39 Per­so­nen nach Kel­ler­brand in Sicher­heit gebracht

13. März 2016
von Redaktion

Men­den  In der Nacht von Sams­tag auf Sonn­tag ist es in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus in der Wun­ne in Men­den, in dem über­wie­gend Flücht­lin­ge unter­ge­bracht sind, zu einem Kel­ler­brand gekom­men. Der Trep­pen­raum war stark ver­raucht, die Feu­er­wehr ret­te­te Erwach­se­ne und Kin­der. Ins­ge­samt muss­ten 39 Per­so­nen ihre Woh­nun­gen ver­las­sen.

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Gegen halb eins alar­mier­te die Kreis­leit­stel­le die Feu­er­wehr Men­den, den Ret­tungs­dienst und die Poli­zei mit einem Groß­auf­ge­bot in die Wun­ne. Nach ers­ten Infor­ma­tio­nen soll­te Rauch aus dem Kel­ler­ge­schoss eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses drin­gen. Kur­ze Zeit spä­ter tra­fen die Kräf­te an der Ein­satz­stel­le ein. Zu die­sem Zeit­punkt war der Trep­pen­raum des 4-geschos­si­gen Wohn­hau­ses bereits mas­siv ver­raucht und aus den Kel­ler­fens­tern auf der Vor­der- und Rück­sei­te quoll eben­falls dich­ter Rauch. Ein Groß­teil der Bewoh­ner hat­te sich gegen­über dem Gebäu­de gesam­melt, es blieb aber zunächst unklar, ob sich noch Per­so­nen in ihren Woh­nun­gen auf­hiel­ten. Inner­halb kür­zes­ter Zeit wur­den meh­re­re Trupps unter Atem­schutz zur Men­schen­ret­tung ein­ge­setzt, sys­te­ma­tisch durch­such­ten sie jede Woh­nung. Auf Grund der nacht­schla­fen­den Zeit hat­ten eini­ge Bewoh­ner von dem Brand noch nichts mit bekom­men. Um eine Ret­tung über den Trep­pen­raum zu ermög­li­chen, setz­ten die Ein­satz­kräf­te einen Hoch­leis­tungs­lüf­ter ein.

So konn­ten die Erwach­se­nen und Kin­der über die­sen in Sicher­heit gebracht wer­den. Zeit­wei­se befan­den sich vier Trupps zur Men­schen­ret­tung und Brand­be­kämp­fung im Ein­satz.

 

Wäh­rend der Maß­nah­men der Feu­er­wehr führ­te der Ret­tungs­dienst eine ers­te Sich­tung der in Sicher­heit gebrach­ten Bewoh­ner durch. Da das betrof­fe­ne Gebäu­de größ­ten­teils von Flücht­lin­gen bewohnt wird, war die Ver­stän­di­gung mit den Ein­satz­kräf­ten nicht ein­fach. Auf Grund die­ser Tat­sa­che und der hohen Anzahl an betrof­fe­nen Men­schen ent­schied sich die Ein­satz­lei­tung dazu, die Alarm­stu­fe vor­sorg­lich auf MANV10 (Mas­sen­an­fall von Ver­letz­ten bis zu 10 Per­so­nen) zu erhö­hen. Dies hat­te zur Fol­ge, das wei­te­res Ret­tungs­dienst­per­so­nal aus den umlie­gen­den Städ­ten Hemer und Iser­lohn sowie aus Schwer­te zur Ein­satz­stel­le beor­dert wur­den. Des Wei­te­ren alar­mier­te die Feu­er­wehr einen Bus der MVG als Unter­brin­gungs­mög­lich­keit, zudem ver­stän­dig­te die Poli­zei zwei Dol­met­scher aus Hagen, wel­che sich eben­falls auf den Weg nach Men­den mach­ten.

 

Kurz­ent­schlos­sen stell­te ein Nach­bar sei­ne Woh­nung zur Ver­fü­gung, damit die teil­wei­se mit kur­zen Hosen, T-Shirt und Schlap­pen beklei­de­ten Betrof­fe­nen nicht in der Käl­te aus­har­ren muss­ten. Hier fand anschlie­ßend auch die wei­te­re Ver­sor­gung statt. Der lei­ten­de Not­arzt aus Iser­lohn nahm zusam­men mit einer Men­de­ner Not­ärz­tin ins­ge­samt 24 Per­so­nen unter ärzt­li­che Begut­ach­tung. Dar­auf­hin muss­ten zwei schwan­ge­re Frau­en in ein Kran­ken­haus nach Iser­lohn und drei wei­te­re Per­so­nen in das Men­de­ner St. Vin­cenz Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wer­den. Bei allen fünf Pati­en­ten bestand der Ver­dacht einer Rauch­gas­ver­gif­tung.

 

Das eigent­li­che Feu­er im Kel­ler­ge­schoss konn­te zügig durch die Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr Men­den gelöscht wer­den. Es brann­ten hier abge­leg­te Klei­dungs­stü­cke und Unrat. Die Brand­ur­sa­che ist noch unge­klärt. Nach Abschluss der Ein­satz­maß­nah­men der Feu­er­wehr und der Kon­trol­le aller Räu­me konn­ten die Bewoh­ner wie­der in ihre Woh­nun­gen zurück­keh­ren.

 

Die Feu­er­wehr und der Ret­tungs­dienst der Stadt Men­den waren mit den Ein­hei­ten der Feu­er- und Ret­tungs­wa­che und des Lösch­zugs Mit­te im Ein­satz. Gegen 3 Uhr am frü­hen Sonn­tag­mor­gen konn­ten die letz­ten ein­ge­setz­ten Kräf­te wie­der ein­rü­cken.