Richt­fest am Kli­ni­kum für das neue Not­fall- und Inten­siv­zen­trum am Karo­li­nen-Hos­pi­tal – Medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung im HSK erfährt Verbesserung

11. Oktober 2021
von Redaktion

Unter­ver­sor­gung des Hoch­sauer­land­krei­ses in der umfas­sen­den Not­fall­ver­sor­gung wird beseitig

Der Roh­bau des neu­en des neu­en Not­fall- und Inten­siv­zen­trums des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land am Karo­li­nen­hos­pi­tal in Hüsten.

Ein wei­te­rer Mei­len­stein im Zukunfts­plan des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land ist erreicht: Mit dem tra­di­tio­nel­len Auf­zie­hen der Richt­kro­ne ist am Frei­tag, den 08. Okto­ber 2021, im Bei­sein von NRW Gesund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Lau­mann, Beschäf­tig­ten, Bau­part­nern sowie gela­de­nen Gäs­ten aus Poli­tik und Wirt­schaft das Richt­fest und damit die Fer­tig­stel­lung des Roh­baus des neu­en Not­fall- und Inten­siv­zen­trums gefei­ert worden.
Der sie­ben­stö­cki­ge Neu­bau ist mit einer stra­te­gi­schen Neu­aus­rich­tung der Arns­ber­ger Kran­ken­haus­stand­or­te des Kli­ni­kums ver­bun­den. 13 not­fall­ver­sor­gen­de Fach­ab­tei­lun­gen, die bis­her über drei Stand­or­te in Arns­berg ver­teilt sind, wer­den an einem Stand­ort auch räum­lich zusam­men­rü­cken und durch den gro­ßen neu­en direkt gegen­über dem Park­platz gele­ge­nen Haupt­ein­gang schnell zu errei­chen sein.

Für die Men­schen im Hoch­sauer­land­kreis und den angren­zen­den Regio­nen bedeu­tet dies eine Ver­bes­se­rung der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung. Denn bis­her gibt es im Hoch­sauer­land­kreis und weit dar­über hin­aus kein Kran­ken­haus, das so vie­le Fach­ab­tei­lun­gen und Kom­pe­ten­zen auf sich ver­eint, dass es eine umfas­sen­de Not­fall­ver­sor­gung nach den Kri­te­ri­en des Gemein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses dar­ge­stellt wer­den kann. Dies wird durch das neue Not­fall und Inten­siv­zen­trum geschaffen.

Inbe­trieb­nah­me für Mit­te 2023 geplant

Der Start­schuss für den Bau Not­fall- und Inten­siv­zen­trums fiel mit dem ers­ten Spa­ten­stich im Janu­ar 2020. Die Fer­tig­stel­lung des Neu­baus für das Not­fall- und Inten­siv­zen­trum ist für Ende 2022, die Inbe­trieb­nah­me des moder­nen und ein­zi­gen Not­fall­stand­orts mit umfas­sen­der Not­fall­ver­sor­gung in der Regi­on ist für Mit­te des Jah­res 2023 geplant. Am Stand­ort Karo­li­nen Hos­pi­tal ste­hen dann ins­ge­samt 465 Bet­ten zur Ver­fü­gung (bis­her 255 Betten).

Ver­bes­se­rung der Versorgungsqualität

„Mit dem Neu­bau unse­res Not­fall- und Inten­siv­zen­trums wird es mög­lich, den aktu­el­len gesund­heits­po­li­ti­schen Anfor­de­run­gen im länd­li­chen Raum und auch den Anfor­de­run­gen des neu­en NRW Kran­ken­haus­plans in ganz beson­de­rer Wei­se Rech­nung zu tra­gen. Es ent­steht ein Zen­trum, das ein­ma­lig in der Regi­on ist und den hohen Ansprü­chen an die Medi­zin der Zukunft gerecht wird. Das neue Not­fall- und Inten­siv­zen­trum ver­bes­sert die Ver­sor­gung für die Pati­en­ten, ermög­lich eine moder­ne inter­dis­zi­pli­nä­re Behand­lung und ver­mei­det Trans­por­te von Pati­en­ten zwi­schen den Stand­or­ten“, sag­te Prof. Dr. med. Nor­bert Roe­der, Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­ra­tes der Kli­ni­kum Hoch­sauer­land GmbH.

