Lesung am Mon­tag in der Stadt­bü­che­rei: „Uner­wünscht – Drei Brü­der aus dem Iran erzäh­len ihre deut­sche Geschichte”

14. März 2013
von Redaktion

Laden zur Lesung ein (v.l.): Meinolf Remmert von der AWO-Integrationsagentur, Jens Keienburg von der Flüchtlingsberatung der Diakonie sowie Büchereileiterin Gudrun Völcker und Integrationsratsvorsitzender Ercan Atay.

Laden zur Lesung ein (v.l.): Meinolf Rem­mert von der AWO-Inte­gra­ti­ons­agen­tur, Jens Kei­en­burg von der Flücht­lings­be­ra­tung der Dia­ko­nie sowie Büche­rei­lei­te­rin Gud­run Völcker und Inte­gra­ti­ons­rats­vor­sit­zen­der Ercan Atay.


Iser­lohn. Die Arbei­ter­wohl­fahrt, die Stadt­bü­che­rei Iser­lohn, der Inte­gra­ti­ons­rat der Stadt Iser­lohn und die Flücht­lings­be­ra­tung der Dia­ko­nie laden alle Inter­es­sier­ten herz­lich ein zu einer Lesung aus dem Buch „Uner­wünscht” der Brü­der Moj­ta­ba, Masoud und Milad Sadinam. Sie fin­det statt am kom­men­den Mon­tag, 18. März, um 19 Uhr in der Stadt­bü­che­rei Iser­lohn, Alter Rat­haus­platz 1.
 
Die drei Brü­der Moj­ta­ba, Masoud und Milad wach­sen im Iran der 1980er Jah­re als Kin­der regime­kri­ti­scher Eltern auf. Als ihre Mut­ter bei einer ver­bo­te­nen Flug­blatt­ak­ti­on auf­fliegt, müs­sen sie unter­tau­chen und sind mona­te­lang kom­plett von der Außen­welt abge­schnit­ten, bis sie die Flucht wagen und mit Hil­fe eines Schlep­pers im Som­mer 1996 mit nichts als einem Kof­fer ille­gal nach Deutsch­land gelan­gen. Ohne Geld, ohne Papie­re und ohne ein Wort Deutsch zu spre­chen, lan­den sie in einem Auf­fang­la­ger bei Müns­ter. Dann der Schock: ihr Asyl­an­trag wird abge­lehnt, sie wer­den zur sofor­ti­gen Aus­rei­se aufgefordert …
Wie Moj­ta­ba, Masoud und Milad eine Inte­gra­ti­on gegen alle Wider­stän­de gelingt, wie ihnen trotz Rück­schlä­gen, büro­kra­ti­scher Schi­ka­nen und eines dra­ma­ti­schen Kampfs gegen die Abschie­bung der Sprung aufs Gym­na­si­um und das Ein­se­ra­b­itur glückt, und wie sie auch an deut­schen Eli­te­uni­ver­si­tä­ten ler­nen müs­sen, ihren eige­nen Weg zu fin­den – davon berich­ten sie gemein­sam in die­sem Buch. Aus drei Per­spek­ti­ven und mit drei unver­wech­sel­ba­ren Stim­men. Bewe­gend wie ein Roman erzählt „Uner­wünscht” so von der Suche nach Hei­mat und Frei­heit und dem Wunsch, dazu­zu­ge­hö­ren. Es ist die Geschich­te eines Flücht­lings­schick­sals – vor allem aber eine so noch nicht gele­se­ne Para­bel über Brü­der­lich­keit, Mut und Menschlichkeit.
Die Lesung der Brü­der Sadinam erfolgt in drei Abschnit­ten und wird musi­ka­lisch umrahmt durch einen ira­ni­schen Lau­ten­spie­ler. Der Ein­tritt ist frei.