Men­de­ner Stadt­wald: Frie­de­ri­ke rich­tet höhe­ren Scha­den als Kyrill an

24. Januar 2018
von Redaktion

Men­den här­ter getrof­fen als der rest­li­che Mär­ki­sche Kreis

„Frie­de­ri­ke hat in Men­den dop­pelt so hohen Scha­den ange­rich­tet als das bei Kyrill der Fall war.“ Das ist die ers­te Bilanz von Stadt­förs­ter Dirk Bas­se, der in den ver­gan­ge­nen Tagen nach dem Sturm den Wald begut­ach­tet hat. Hat­te Kyrill Men­den, gemes­sen mit ande­ren Städ­ten und Gemein­den im Mär­ki­schen Kreis, ver­gleichs­wei­se glimpf­lich getrof­fen, kam Frie­de­ri­ke mit deut­lich höhe­rer Wucht. In Zah­len aus­ge­drückt sind bei dem jüngs­ten Sturm min­des­tens 10.000, wenn nicht sogar 12.000 Fest­me­ter Holz umge­stürzt. Bei Kyrill waren es cir­ca 6.000.

* Beson­ders stark betrof­fen sind die Fich­ten­wäl­der.

Men­de­ner Stadt­wald: Frie­de­ri­ke rich­tet höhe­ren Scha­den als Kyrill an © Stadt Men­den

Geschätz­te 95 Pro­zent der Fich­ten­wäl­der wur­den von Frie­de­ri­ke dem Erd­bo­den gleich gemacht. Beson­ders betrof­fen sind die Wäl­der am Oes­ber­ner Weg, in der Wal­de­mei aber auch am Kapel­len­berg. Posi­tiv ist aller­dings, dass gera­de der Bedarf nach Fich­ten­holz aktu­ell groß ist. Auf­grund des feuch­ten und reg­ne­ri­schen Wet­ters der ver­gan­ge­nen Mona­te gibt es hier eine hohe Nach­fra­ge. Das Holz lässt sich ver­mark­ten und über den Holz­ver­kauf könn­te auch die Wie­der­auf­fors­tung refi­nan­ziert wer­den. Bei der Auf­fors­tung will Bas­se künf­tig auf rei­ne Fich­ten­wäl­der ver­zich­ten. Die Men­de­ner Böden sind hier­für nur schlecht geeig­net. Misch­wäl­der aus Laub- und Nadel­bäu­men hal­ten zudem Stür­men deut­lich bes­ser Stand.  Was die Tra­di­ti­ons­ver­an­stal­tung „Men­de­ner Kreuz­tracht“ angeht, bei der zahl­rei­che Pro­zes­sio­nen auch durch den Wald bis auf den Kapel­len­berg gehen, ist Bas­se zuver­sicht­lich. „Bis dahin soll­ten wir die Wege wie­der sicher begeh­bar gemacht haben.“ Aktu­ell kann der Stadt­förs­ter aber nur davon abra­ten, die Men­de­ner Wäl­der zu betre­ten. „Auch Bäu­me die noch ste­hen kön­nen durch den star­ken Wind und den auf­ge­weich­ten Unter­grund immer noch umstür­zen.“ Daher bit­tet er Spa­zier­gän­ger sich an die Absper­run­gen zu hal­ten und die Wege nicht zu betre­ten. Auch für die Kin­der des Men­de­ner Wald­kin­der­gar­tens bedeu­tet das, dass sie vor­erst nicht in den Wald gehen kön­nen. „Den Bereich des Kin­der­gar­tens wer­de ich mir aber noch anschau­en, damit die Kin­der auch bald wie­der sicher in den Wald gehen kön­nen“, so Bas­se.

*eine Fich­te ent­spricht i.d.R. einem Fest­me­ter Holz

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