„Die Spe­zia­li­sie­rung der medi­zi­ni­schen Dis­zi­pli­nen schrei­tet auf­grund der Fort­schrit­te bei den Dia­gno­se- und The­ra­pie­mög­lich­kei­ten unauf­hör­lich vor­an. Ins­be­son­de­re bei aku­ten schwe­ren Krank­heits­bil­dern wie dem aku­ten Abdo­men, den tho­ra­ka­len Schmer­zen oder dem Polyt­rau­ma ist eine fach­über­grei­fen­de Ver­sor­gung erfor­der­lich, um höchs­te Behand­lungs­qua­li­tä­ten zu erzie­len. Und so ermög­licht die­ser Neu­bau uns genau das, wofür wir Ärz­tin­nen und Ärz­te, Schwes­tern und Pfle­ger die­sen wun­der­schö­nen Beruf ergrif­fen haben: gute Medi­zin zu machen“, so Dr. med. Nor­bert Peters, Ärzt­li­cher Direk­tor der Arns­ber­ger Stand­or­te des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land und Chef­arzt der Kli­nik für Frau­en­heil­kun­de und Geburtshilfe.

Ver­tre­ter aus der Poli­tik waren zum Richt­fest gekom­men um die Fer­tig­stel­lung des neu­en Not­fall- und Inten­siv­zen­trums zu fei­ern. (Fotos: Kli­ni­kum Hochsauerland)

Gewal­ti­ge Inves­ti­tio­nen in den Aus­bau der Versorgung

Gesund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Lau­mann sag­te: „Die Erfah­run­gen der Pan­de­mie haben gezeigt, wie wich­tig es ist, aus­rei­chend Inten­siv­bet­ten für die Ver­sor­gung von Coro­na- und Not­fall­pa­ti­en­ten zu haben. Des­we­gen ist der Bau des Not­fall- und Inten­siv­zen­trums am Karo­li­nen-Hos­pi­tal auch ein wei­te­rer Mei­len­stein in der Pan­de­mie­be­kämp­fung. Es haben schon wich­ti­ge Umstruk­tu­rie­run­gen der Inten­siv­me­di­zin am Kli­ni­kum im Hin­blick auf die Pan­de­mie statt­ge­fun­den. Es freut mich daher, dass das Land Nord­rhein-West­fa­len das Pro­jekt mit einem Zuschuss in Höhe von 28,17 Mil­lio­nen unterstützt.“
Wer­ner Kem­per, Spre­cher der Geschäfts­füh­rung hob im Rah­men sei­ner Anspra­che her­vor, dass nach der Fusi­on mit dem Wal­bur­ga-Kran­ken­haus in 2017 und der Inte­gra­ti­on der Ale­xia­ner in den Gesell­schaf­ter­kreis die Kli­ni­kums Hoch­sauer­land zu Beginn des Jah­res 2018 und kor­re­spon­die­rend mit ver­än­der­ten gesetzl. Anfor­de­run­gen, eine umfas­sen­de stra­te­gi­sche Neu­aus­rich­tung des Kli­ni­kums auf den Weg gebracht wur­de. Herr Kem­per erläu­ter­te, dass die­se neben dem heu­te im Fokus ste­hen­den Neu­bau des Not­fall- und Inten­siv­zen­trums auch die Neu­aus­rich­tung der kom­plet­ten Fort- und Wei­ter­bil­dungs­ak­ti­vi­tä­ten, die weit­ge­hen­de Digi­ta­li­sie­rung wich­ti­ger kli­ni­scher Pro­zes­se, die Wei­ter­ent­wick­lung der Logis­tik und Ver­sor­gungs­be­rei­che sowie auch die Neu­aus­rich­tung der­Stand­or­te St. Johan­nes-Hos­pi­tal und St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus umfasse.

