Far­bi­ge Was­ser-Wel­ten und die Pssst-Kis­te begeis­tern klei­ne Krea­ti­ve

30. April 2013
von Redaktion

Drüg­gel­ter Kin­der-Kunst-Stück­chen mit Mal­ak­tio­nen und Mit­mach­kon­zert

Padberger Spielleute Kärtchen IMöh­ne­see (Kreis Soest) Fas­zi­nie­ren­de Fan­ta­sie­wel­ten mit eige­ner Hand erschaf­fen, beim Mit­mach­kon­zert Augen und Ohren auf­sper­ren und laut mit­sin­gen – so begeis­tern sich Kin­der ganz schnell für Kunst und Kul­tur! Die Kin­der-Kunst-Stück­chen sind Part der Drüg­gel­ter Kunst-Stück­chen vom 18. bis 20. Mai. Wie bei dem gesam­ten Fes­ti­val, steht auch bei klei­nen Krea­ti­ven am Pfingst­sonn­tag das Möh­ne­see-Jubi­lä­um im Mit­tel­punkt der Akti­vi­tä­ten. Die­ses Mal leben sich die Mini-Künst­ler beim Malen aus.

Mit Pas­tell­krei­de zau­bern sie unter Anlei­tung von Ulrich Stein­wen­der Varia­tio­nen zum „West­fä­li­schen Meer“. Ähn­lich wie Stra­ßen­krei­de hat die­se Far­be eine tro­cke­ne Kon­sis­tenz, aber viel bun­te­re Pig­men­te. Bes­te Vor­aus­set­zung für wun­der­ba­re Bil­der von Wogen, Boo­ten und der Stau­mau­er.

Um „Was­ser und Wel­len“ geht es auch in Bea­trix Glo­gners Mal-Work­shop. Die Kids erar­bei­ten ihre Wer­ke in einem Keil­rah­men und ver­wen­den Gou­ache­far­be – eine leuch­ten­de Deck­far­be, die sie zum Bei­spiel für die See­ober­flä­che nass in nass malen kön­nen. Für fan­tas­ti­sche Effek­te sor­gen ech­te Muscheln und Sand. Bei­de Ange­bo­te star­ten um 13 Uhr auf der Drüg­gel­ter Fest­wie­se.

Wenn Erwin Gro­sche die „Pssst-Kis­te“ öff­net, machen die Klei­nen gro­ße Augen. Ver­lieb­te Schei­ben­wi­scher, ein wüten­der Tiger­stuhl, der Bade­wan­nen­ka­pi­tän und die Fra­ge, war­um Löf­fel zu Löf­fel ins Löf­fel­fach will, das sind so ganz jene Geschich­ten, die Kin­der mit­rei­ßen! Der Pader­bor­ner Klein­künst­ler, Schau­spie­ler und Kin­der­buch­au­tor hat ein Händ­chen dafür, kind­ge­rech­te The­men höchst unter­halt­sam auf­zu­be­rei­ten –bewie­sen hat er das mit sei­nen gelun­ge­nen Bei­trä­gen zur „Sen­dung mit der Maus“ und als Fei­er­tags­mo­de­ra­tor der WDR-„Bärenbude“. Gro­ße und klei­ne Leu­te freu­en sich auf ein beson­de­res Kin­der­kon­zert ab 15 Uhr in der Scheu­ne: Mit­sin­gen und -klat­schen, Raten und Stau­nen sind ange­sagt! Erwin Gro­sche über­rascht mit Laut- und Lei­se­ge­dich­ten, spielt Kla­vier und Akkor­de­on, singt zur Gitar­re und macht „ganz viel Quatsch“. Der Künst­ler ist viel­fach aus­ge­zeich­net, unter ande­rem mit dem Deut­schen Klein­kunst­preis.

Neben die­sem Mit­mach-Kon­zert spe­zi­ell für Kin­der dürf­ten sich vie­le jun­ge Besu­cher auch für die Dar­bie­tung der Pad­ber­ger Spiel­leu­te erwär­men. Bunt gewan­det, zieht das spiel­freu­di­ge Völk­chen um 13 Uhr auf der Wie­se auf. Und inter­pre­tiert auf ver­schie­de­nen Instru­men­ten, mit Gesang und viel Humor, alte Volks­wei­sen. Lie­der von Mül­lers­töch­tern, Hand­wer­kern, der Lie­be und dem Sinn des Lebens ent­füh­ren in längst ver­gan­ge­ne Zei­ten. Mit­sin­gen ist erwünscht!

