Bezirk­re­gie­rung geneh­migt den Haus­halts­sa­nie­rungs­plan

13. Februar 2013
von Redaktion

Men­den und Selm sind die bei­den ers­ten Städ­te im Regie­rungs­be­zirk Arns­berg mit geneh­mig­ten Haus­hal­ten
2013-02-menden-0005Die Geneh­mi­gung des Haus­halts­sa­nie­rungs­pla­nes 2013 der Stadt Men­den liegt vor. Seit Inkraft­tre­ten des Stär­kungs­pakt­ge­set­zes erfüllt Men­den damit zum zwei­ten Mal in Fol­ge die Anfor­de­run­gen des Stär­kungs­pak­tes Stadt­fi­nan­zen, die das Land Nord­rhein-West­fa­len den ins­ge­samt 61 finanz­schwa­chen Kom­mu­nen auf­er­legt hat. Bür­ger­meis­ter Vol­ker Flei­ge durf­te am Diens­tag die Geneh­mi­gungs­ver­fü­gung bei der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg ent­ge­gen neh­men.
Vol­ker Flei­ge freu­te sich: „In weni­ger als zwölf Mona­ten wird der Stadt nach 2012 auch der Haus­halts­sa-nie­rungs­plan 2013 geneh­migt. Die Stadt Men­den wird damit für die groß­ar­ti­ge, aber auch har­te Arbeit der letz­ten Wochen und Mona­te belohnt. Es ist trotz man­cher Beden­ken und kri­ti­schen Wort­bei­trä­gen wäh­rend der Haus­halts­plan­be­ra­tun­gen in den Fach­aus­schüs­sen gelun­gen, zum Schluss einen geneh­mi­gungs­fä­hi­gen Haus­halts­sa­nie­rungs­plan auf­zu­stel­len und somit auch in den kom­men­den Mona­ten wei­ter­hin hand­lungs­fä­hig blei­ben zu kön­nen.“
Men­den war eine der Städ­te, die  in einer Koope­ra­ti­on mit den Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­den in 2011 ein gemein­sa­mes Spar­pa­ket ent­wi­ckel­ten. Ende 2011 stimm­te der Rat der Stadt dem Spar­pa­ket zu. Bei einem bis 2021 zu rea­li­sie­ren­den Kon­so­li­die­rungs­po­ten­ti­al von rund 11 Mil­lio­nen Euro wer­den dabei auch den Bür­gern har­te Ein­schnit­te abver­langt.
„Mit dem Geneh­mi­gungs­be­scheid zeigt sich, dass der Beschluss, gemein­sam mit den Kom­mu­nal­auf­sichts­be­hör­den ein Spar­kon­zept zu ent­wi­ckeln, der rich­ti­ge Weg gewe­sen ist. Die ver­trau­ens-vol­le und gute Zusam­men­ar­beit zwi­schen Kom­mu­nal­auf­sicht, Poli­tik und Ver­wal­tung  zahlt sich nun aus“, sagt Vol­ker Flei­ge, der kei­ne Zwei­fel dar­an hat, dass Men­den in die­ser Erfolgs­spur blei­ben wird, sich dabei wei­ter­ent­wi­ckelt und nichts von sei­ner Attrak­ti­vi­tät ver­lie­ren wird.  Ein ganz ent­schei­den­der Effekt des ein­ge­schla­ge­nen Kon­so­li­die­rungs­we­ges ist dar­über hin­aus, dass damit die dro­hen­de Über­schul­dung Men­dens abge­wen­det wer­den konn­te.
Der Rat der Stadt Men­den ver­ab­schie­de­te am 06.11.2012 den Haus­halt­plan und Haus­halts­sa­nie­rungs­plan 2013. Der Haus­halt 2013 sieht zunächst noch ein Defi­zit von rd. 4,1 Mil­lio­nen Euro vor. In den Fol­ge­jah­ren sol­len die Fehl­be­trä­ge so abge­baut wer­den, dass ab 2016 der städ­ti­sche Haus­halt wie­der aus­ge­gli­chen ist. Bis zum Jahr 2016 erhält Men­den jähr­lich noch Finanz­hil­fen von rd. 3,3 Mil­lio­nen Euro, wel­che den Kon­so­li­die­rungs­weg unter­stüt­zen. Ab 2017 wer­den die­se Finanz­hil­fen degres­siv abge­baut und ab 2021 schließ­lich end­gül­tig ent­fal­len.
Stadt­käm­me­rer Uwe Sie­mons­mei­er darf in sei­nem gera­de begon­ne­nen zwei­ten Amts­jahr die zwei­te Ge-neh­mi­gungs­ver­fü­gung in Hän­den hal­ten. Er betont aber auch: „Die ers­ten Schrit­te in Rich­tung eines aus-gegli­che­nen Haus­hal­tes  sind gemacht – das beschlos­se­ne Kon­so­li­die­rungs­po­ten­ti­al ist aber noch lan­ge nicht rea­li­siert. Wir dür­fen nicht nach­las­sen und müs­sen an der Umset­zung des Spar­pa­ke­tes kon­se­quent wei­ter­ar­bei­ten und alle Maß­nah­men zügig umset­zen. Dort wo Maß­nah­men nicht oder nur bedingt umge-setzt wer­den kön­nen, muss über Alter­na­ti­ven nach­ge­dacht wer­den“.
Und so beginnt die Käm­me­rei bereits in die­sen Tagen mit den Vor­be­rei­tun­gen zur Haus­halts­plan­auf­s­tel-lung 2014/2015 – einem Dop­pel­haus­halt. Bei den dann im April begin­nen­den Gesprä­chen zur Haus­halts-plan­auf­stel­lung und der Fort­schrei­bung des Haus­halts­sa­nie­rungs­plans, wer­den vom Käm­me­rer Uwe Sie­mons­mei­er und sei­nem Käm­me­rei­lei­ter Micha­el Schmidt  regel­mä­ßig zwei ent­schei­den­de Haus­halts­jah­re genannt wer­den, wenn es um die Fra­ge geht, was mög­lich ist und auf was ver­zich­tet wer­den muss: Das Jahr 2016, in dem der Haus­halt der Stadt Men­den aus­ge­gli­chen sein muss (Ertrag größer/gleich Auf­wand) und 2021, das Jahr, ab dem die Stadt auch ohne Finanz­hil­fen aus dem Stär­kungs­pakt einen aus­ge­gli­che­nen Haus­halt dar­stel­len muss.
Die Ver­wal­tung wird in den kom­men­den Tagen die mehr­sei­ti­ge Geneh­mi­gungs­ver­fü­gung aus­wer­ten und auch den im Rat ver­tre­te­nen Frak­tio­nen zur Kennt­nis geben.