Herr Kem­per bilan­zier­te, dass sich allein die Inves­ti­tio­nen für das neue Not­fall- und Inten­siv­zen­trum in der Sum­me auf 92 Mio. EUR belau­fen. Davon ent­fällt ein Betrag in Höhe von 62,5 Mio. EUR auf die Bau­kos­ten und in Höhe von 25,5 Mio. EUR auf die Aus­stat­tung des Neu­baus mit moderns­ter Medi­zin­tech­nik und Gerä­ten. Hin­zu kämen geplan­te Umzugs­kos­ten in Höhe von 4 Mio. EUR. Die Finan­zie­rung erfolgt über För­der­mit­tel des Lan­des NRW in Höhe von 28,17 Mio. EUR, Eigen­mit­tel sowie Bank­dar­le­hen. Dane­ben sei­en vie­le wei­te­re Inves­ti­tio­nen not­wen­dig. Bei­spiel­ge­bend führ­te Herr Kem­per auf: Die Erwei­te­rung der radio­lo­gi­schen Dia­gnos­tik am Karo­li­nen-Hos­pi­tal durch einen Anbau mit neu­em MRT-Gerät und einem Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von 2 Mio. EUR. Bereits im Ver­lau­fe die­ses sowie des Jah­res 2020 getä­tig­te Inves­ti­tio­nen in Medi­zin­tech­nik mit Schwer­punkt im Bereich der Inten­siv­me­di­zin in Höhe von 3,8 Mio. EUR, die aus Coro­na-För­der­mit­teln finan­ziert wur­den. Durch Eigen- und För­der­mit­tel finan­zier­te Inves­ti­tio­nen in Höhe von 5,5 Mio. EUR für den Erwerb sowie die umfas­sen­de Moder­ni­sie­run­gund Digi­ta­li­sie­rung der „Petri­schu­le“, um durch Aus­bau der Pfle­ge­aus­bil­dung inkl. Inte­gra­ti­on der aka­de­mi­schen Aus­bil­dung in der Pfle­ge den künf­ti­gen Fach­kräf­te­be­darf sichern zu kön­nen. Ein Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men von 8,2 Mio. EUR (davon 3 Mio. EUR Eigen­mit­tel) für ein umfas­sen­des Digi­ta­li­sie­rungs­pro­gramm zur Wei­ter­ent­wick­lung und Unter­stüt­zung kli­ni­scher Pro­zes­se an allen Stand­or­ten. Inves­ti­tio­nen in Höhe von 6 Mio. EUR in Infra­struk­tur­pro­jek­te am Stand­ort St. Wal­bur­ga-Kran­ken­haus wie die Ein­rich­tung einer zen­tra­len Ste­ril­gut­ver­sor­gung (ZSVA), der Umbau und die Erwei­te­rung der Küche zu einer zen­tra­len Spei­sen­ver­sor­gung, die Schaf­fung neu­er Mit­ar­bei­ter­park­plät­ze sowie die Schaf­fung von moder­nen Woh­nun­gen für Beschäf­ti­ge durch umfas­sen­de Sanie­rung eines Wohnheims.

Dank an alle Beteiligten

„Unser herz­li­cher Dank gilt allen, die die­ses Bau­pro­jekt mit auf den Weg gebracht haben und allen die es nun täg­lich auf der Bau­stel­le umset­zen“, sag­te Wer­ner Kem­per, Spre­cher der Geschäfts­füh­rung. Beson­de­ren Dank rich­te­te Herr Kem­per an NRW Gesund­heits­mi­nis­ter KarlJosef Lau­mann. „Erst durch die För­de­rung des Lan­des NRW in Höhe von 28,17 Mio. EUR wird in Arns­berg die Errich­tung eines Not­fall- und Inten­siv­me­di­zi­ni­schen Zen­trums ermög­licht“ so der Geschäftsführer.

