„Nadel­markt 2013” in der His­to­ri­schen Fabrik­an­la­ge Mas­te-Baren­dorf in Iserlohn

8. März 2013
von Redaktion

Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, Barendorf-Künstler Konrad Horsch, Nadelmarkt-Organisatorin Angelika Schäfer und Museumsleiter Gerd Schäfer sowie die Ausstellerinnen historischer Kleidung Sabine Schierhoff und Heike Hesse präsentierten bei einem Pressetermin das Programm des “Nadelmarktes 2013".

Bür­ger­meis­ter Dr. Peter Paul Ahrens, Baren­dorf-Künst­ler Kon­rad Horsch, Nadel­markt-Orga­ni­sa­to­rin Ange­li­ka Schä­fer und Muse­ums­lei­ter Gerd Schä­fer sowie die Aus­stel­le­rin­nen his­to­ri­scher Klei­dung Sabi­ne Schier­hoff und Hei­ke Hes­se prä­sen­tier­ten bei einem Pres­se­ter­min das Pro­gramm des “Nadel­mark­tes 2013”.


Iser­lohn. Hand­wer­ker, Kunst­hand­wer­ker und Desi­gner wer­den am Sams­tag, 16., und Sonn­tag, 17. März, aus nah und fern in der His­to­ri­schen Fabrik­an­la­ge Mas­te-Baren­dorf an der Baar­stra­ße 220–226 in Iser­lohn zum „Nadel­markt 2013” erwar­tet. In die­ser wohl ein­zig­ar­ti­gen Prä­sen­ta­ti­on wer­den fei­ne und erle­se­ne Pro­duk­te gezeigt, bei denen die Öhr­na­del eine wich­ti­ge Rol­le spielt. Die­sem klei­nen Kul­tur­gut ver­dankt Iser­lohn eine ihrer wirt­schaft­li­chen Blütezeiten.
Von sei­nem Beginn an, im Jahr 2009, hat der The­men­markt mit aus­ge­such­ten Teil­neh­mern, qua­li­täts­vol­len Pro­duk­ten und dem viel gelob­ten Ambi­en­te einen exzel­len­ten Ruf erlangt. Auch der fünf­te Nadel­markt ver­spricht sei­nem Mot­to „Über­zeu­gen Sie sich vom ange­neh­men Ambi­en­te und neh­men Sie eine klei­ne Aus­zeit von Mas­sen­pro­duk­ten” wie­der gerecht zu wer­den. An bei­den Ver­an­stal­tungs­ta­gen öff­net der Nadel­markt von 11 bis 18 Uhr. Alle Inter­es­sier­ten sind herz­lich zum Besuch ein­ge­la­den. Der Ein­tritt ist frei.
 
Hand­ar­beit für die gan­ze Familie
Das Inter­es­se an hand­werk­li­chem Schaf­fen ist nach wie vor in allen Genera­tio­nen groß. So ist und bleibt die Nadel­ar­beit eine popu­lä­re Beschäf­ti­gung und hat in eini­gen Berei­chen schon „Kult­sta­tus” erreicht.
Auch in die­sem Jahr wird der Nadel­markt über aktu­el­le Tech­ni­ken und Trends infor­mie­ren, gibt aber auch Gele­gen­heit, sich mit his­to­ri­schen Hand­ar­bei­ten zu befas­sen. Zu sehen sein wer­den zeit­ge­nös­si­sche und his­to­ri­sche Sti­cke­rei­en, Wohn­tex­ti­li­en für ein behag­li­ches Ambi­en­te, bild­schö­ne Quilts, Stof­fe und Näh­zu­be­hör; ideen­rei­che Acces­soires wie Gür­tel, Hüte, Tücher, hand­ge­fer­tig­te Leder­ta­schen und tex­ti­ler Schmuck bie­ten neben den Model­len der Beklei­dungs­de­si­gne­rin­nen jede Men­ge Aus­wahl­mög­lich­kei­ten für ein indi­vi­du­el­les Qut­fit. Für die Klei­nen gibt es zau­ber­haf­te und edel manu­fak­tu­rier­te Kinderbekleidung.
 
