Fal­sche Poli­zis­ten rufen an und ver­lan­gen Wert­sa­chen

23. April 2020
von Redaktion

KPBHSK 

Fal­sche Poli­zis­ten erbeu­ten Bank­kar­te

 

Hoch­sauer­land­kreis (ots) – Und wie­der rie­fen fal­sche Poli­zis­ten bei älte­ren Bür­gern an.

Ins­ge­samt zähl­te die Poli­zei am Diens­tag 16 Fäl­le. In einem Fall in Arns­berg erbeu­te­ten die Betrü­ger die Bank­kar­te mit der PIN. Mit der Kar­te hoben sie einen vier­stel­li­gen Betrag ab. Die Masche ist immer die­sel­be. Um an das Geld ihrer Opfer zu gelan­gen, geben sich die Täter als Poli­zei­be­am­te aus. Die Täter suchen gezielt im Tele­fon­buch nach älter klin­gen­den Vor­na­men. Die­se wer­den dann der Rei­he nach abte­le­fo­niert.

Im Tele­fon­dis­play erscheint die 110

Im Tele­fon­dis­play erscheint mit einem ein­fa­chen Trick die 110. Anschlie­ßend gehen die Betrü­ger geschickt und abge­klärt vor. Häu­fig gau­keln die Betrü­ger vor, einer Ein­bre­cher­ban­de auf der Spur zu sein.
Angeb­lich soll in das Haus der Ange­ru­fe­nen ein­ge­bro­chen wer­den. Mit einer trai­nier­ten Gesprächs­füh­rung wer­den die Opfer unter Druck gesetzt und Angst
auf­ge­baut. Wenn sich die Opfer nicht an die Anwei­sun­gen, dro­hen die Betrü­ger sogar mit der Ver­brin­gung zur Poli­zei­wa­che. Die Gesprä­che gehen teil­wei­se
soweit, dass den Ange­ru­fe­nen glaub­haft gemacht wird, dass selbst Poli­zis­ten der orts­an­säs­si­gen Wachen und Bank­mit­ar­bei­ter in die bevor­ste­hen­de Straf­tat
ver­wi­ckelt sind. Die Opfer wer­den immer auf­ge­for­dert, ihre Wert­sa­chen an einen ver­meint­li­chen Kri­mi­nal­be­am­ten aus­zu­hän­di­gen. Die Gegen­stän­de sol­len dann bei der Poli­zei ver­wahrt wer­den, bis die Gefahr gebannt ist. Dann wür­den die Sachen selbst­ver­ständ­lich zurück­ge­ge­ben. Die meis­ten Ange­ru­fe­nen reagie­ren rich­tig und mel­de­ten den Vor­fall der rich­ti­gen Poli­zei. Lei­der gibt es aber immer noch älte­re Men­schen, die von der Vor­ge­hens­wei­se noch nichts gehört haben. Durch die Betrugs­ma­sche konn­ten so schon eini­ge Men­schen um ihr gesam­tes Erspar­tes gebracht.

Nicht unter Druck set­zen las­sen

So kön­nen Sie sich vor den Trick­be­trü­gern schüt­zen: – Zei­gen Sie ein gesun­des­Miss­trau­en und spre­chen Sie mit Ange­hö­ri­gen, Freun­den und Nach­barn über die
Situa­ti­on. – Las­sen Sie sich am Tele­fon nicht unter Druck set­zen. Legen Sie ein­fach den Hörer auf. Das ist kei­nes­falls unhöf­lich. – Soll­te sich ein Anru­fer
als Poli­zist aus­ge­ben und nach ihrem Ver­mö­gen fra­gen, legen Sie sofort wie­der auf und wäh­len Sie den ech­ten Poli­zei­ruf 110. – Bei einem Anruf der ech­ten
Poli­zei erscheint nie­mals die 110 im Dis­play des Tele­fons. – Über­ge­ben Sie nie­mals Wert­sa­chen an frem­de Per­so­nen. – Je mehr Men­schen die Vor­ge­hens­wei­se der
Betrü­ger ken­nen, des­to schwe­rer haben es die Täter! Spre­chen Sie daher mit Ihren älte­ren Mit­men­schen und machen Sie die­se auf die Betrugs­ma­sche auf­merk­sam!

Bei Fra­gen wen­den Sie sich an ihre nächst­ge­le­ge­ne Poli­zei­wa­che!

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Betrug mit fal­schen Poli­zis­ten fin­den sie im Inter­net:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten