KiJu­Rats-Arbeits­grup­pe „Spie­len“ tes­te­te Iser­loh­ner Spiel­plät­ze

10. Juni 2016
von Redaktion
Tim Haase (l.) und Fabian Schnittker vom Kinder- und Jugendrat stellten dem städti-schen Grünflächenplaner Ingo Genster die ersten Ergebnisse der Spielplatztestreihe der AG „Spielen“ vor

Tim Haa­se (l.) und Fabi­an Schnitt­ker vom Kin­der- und Jugend­rat stell­ten dem städ­ti-schen Grün­flä­chen­pla­ner Ingo Gens­ter die ers­ten Ergeb­nis­se der Spiel­platz­te­st­rei­he der AG „Spie­len“ vor

Iser­lohn. Die Arbeits­grup­pe „Spie­len” des Iser­loh­ner Kin­der- und Jugend­ra­tes (KiJu­Rat) stell­te am Mon­tag (6. Juni) die ers­ten Ergeb­nis­se ihrer Spiel­platz-Test­rei­he vor: Tim Haa­se und Fabi­an Schnitt­ker, die Spre­cher der Arbeits­grup­pe, zeig­ten sich bes­tens vor­be­rei­tet. Zum ers­ten Tref­fen mit dem zustän­di­gen städ­ti­schen Grün­flä­chen­pla­ner Ingo Gens­ter hat­ten sie eine Power­Point-Prä­sen­ta­ti­on vor­be­rei­tet. Die­se zeig­te sowohl vie­le inter­es­san­te Fotos, eine Auf­lis­tung der posi­ti­ven Merk­ma­le aber auch die Pro­blem­punk­te der ein­zel­nen Spiel­plät­ze. Zuvor hat­ten sie gemein­sam mit ihren AG-Kol­le­gen Mal­te, Paul, Abbas, Ced­ric, Lynn, Gre­ta und Ibra­him vom 2. bis zum 23. Mai ins­ge­samt zwölf Spiel­plät­ze besucht und mit Hil­fe eines Bewer­tungs­bo­gens geprüft.

 

Dabei hat die Grup­pe fest­ge­stellt, dass es am Spiel­platz Korn­feld­stra­ße in Süm­mern eine Graf­fi­ti­wand gibt, die, nach­dem sie vor Jah­ren ein­mal künst­le­risch besprayt wur­de, heu­te nur noch beschmiert wird. Tim ver­mu­te­te, dass den Jugend­li­chen gar nicht bewusst ist, dass die­se Wand immer wie­der neu gestal­tet wer­den kann und dass es in der „Spray­er-Sze­ne” eigent­lich üblich ist, sein Kunst­werk auf­zu­brin­gen, ein Foto davon zu schie­ßen, um dann die Wand für ande­re Spray­er wie­der frei zu geben.

Die Jugend­li­chen wol­len sich dar­um bemü­hen, dass auf dem Spiel­platz ein Spray­er­Kurs statt­fin­det, bei dem Inter­es­sier­te ler­nen kön­nen, wie die Wand pro­fes­sio­nell besprüht wer­den kann. Außer­dem wer­den sie ein Schild mit Erläu­te­rung zur Nut­zung der Wand ent­wi­ckeln, das am Spiel­platz instal­liert wer­den soll.

 

„Am Spiel­platz Flied­ner­stra­ße in Hen­nen fehlt das grü­ne Spiel­platz­schild”, stell­te Fabi­an empört fest. Anhand eines Fotos zeig­te er, dass nur noch Res­te eines Schil­des  vor­han­den sind. „Und beim Spiel­platz an der Teich­stra­ße haben wir erst gar kein Schild fin­den kön­nen”, berich­te­te er wei­ter. Ingo Gens­ter sicher­te den bei­den KiJu­Rats-Mit­glie­dern zu, dass er die Infor­ma­ti­on an die Kol­le­gen vom Stadt­be­trieb Iser­lohn / Hemer (SIH) wei­ter­ge­ben wird und damit sich die­se Situa­ti­on schon bald ver­än­dert.

 

Auf­grund der über­all deut­lich erkenn­ba­ren Müll­pro­ble­ma­tik inter­es­sier­ten sich die Jugend­li­chen auch dafür, wer die Spiel­flä­chen im Stadt­ge­biet in Ord­nung hält und wie oft die ein­zel­nen Plät­ze gerei­nigt wer­den. Sie erfuh­ren, dass ein­mal wöchent­lich der Müll auf den Spiel­flä­chen durch den SIH besei­tigt wird und dass alle vier Wochen die Spiel­plät­ze auf ihre Sicher­heit über­prüft wer­den. Ein­mal jähr­lich wird zudem auch eine gro­ße Spiel­platz­kon­trol­le mit dem TÜV durch­ge­führt, berich­te­te Ingo Gens­ter wei­ter, denn kein Kind soll sich auf den Iser­loh­ner Spiel­plät­zen ver­let­zen.

