25-jäh­ri­ger Kfz-Mecha­ni­ker­meis­ter in Nord­deutsch­land festgenommen

25. April 2014
von Redaktion

Gemein­sa­me Pres­se­er­klä­rung der Staats­an­walt­schaft Sie­gen und der Kreis­po­li­zei­be­hör­de Olpe

polizei2Olpe. Seit meh­re­ren Mona­ten ermit­teln die Staats­an­walt­schaft Sie­gen und die Kreis­po­li­zei­be­hör­de Olpe gegen einen inzwi­schen 25-jäh­ri­gen, ehe­ma­li­gen Inha­ber einer Kfz-Werk­statt in Lennestadt.
Der gelern­te Kfz-Mecha­ni­ker­meis­ter steht im drin­gen­den Ver­dacht, im Zusam­men­hang mit dem Betrieb sei­ner ehe­ma­li­gen Kfz-Werk­statt zahl­rei­che Betrugs- und Fäl­schungs­de­lik­te zum Nach­teil von Ver­si­che­run­gen, Fäl­schun­gen von Kfz-Prüf­pla­ket­ten, Fäl­schung von Prüf­be­rich­ten und ande­re Urkun­den­fäl­schun­gen began­gen zu haben.

Wie bereits im ver­gan­ge­nen Okto­ber berich­tet, geriet der Tat­ver­däch­ti­ge in den Fokus der Ermitt­lungs­be­hör­den, als gefälsch­te Gut­ach­ten von Kfz-Haupt­un­ter­su­chun­gen auf­tauch­ten, die in der Werk­statt des 25-Jäh­ri­gen aus­ge­führt wur­den. Bei Durch­su­chun­gen sei­ner dama­li­gen Woh­nung und Werk­statt fand die Poli­zei umfang­rei­ches Beweis­ma­te­ri­al. Durch die Sich­tung und Aus­wer­tung der Unter­la­gen sowie mit­tels zahl­rei­cher Ver­neh­mun­gen von Fahr­zeug­hal­tern wur­den wei­te­re Betrugs­de­lik­te aufgedeckt.

Der 25-jäh­ri­ge Kfz-Mecha­ni­ker­meis­ter hat­te nach Bekannt­wer­den des gegen ihn lau­fen­den Straf­ver­fah­rens Insol­venz sei­ner Fir­ma in Len­ne­stadt ange­mel­det und sei­ne Werk­statt dort geschlos­sen. Er konn­te bis­lang nicht zu den Vor­wür­fen ver­nom­men wer­den, da sein Auf­ent­halts­ort zwi­schen­zeit­lich nicht bekannt war.
Umfang­rei­che Recher­chen der Kreis­po­li­zei­be­hör­de Olpe erga­ben, dass sich der Tat­ver­däch­ti­ge eine neue Iden­ti­tät geschaf­fen hat­te und unter fal­schen Per­so­na­li­en in Nord­deutsch­land wohnte.

Auf Grund der erdrü­cken­den Beweis­la­ge und dem Umstand, dass sich der 25-Jäh­ri­ge dem Straf­ver­fah­ren ent­zo­gen hat­te, erwirk­te die Staats­an­walt­schaft Sie­gen den Erlass eines Haft­be­fehls. Dar­auf­hin wur­de er heu­te in Nord­deutsch­land fest­ge­nom­men und dem Amts­ge­richt Aurich zur Ver­kün­di­gung des Haft­be­fehls vorgeführt.

Nach ers­ten Erkennt­nis­sen ist der Tat­ver­däch­ti­ge auch an sei­nem neu­en Wohn­ort wie­der wegen Betrugs straf­recht­lich in Erschei­nung getre­ten. Die Durch­su­chung sei­ner Woh­nung in Nord­deutsch­land führ­te erneut zur Auf­fin­dung von beweis­erheb­li­chen Gegenständen.