Eva­ku­ie­rung von Mühl­berg ist auf­ge­ho­ben

10. Juni 2013
von Redaktion

Kata­stro­phen­fall bleibt bis min­des­tens Diens­tag

Einsatzbesprechung der Helfer in Mühlberg. Foto: Hoffgaard/Landkreis Elbe-Elster

Ein­satz­be­spre­chung der Hel­fer in Mühl­berg. Foto: Hoffgaard/Landkreis Elbe-Els­ter


Mär­ki­scher Kreis. (pmk). Die Hoch­was­ser­la­ge im Land­kreis Elbe-Els­ter, dem Part­ner­schafts­kreis des Mär­ki­schen Krei­ses, ent­spannt sich lang­sam. Die Eva­ku­ie­rung in Mühl­berg wur­de auf­ge­ho­ben. Jetzt gilt die Sor­ge den durch­ge­weich­ten Deich­an­la­gen.
Die Situa­ti­on im Hoch­was­ser­ge­biet an der Elbe ist nach wie vor ange­spannt. Des­halb gilt wei­ter der Kata­stro­phen­fall für die Stadt Mühl­berg und bleibt auch bis min­des­tens Diens­tag bestehen. Das teilt der Ver­wal­tungs­stab des Land­krei­ses Elbe-Els­ter, dem Part­ner­schafts­kreis des Mär­ki­schen Krei­ses, mit. Ent­spre­chend der aktu­el­len Lage wer­de über alles Wei­te­re zeit­nah ent­schie­den. Bis dahin wird mit wei­ter sin­ken­den Pegeln gerech­net. Der­zeit liegt der Hoch­was­ser­wert bei 8,93 Meter (Sonn­tag, 18 Uhr). Nor­mal sind an der Elbe Was­ser­stän­de um die drei Meter.
 
Land­rat Chris­ti­an Jaschin­ski ist im Hoch­was­ser­ge­biet zwi­schen Elbe und Schwar­zer Els­ter hin und her­ge­fah­ren, um sich über die aktu­el­le Lage zu infor­mie­ren und Bau- und Siche­rungs­maß­nah­men in Augen­schein zu neh­men. Dar­über hin­aus lei­tet er die regel­mä­ßi­gen Lage­be­spre­chun­gen, die er dazu beim Ver­wal­tungs­stab in Herz­berg und vor Ort in Mühl­berg bei der Tech­ni­schen Ein­satz­lei­tung in Wein­ber­ge ein­be­ru­fen hat.
 
„Ich bin froh, dass wir bei allen Schwie­rig­kei­ten bis­lang alles so gut über­stan­den haben. Dafür gebührt allen Betei­lig­ten, den vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fern unter­schied­lichs­ter Ein­rich­tun­gen, Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen, den Kom­mu­nen und nicht zuletzt den Bür­gern schon jetzt ein gro­ßes Dan­ke­schön. Bis zur Auf­he­bung des Kata­stro­phen­falls in Mühl­berg vor­aus­sicht­lich am Diens­tag dür­fen wir alle jetzt in den Anstren­gun­gen nicht nach­las­sen, damit die Deich­an­la­gen wei­ter hal­ten. Ich bin vor­sich­tig opti­mis­tisch, dass wir das mit ver­ein­ten Kräf­ten schaf­fen wer­den“, sag­te Chris­ti­an Jaschin­ski.
 
Wenn die Lage vom Ver­wal­tungs­stab des Land­krei­ses in Herz­berg immer noch ange­spannt gese­hen wird, dann hängt das damit zusam­men, dass die Dei­che wie ein Schwamm durch­weicht sind. Die Was­ser­men­gen drü­cken nach wie vor unver­min­dert auf die Deich­an­la­gen. Es kön­nen sich jeder­zeit Schad­stel­len aus­bil­den. Des­halb wer­den die Hoch­was­ser­schutz­ein­rich­tun­gen auch wei­ter­hin genau beob­ach­tet.
 
Land­rat Chris­ti­an Jaschin­ski hat in der Lage­be­spre­chung mit dem Ver­wal­tungs­stab in Herz­berg ent­schie­den, die Eva­ku­ie­rung der Stadt Mühl­berg am Mon­tag ab 15:00 Uhr auf­zu­he­ben. Damit ist es den Bür­gern und Bür­ge­rin­nen wie­der mög­lich, in ihre Woh­nun­gen und Häu­ser in Mühl­berg zurück­zu­keh­ren. An den Eva­ku­ie­rungs­ob­jek­ten und Not­un­ter­künf­ten wer­den Bus­se für den Rück­trans­port bereit­ge­stellt. Der Ver­wal­tungs­stab orga­ni­siert mit dem Deut­schem Roten Kreuz und der Arbei­ter­wohl­fahrt den Rück­trans­port pfle­ge­be­dürf­ti­ger Per­so­nen. Der Kata­stro­phen­alarm in der Stadt bleibt aber bestehen.
 
An der Schwar­zen Els­ter sin­ken die Pegel kon­ti­nu­ier­lich, es gab im Lau­fe des Tages kei­ne beson­de­ren Vor­komm­nis­se. Auf dem Abschnitt Brü­cke Priesch­ka bis zur Lan­des­gren­ze Sach­sen-Anhalt gilt der­zeit noch die Alarm­stu­fe 3. Das Betre­ten der Deich­an­la­gen bleibt aber wei­ter­hin strengs­tens ver­bo­ten! Auf­grund des auf­ge­weich­ten Zustan­des der Dei­che besteht beim Betre­ten aku­te Lebens­ge­fahr!
 
Ins­ge­samt sind der­zeit an Hilfs­kräf­ten zur Bekämp­fung der Hoch­was­ser­la­ge im Land­kreis Elbe-Els­ter tätig: 252 Feu­er­wehr­leu­te, 78 Poli­zis­ten, vier Kräf­te des Tech­ni­schen Hilfs­wer­kes (THW), 286 Bun­des­wehr­sol­da­ten, 13 Per­so­nen des Deut­schen Roten Kreu­zes (DRK). Ins­ge-samt 675 Per­so­nen inklu­si­ve des Ver­wal­tungs­sta­bes.
 
Spen­den­kon­to für Hoch­was­ser­op­fer ein­ge­rich­tet
 
Die Kreis­kas­se der Kreis­ver­wal­tung Elbe-Els­ter hat ein Spen­den­kon­to bei der Spar­kas­se Elbe-Els­ter für die Hoch­was­ser­op­fer im Land­kreis ein­ge­rich­tet. Ein­zah­lun­gen kön­nen ab sofort unter dem Kenn­wort „Land­kreis Elbe-Els­ter-Spen­den­kon­to Hoch­was­ser 2013“ unter der Kon­to­num­mer 201 01 17 27, Bank­leit­zahl 180 510 00 vor­ge­nom­men wer­den.