 

Im Rah­men ihrer Spiel­platz­tou­ren waren die Jugend­li­chen auch einem defek­ten Spiel­ge­rät an der Bar­ba­r­a­stra­ße in Ger­lingsen auf der Spur. KiJu­Rats-Mit­glied Vivi­en Top­lu hat­te der Grup­pe einen Defekt an der dor­ti­gen Vogel­nest­schau­kel gemel­det. Tim, Fabi­an, Mal­te, Paul, Abbas, Ced­ric, Lynn, Gre­ta und Ibra­him hat­ten sich dar­auf­hin die Schau­kel ange­se­hen und konn­ten Ingo Gens­ter anhand von Fotos den Scha­den zei­gen. Die­ser bedank­te sich für den Hin­weis und ver­sprach, die Kol­le­gen vom SIH sofort auf die Situa­ti­on auf­merk­sam zu machen, damit das Pro­blem besei­tigt wer­den kann.

 

Eine beson­ders unan­ge­neh­me Ent­wick­lung ist den Jugend­li­chen im Bereich des Schil­ler­plat­zes auf­ge­fal­len. Dort haben sie an der Beton­um­ran­dung des Spiel­plat­zes Haken­kreu­ze ent­deckt. Ingo Gens­ter bestä­tig­te die­se Ent­de­ckung und begrüß­te die Idee der Jugend­li­chen, eine kurz­fris­ti­ge Gestal­tung der Beton­wand noch in die­sem Jahr in Angriff zu neh­men wol­len.

Ein wei­te­res Pro­jekt kön­nen sich die Jugend­li­chen am Spiel­platz Wie­mer vor­stel­len, um dem dort beson­ders gro­ßen Müll­auf­kom­men ent­ge­gen zu wir­ken. „Ein groß­ar­ti­ger Spiel­platz”, sind sich Fabi­an und Tim einig, „aber ent­setz­lich viel Müll.” Sie konn­ten es gar nicht glau­ben, dass die­ser Platz, so wie Ingo Gens­ter berich­te­te, sogar zwei­mal wöchent­lich gerei­nigt wird.“

 

Nach­dem sich die Jugend­li­chen mit Ingo Gens­ter auch über den Spiel­flä­chen­be­darfs­plan und über die zukünf­ti­gen Bau­maß­nah­men und Mehr­ge­nera­tio­nen­spiel­plät­ze aus­ge­tauscht hat­ten, waren sich die Gesprächs­part­ner einig, dass die­se Form des Zusam­men­tref­fens regel­mä­ßig statt­fin­den soll.

Mit Blick auf die aktu­ell anste­hen­de Bau­maß­nah­me Fritz-Kühn-Platz haben sich die Jugend­li­chen schon ein­mal mit dem Grün­flä­chen­pla­ner ver­ab­re­det: Ende des Som­mers wol­len sie vor Ort zu einer Bau­be­spre­chung zusam­men­kom­men, um zu erfah­ren, wie eine sol­che Bau­stel­le funk­tio­niert. Auch eine Anre­gung von Fabi­an nahm Ingo Gens­ter gern auf und stell­te in Aus­sicht, dass eini­ge Inter­es­sier­te der Grup­pe even­tu­ell ein­mal selbst vor Ort Hand anle­gen könn­ten.

 

Bis dahin will die Arbeits­grup­pe „Spie­len“ auch wei­ter­hin jeden Mon­tag zu den Spiel­plät­zen des Stadt­ge­bie­tes fah­ren. Bis zu den Feri­en star­ten die Jugend­li­chen jeweils um 16.15 Uhr am Rat­haus am Schil­ler­platz. Inter­es­sier­te, die dem KiJu­Rat nicht ange­hö­ren, kön­nen sich an der Spiel­platz­tes­tung betei­li­gen, müs­sen sich aber jeweils in der Woche vor­her dazu anmel­den. Ansprech­part­ne­rin ist Kin­der- und Jugend­be­auf­trag­te Petra Lam­berts im Rat­haus am Schil­ler­platz, Tele­fon 02371 / 217‑2231, E-Mail: petra.lamberts@iserlohn.de

 

In der kom­men­den Woche wer­den die Spiel­plät­ze Püt­ter­stra­ße, Wie­sen­grund und im Heer­sie­pen ange­fah­ren. In den dar­auf­fol­gen­den Wochen hat die Grup­pe die vier­zehn soge­nann­ten A-Plät­ze im Visier. Das sind Plät­ze, die eine zen­tra­le Funk­ti­on für den Ort haben, für alle Alters­stu­fen aus­ge­legt sind, mög­lichst viel­fäl­ti­ge Spiel­mög­lich­kei­ten, auch für Erwach­se­ne, sowie eine Spiel­flä­che von min­des­tens 1 500 Qua­drat­me­tern und eine Ball­spiel­flä­che haben. – Die Arbeits­grup­pe hat sich für die Zukunft noch eini­ges vor­ge­nom­men.