Kein Bedarf an Öffent­li­cher Ordnung?

26. Februar 2013
von Redaktion

S1000003 Soest-Saturn-2Wer in Soest und um Soest her­um unter­wegs ist, wird die Poli­zei oder pri­va­te Ord­nungs­kräf­te sehr sel­ten gewahr. Man mag das gut fin­den, sofern über­flüs­si­ge Kon­troll-Beläs­ti­gun­gen dadurch unter­blei­ben, man darf das auf den Fel­dern kri­ti­sie­ren, die zur Kri­mi­na­li­tät ein­la­den oder durch den Ver­lust an Ord­nung an Lebens­qua­li­tät ein­bü­ßen. Der berühm­te Strei­fe gehen­de „Schutz­mann“ wird doch zuneh­mend ver­misst, vor allem an neur­al­gi­schen Punk­ten und zu bestimm­ten Zei­ten. Das gilt auch für pri­va­te Ord­nungs­diens­te. Ein all­täg­li­ches Bei­spiel dafür.

 

Im Ver­kaufs­zen­trum an der unte­ren Brü­der­stra­ße, in dem sich Saturn, Wool­worth, Ross­mann und KiK befin­den, gibt es auch eine öffent­li­che Toi­let­te. Die jedoch wird gera­de in den hoch fre­quen­tier­ten Zei­ten ab 16.00 Uhr geschlos­sen! Die Begrün­dung ist so sim­pel, wie schwer durch­schau­bar. Weil es dort zu Zer­stö­run­gen gekom­men sei, wird sie ein­fach dicht gemacht. Doch auf die Idee, die­se Toi­let­te mit einer anwe­sen­den Rei­ni­gungs­kraft zu bestü­cken oder zu bestimm­ten Zei­ten zu kon­trol­lie­ren, kommt niemand.

 

Als ver­ant­wort­lich zeich­net das „Gebäu­de­ma­nage­ment“ Gebau­er. Die­ses sitzt in Ber­lin, unter­hält kei­nen Stand­platz in West­fa­len und gibt auch kei­ne Kon­takt­num­mer an. Nach­fra­gen in der Haupt­zen­tra­le erga­ben, dass nie­mand weiß, wer für die Toi­let­ten in Soest zustän­dig ist.

 

Gele­gent­li­che Ran­da­le wird auch von Ver­käu­fe­rin­nen in den Läden bestä­tigt. Zur Täter­grup­pe gibt es jedoch kei­ne Aussage.

 

Die Schlie­ßung einer der weni­gen öffent­li­chen Toi­let­ten im Stadt­zen­trum, wird dem nor­ma­len ein­kau­fen­den Soes­ter Bür­ger kaum gefal­len kön­nen. Vor allem nicht, da dies von den Ver­ant­wort­li­chen wider­stands­los durch­ge­führt wird, obwohl die Pro­ble­me mit etwas guten Wil­len und ein paar Maß­nah­men abzu­stel­len wären. Statt Auto­ri­tät zu zei­gen, nimmt man Gewalt und Cha­os qua­si zur Kennt­nis. Das sind kei­ne guten Ansich­ten, Aus­sich­ten erst recht nicht…

 

Krie­nen Tan­ja Soest für Dorf​in​fo​.de