Wie pro­fes­sio­nell jugend­li­che Musi­ker sind, zei­gen zwi­schen­durch die Ensem­bles der Musik­schu­le Soest. Das Saxo­fon­quar­tett fo(u)rMAAT hat Prei­se bei den Lan­des­wett­be­wer­ben „Jugend musi­ziert“ und „Jugend jazzt“ gewon­nen. Mit Aus­zü­gen aus Hän­dels „Was­ser­mu­sik“, Sme­ta­nas „Böh­mi­schem Bau­ern­tanz“ und Sound aus dem Kino­er­folg „Fluch der Kari­bik“ unter­hält außer­dem das Strei­ch­ensem­ble Hap­py Strings – lau­ter begab­te jun­ge Musik­schü­ler. Ein musi­ka­li­scher Aus­flug in das Reich der Nym­phen, gur­geln­der Bäche und ver­we­ge­ner Pira­ten! Info: www.drueggelter-kunst-stueckchen.de.

Hin­ter­grund Die Drüg­gel­ter Kunst-Stück­chen sind das wohl kleins­te Fes­ti­val West­fa­lens und ein Lecker­bis­sen für Musik- und Kunst­lieb­ha­ber. Musi­ker stim­men ihre Instru­men­te hin­ter der Scheu­ne, hän­gen ihren Frack am Holz­bal­ken auf. Gäs­te haben unmit­tel­ba­ren Kon­takt zu den Künst­lern. Das ist die beson­de­re Atmo­sphä­re der Drüg­gel­ter Kunst-Stück­chen. Ein Genuss für Augen, Ohren und See­le. Drei Akti­ons­or­te prä­gen das Bild des klei­nen, aber fei­nen Fes­ti­vals.

In der Kon­zert­scheu­ne taucht ein pracht­vol­ler Kron­leuch­ter Kunst­ob­jek­te und Büh­ne in glanz­vol­les Licht. Dort fin­den die grö­ße­ren Kon­zer­te statt. Die rus­ti­ka­le Scheu­ne bie­tet einem gan­zen Orches­ter und 350 Besu­chern Platz. Wenn der Diri­gent den Stab zum Fest­kon­zert erhebt, ange­strahlt im fest­li­chen Licht des Kron­leuch­ters, sind die Gäs­te schnell gefan­gen von der ein­zig­ar­ti­gen Atmo­sphä­re.

Neben den aus­ge­stell­ten Skulp­tu­ren erle­ben die Besu­cher auf der Wie­se unter hun­dert­jäh­ri­gen Kas­ta­ni­en­bäu­men zum Bei­spiel den Jazz-Früh­schop­pen. Am Sonn­tag­nach­mit­tag ist die Wie­se Anzie­hungs­punkt für die klei­nen Gäs­te. Bei den Kin­der-Kunst-Stück­chen ler­nen die Klei­nen klas­si­sche Musik schät­zen und lie­ben. Im his­to­ri­schen Back­haus kön­nen sich die Fes­ti­val­be­su­cher stär­ken und erfri­schen. Nach aus­gie­bi­gem Kul­tur­ge­nuss, ist dies der Ort für Gau­men­freu­den. In unge­zwun­ge­ner Atmo­sphä­re ent­ste­hen schnell Gesprä­che.

Mit­tel­punkt des Gesche­hens ist die geheim­nis­vol­le Drüg­gel­ter Kapel­le. Ihre ein­zig­ar­ti­ge Akus­tik über­rascht selbst ver­wöhn­te Ohren immer wie­der aufs Neue. Dort sit­zen die Besu­cher eng zusam­men, lau­schen und sehen, wie Musik ent­steht. Kam­mer­kon­zer­te, Solodar­bie­tun­gen und Welt­mu­sik set­zen beson­de­re Akzen­te an die­sem sagen­um­wo­be­nen Ort.