Am Don­ners­tag: “Poli­ti­sche Gedich­te der NS-Zeit – eine ver­dräng­te Lite­ra­tur”

6. November 2013
von Redaktion

Am Don­ners­tag: “Poli­ti­sche Gedich­te der NS-Zeit – eine ver­dräng­te Lite­ra­tur”

Vor­trag von Dr. Wal­ter Weh­ner in der Volks­hoch­schu­le Iser­lohn

Dr. Walter Wehner

Dr. Wal­ter Weh­ner

Iser­lohn.  (Mär­ki­scher Kreis) Was in den Lese­bü­chern der Groß­el­tern oder Ur-Groß­el­tern stand, hat die Zei­ten nicht immer über­stan­den. Was ab 1933 erwünscht war und geför­dert wur­de, fiel viel­fach nach 1945 dem Ver­ges­sen anheim – zumin­dest dann, wenn es die Hit­ler-Dik­ta­tur in Wort und Bild lob­te und unter­stütz­te. Zurecht wer­den die meis­ten sagen, aber mit dem Ver­schwei­gen die­ser Tex­te wird auch die Fra­ge nach ihren Ver­fas­sern und ihren oft begeis­ter­ten Lesern und nach den Tra­di­ti­ons­li­ni­en die­ser Lite­ra­tur ver­drängt.

 

Anhand von Tex­ten bekann­ter und erfolg­rei­cher Schrift­stel­ler wie Agnes Mie­gel, die bis heu­te in den Schul-Lese­bü­chern und Lyrik-Antho­lo­gi­en prä­sent ist, aber auch von Iser­loh­ner Autoren, die mit ihren Gedich­ten nach­drück­lich den Hit­ler-Staat unter­stütz­ten, lie­fert Dr. Wal­ter Weh­ner mit sei­nem Vor­trag unter dem Titel „Poli­ti­sche Gedich­te der NS-Zeit – eine ver­dräng­te Lite­ra­tur” Ein­bli­cke in die Tra­di­ti­on einer völ­ki­schen und natio­na­lis­ti­schen Lite­ra­tur, die weit über die NS-Zeit hin­aus­reicht. An Deutsch­lands Wesen soll­te bereits lan­ge vor 1933 die Welt gene­sen, und die „Stun­de Null” hat die­se Lite­ra­tur und vor allem ihre Reprä­sen­tan­ten nach 1945 nicht ver­schwin­den las­sen.

 

Der Vor­trag (132_20112) fin­det statt am Don­ners­tag, 7. Novem­ber, 18 bis 19.30 Uhr, in der Volks­hoch­schu­le Iser­lohn im Stadt­bahn­hof, Bahn­hofs­platz 2, Raum  224. Anmel­dun­gen sind kurz­fris­tig vor Ort mög­lich. Die Teil­nah­me­ge­bühr beträgt fünf Euro.