Zeit und Kos­ten­plan wird eingehalten

„Dank recht­zei­ti­ger und lang­fris­tig preis­ge­bun­de­ner Auf­trags­ver­ga­ben, haben die aktu­ell am Markt zu ver­zeich­nen­den Stei­ge­run­gen der Bau­stoff­prei­se bis­her nicht zu signi­fi­kan­ten Kos­ten­stei­ge­run­gen unse­res Groß­pro­jek­tes geführt. Trotz aller Her­aus­for­de­run­gen der Coro­na Pan­de­mie sind die Arbei­ten bis­her im Zeit- und Kos­ten­plan ver­lau­fen“, infor­mier­te Mar­kus Bie­ker, Geschäfts­füh­rer der Kli­ni­kum Hoch­sauer­land Infra­struk­tur GmbH.

Ergän­zen­de Daten und Fak­ten zum Neubau

 ers­ter Spa­ten­stich: Janu­ar 2020
 Grund­stein­le­gung: Sep­tem­ber 2020
 Geplan­te Inbe­trieb­nah­me: Mit­te 2023
 Nutz­flä­che: 11.000 Quadratmeter
 moderns­te Geräteausstattung
 7 Stockwerke
 Tech­nik­be­rei­che in Ebe­ne 0 und auf dem Dach
 Ambu­lan­zen von vier Kli­ni­ken in Ebe­ne 0 und Ebe­ne 1 sowie
 gro­ße zen­tra­le Not­auf­nah­me mit 1.600 qm in Ebe­ne 1 mit u.a. 2 Schock­räu­men, 2
Ein­griffs­räu­men und 13 Unter­su­chungs- und Behand­lungs­räu­men. Enge räum­li­che Ver­zah­nung zwi­schen Not­auf­nah­me und KV-Not­fall­am­bu­lan­zen für Erwach­se­ne und Kinder
 kom­plet­te radio­lo­gi­sche und neu­ro­ra­dio­lo­gi­sche Not­fall­dia­gnos­tik, u.a. moder­ner CT320-Zeiler (vor­han­den), zwei moder­ne Herz­ka­the­ter­la­bo­re, eigen­stän­di­ge Sta­ti­on für die Not­fall­auf­nah­me (Hol­ding Area),
 Ebene2 (1600 qm): Zen­tral-OP-Trakt mit 10 OP-Sälen, dar­un­ter ein Hybrid OP
 Ebe­ne 3 (2.500qm): gro­ße inter­dis­zi­pli­na­re Inten­siv­sta­ti­on (50 Betten)
 Ebe­ne 4 + 5 (je 2.500qm): moder­ne Bet­ten­sta­tio­nen mit 154 Betten
 Ebe­ne 6 (2.200 qm): Wahl­leis­tungs­sta­ti­on mit 54 Betten
 Angren­zen­der Hubschrauberlandeplatz

Ergän­zen­de Infor­ma­tio­nen über das Kli­ni­kum Hochsauerland

Die vier Kran­ken­haus­stand­or­te des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land in Arns­berg und Mesche­de ver­fü­gen zusam­men über 927 Bet­ten. In 32 Kli­ni­ken sowie 4 Insti­tu­ten wird ein umfas­sen­des Ange­bot an Gesund­heits­leis­tun­gen für fast jede Erkran­kung, von der brei­ten Grund- und Regel­ver­sor­gung bis hin zu 12 Schwer­punkt­zen­tren, ange­bo­ten. Pro Jahr wer­den in den Ein­rich­tun­gen des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land ca. 40.000 Pati­en­ten sta­tio­när und über 100.000 Pati­en­ten ambu­lant behan­delt. Mit über 2.800 Beschäf­tig­ten ist die Gesell­schaft zudem einer der größ­ten Arbeit­ge­ber und Aus­bil­der der Regi­on. Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land ist der bun­des­weit akti­ve Ale­xia­ner-Ver­bund mit Sitz in Müns­ter. Das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land ist somit Teil eines der größ­ten katho­li­schen Gesund­heits­un­ter­neh­men in Deutschland.

 

(Quel­le: Kli­ni­kum Hochsauerlandkreis)