern und bei der Gäs­te­in­for­ma­ti­on Möh­ne­see erhält­lich. Es führt alle tech­ni­schen Anga­ben zur Son­der­mar­ke auf und umreißt außer­dem die His­to­rie des „West­fä­li­schen Mee­res“. Die Brief­mar­ke selbst, ver­se­hen mit dem Erst­tags­stem­pel 4. April 2013, ist natür­lich eben­falls enthalten.

Ein Erst­tags­blatt ist höchst inter­es­sant für Phil­ate­lis­ten, erreicht es oft doch ein Viel­fa­ches des Kata­log­werts der Brief­mar­ke. Aber auch alle Ein­woh­ner von Möh­ne­see sowie Feri­en­gäs­te haben mit der Son­der­brief­mar­ke ein schö­nes Andenken an das Jubiläumsjahr.

Ein Jahr­hun­dert ist es her, dass der Möh­ne­see als Was­ser­spei­cher, Trink­was­ser- und Ener­gie­lie­fe­rant ent­stand. Noch heu­te ist die impo­san­te Stau­mau­er das schwers­te Bau­denk­mal Nord­rhein-West­fa­lens. Die Gemein­de fei­ert das Jubi­lä­um mit viel­fäl­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen. Im Mit­tel­punkt ste­hen Kul­tur, Wan­dern, Was­ser­sport und aller­lei wei­te­re Akti­vi­tä­ten. Und auch die Zeit­rei­se in die beweg­te, teils dra­ma­ti­sche Geschich­te der Stau­mau­er wird immer wie­der Inhalt der Ver­an­stal­tungs­rei­he sein.

Stem­pel, Brie­fe und pos­ta­li­sche Doku­men­te als Zeit­zeu­gen Die Ket­te von Aktio­nen zum 100-jäh­ri­gen Jubi­lä­um berei­chern nun auch die Soes­ter Brief­mar­ken­freun­de mit einer Aus­stel­lung phil­ate­lis­ti­scher Doku­men­te und Bele­ge. Die­se zeigt: 1928 begann eine wesent­li­che bes­se­re Post­ver­sor­gung auf dem „plat­ten Land“. Im Rat­haus zei­gen sie den pos­ta­li­schen Wer­de­gang der Post­stel­len in den Dör­fern von Ber­lingsen über Büecke und Del­ecke bis Wippringsen – ein Spie­gel­bild der Post- und Zeitgeschichte.

Den Schwer­punkt der Aus­stel­lung bil­den Aus­schnit­te aus Samm­lun­gen des Soes­ter Ver­eins­mit­glie­des Hel­mut Del­ker. Phil­ate­lis­ti­sche Bele­ge und Ansichts­kar­ten wer­den im Wech­sel gezeigt.

Stem­pel, Son­der­stem­pel, Brie­fe und pos­ta­li­sche Doku­men­te bele­gen sowohl die Post­ge­schich­te als auch die poli­ti­sche Ent­ste­hung und Ent­wick­lung der Groß­ge­mein­de Möh­ne­see, die mit dem Haupt­post­ort Drüg­gel­te – einer Post­sta­ti­on und Pfer­de­wech­sel­stel­le – die auf der Stre­cke zwi­schen Arns­berg Soest begann. Dabei spiel­te der Möh­ne­see eine ent­schei­den­de Rol­le. Mit dem Bau der Möh­ne­tal­sper­re ver­än­der­te sich auch die pos­ta­li­sche Situa­ti­on. Kör­be­cke wur­de ein wich­ti­ger Postort.