Ambi­en­te ohne Messerummel
Die Teil­neh­mer prä­sen­tie­ren wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ihre Pro­duk­te in meh­re­ren Gebäu­den der Anla­ge. Den Besu­chern wird auf ihrem Rund­gang ein leb­haf­tes Wech­sel­spiel zwi­schen Altem und Neu­em gebo­ten: Indus­trie­ge­schich­te auf der einen sowie aktu­el­le Kunst und zeit­ge­nös­si­sches Hand­werk auf der ande­ren Sei­te. Die Ate­liers der in Baren­dorf ansäs­si­gen Künst­ler, die sich mit Aktio­nen zum The­ma betei­li­gen, kön­nen besucht wer­den. Neben zahl­rei­chen ande­ren Teil­neh­mern lässt sich auch ein Pols­te­rer bei der Arbeit über die Schul­ter schauen.
 
Werk­statt und Technik
Das Nadel­mu­se­um doku­men­tiert unter ande­rem die Bedeu­tung der Nadel­pro­duk­ti­on in der Wirt­schafts­ge­schich­te der Stadt Iser­lohn. Tech­nik­in­ter­es­sier­te Besu­cher fin­den dort bei der Füh­rung am Sams­tag um 11 Uhr eine Ant­wort auf die Fra­ge „Wie kommt das Öhr in die Nadel?”. Der indus­tri­el­le Pro­duk­ti­ons­ab­lauf der Nadel­her­stel­lung wird gezeigt, aber auch, wie groß der Auf­wand war, Nadeln aller Grö­ßen für unter­schied­lichs­te Zwe­cke herzustellen.
In der Werk­statt für Kin­der am Sams­tag und Sonn­tag, jeweils von 14 bis 16 Uhr, geht es „Mit Nadel und Faden in die Ver­gan­gen­heit”. Hier kön­nen unter ande­rem Stoff­bil­der genäht oder Leder­arm­bän­der bestickt werden.
 
Schau­platz des Nadel­mark­tes ist erneut die His­to­ri­sche Fabrik­an­la­ge Mas­te-Baren­dorf, eines der bedeu­tends­ten tech­ni­schen Kul­tur­denk­mä­ler Süd­west­fa­lens und Anker­punkt der vor- und früh­in­dus­tri­el­len Tech­ni­k­rou­te „Was­serEi­sen­Land” sowie Bestand­teil der Täler­rou­te inner­halb der Euro­päi­schen Rou­te der Industriekultur.
Vor annä­hernd 200 Jah­ren begann man in der Fabrik­an­la­ge Barendorf/​Iserlohn Mes­sing zu ver­ar­bei­ten, Draht zu zie­hen, Eisen zu gie­ßen, Fei­len zu hau­en und Ahlen zu schmie­den. 1983 wur­de die Anla­ge unter Denk­mal­schutz gestellt und ist inzwi­schen ein weit über die Gren­zen Iser­lohns hin­aus bekann­tes Muse­ums- und Künstlerdorf.
 
Das Team des Stadt­mu­se­ums und alle Mit­wir­ken­den des Nadel­mark­tes freu­en sich auf vie­le Besu­cher. Für das leib­li­che Wohl sor­gen das Café Baren­dorf und der Inner Wheel Club Iser­lohn. Die Mit­glie­der die­ses Ser­vice-Clubs bie­ten Waf­feln, klei­ne Snacks und ande­re Erfri­schun­gen an und unter­stüt­zen vom Erlös ein sozia­les Pro­jekt in Iserlohn.
 
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Nadel­markt gibt es beim Stadt­mu­se­um Iser­lohn unter den Ruf­num­mern 02371 / 217‑1960, ‑1961 oder ‑1963 oder im Inter­net unter www​.nadel​markt​.de