3:1 gegen Tabel­len­füh­rer – RCS begeis­tert Heim­pu­bli­kum

6. Oktober 2019
von Redaktion

Allen Grund zur Freu­de hat­ten die Vol­ley­bal­le­rin­nen des RC Sor­pe­see an die­sem Wochen­en­de (Foto: André Geiß­ler)

Sun­dern. Leis­tungs­ex­plo­si­on und ein Abend voll­ge­packt mit vol­len Emo­tio­nen: Die Vol­ley­bal­le­rin­nen des RC Sor­pe­see stell­ten dem Tabel­len­füh­rer aus Han­no­ver an die­sem Wochen­en­de ein Bein und sicher­ten sich wich­ti­ge Punk­te.

Auch ein Sieb­zi­ger strahl­te

Mit einem letz­ten beherz­ten Angriff wuch­tet Kapi­tä­nin Kirs­ten Prach­tel den Ball über die Außen­po­si­ti­on des RC Sor­pe­see ins Feld der über­ra­gend kämp­fen­den Gäs­te aus Alig­se. Beim 26:24 in Satz 4 steht das Schul­zen­trum Kopf. Mit lau­tem Jubel und unter der star­ken Regie von DJ Jan­nik Hoff­mann und Chef­ein­peit­scher Kevin Mat­tig fei­er­ten Fans und Team noch lan­ge nach Abpfiff der ras­si­gen Par­tie drei über­ra­schen­de und hart ver­dien­te Punk­te beim 3:1 gegen den Tabel­len­füh­rer aus Han­no­ver. Ein beson­de­res Strah­len husch­te dabei über das Gesicht von RCS-Urge­stein Hans Schlecht, der vor vol­len Rän­gen und bei bes­ter Stim­mung sei­nen 70. Geburts­tag fei­er­te.

Har­te Nuss

Vor den Jubel aber hat­te der Spiel­plan mit dem bis­her ohne Satz­ver­lust gestar­te­ten Geg­ne­rin­nen des SF Alig­se eine mehr als har­te Nuss gestellt. Das Team um Trai­ner Mat­thi­as Rasch­ke fand schnell in die Par­tie und zeig­te bis Mit­te des Sat­zes eine hohe Qua­li­tät im eige­nen Side­out. Bei­de Teams waren gleich­auf, als RCS-Dia­go­na­le Bon­nie Bas­tert das ers­te Mal an die­sem Abend im Auf­schlag auf den Plan geru­fen war. Einen Dop­pel­wech­sel auf RCS-Sei­te nut­ze der RCS für einen Zwi­schen­spurt und hat­te bis zum 17:11 defi­ni­tiv alle Trümp­fe in die eige­ne Hand gespielt. Alig­se aber zeig­te Klas­se, figh­te­te zurück und zwang den RCS beim 19:18 zu einer erneu­ten Aus­zeit. Kurz gesam­melt und mit neu­em Schwung ging es wie­der vor­an. Ein zwei­ter Zwi­schen­spurt brach­te den RCS auf die Sie­ger­stra­ße und beim 25:22 war der ers­te Satz auf der Haben­sei­te ver­bucht.

Gäs­te domi­nie­ren zwei­ten Satz

Mit dem Sei­ten­wech­sel aber schien es, als hät­te dem RCS jemand den Ste­cker gezo­gen. Aus­zei­ten, gel­be Kar­ten und auch Wech­sel brach­ten kei­ne Wen­de und die Gäs­te des SF Alig­se spiel­ten im zwei­ten Durch­gang über wei­te Stre­cken ihre Qua­li­tät voll aus. Der Vor­sprung wuchs und wuchs und die Zuver­sicht in den Gesich­tern der RCS-Mädels war für den Moment ver­flo­gen. Beim 20:7 schien die Mes­se schon gele­sen aber eini­ge Punk­te spä­ter war der Figh­t­ing Spi­rit des RCS zurück und die Fans hat­ten noch lan­ge nicht genug von Durch­gang zwei. Bis zum 19:24 robb­te sich der RCS unter dem Jubel der Tri­bü­ne her­an. Wenn der Satz­ver­lust auch nicht zu ver­hin­dern war, so war doch klar: der RCS hat­te noch lan­ge nicht auf­ge­steckt und biss sich ins Spiel!

Mit Kampf­geist

Mit hoch­ge­krem­pel­ten Tri­kots ging es in Satz 3 und von nun an war der Kampf­geist der Gast­ge­be­rin­nen das bestim­men­de Ele­ment in einer mit­rei­ßen­den Par­tie. Es wur­de geflucht, gebrüllt, geju­belt und abge­klatscht und vor allem rich­tig gut Vol­ley­ball gespielt; und das auf bei­den Sei­ten. Trotz aller Inten­si­tät und tech­ni­schen Klas­se auf Aligser Sei­te war es den­noch das Heim­team, das den Rücken­wind von der Tri­bü­ne einen Tick bes­ser nut­zen konn­te. Der RCS zog davon und pack­te im Block immer beherz­ter zu. Als dann auch die Auf­schlä­ge noch die von Linus Tepe aus­ge­mach­ten Zie­le tra­fen war Sor­pe­see nicht mehr zu hal­ten und sicher­te sich beim 25:18 die 2:1 Satz­füh­rung und den ers­ten Punkt für die Tabel­le.

Zum Wim­pern­schlag­sieg

Mit dem Sei­ten­wech­sel dann aber ein Déja Vu: erneu­ter Fehl­start für die Gast­ge­be­rin­nen. Die­ses Mal aber kor­ri­gier­te ein stark agie­ren­der RCS das Ergeb­nis schnell und hat­te beim 6:5 die Füh­rung zurück­er­obert. Bis zum 12:9 boten bei­de Teams dem begeis­ter­ten Publi­kum in Sun­dern fan­tas­ti­schen Sport und Alig­se figh­te­te zurück. Die ers­te Füh­rung sicher­te sich die Gäs­te beim 18:17 und den RCS Fans schwan­te nichts Gutes. Nicht aber mit den Mädels vom See an die­sem Tag. Per Dop­pel­wech­sel gin­gen die jun­gen Gast­ge­be­rin­nen auf die Ziel­ge­ra­de und erspiel­ten sich unter dem Jubel ihrer Fans beim 24:22 zwei Match­bäl­le. Alig­se wehr­te rou­ti­niert ab und setz­te mit dem kra­chen­den Block zum 24:24 ein deut­li­ches Aus­ru­fe­zei­chen. Umso bemer­kens­wer­ter, wie der RCS kon­ter­te und die letz­ten zwei Punk­te zum Wim­pern­schlag­sieg ver­buch­te.

Mit ganz Gro­ßen mit­hal­ten

Was folg­te war Bal­sam für die RCS-See­le. Fans und Team genos­sen den Moment und freu­ten sich schlicht über einen mehr als gelun­ge­nen Start in die neue Spiel­zeit. Beson­ders freu­en durf­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen dar­über, dass trotz aller Umstel­lun­gen und Anpas­sun­gen am Spiel die Mädels vom Sor­pe­see an Vol­ley­ball­ta­gen wie Sams­tag schon mit den ganz gro­ßen der Liga mit­hal­ten kön­nen. So zog Trai­ner Juli­an Schal­low dann auch den Hut ins­be­son­de­re vor den bei­den CASO-MVPs der Par­tie Han­na Vie­mann beim SF Alig­se und Kirs­ten Prach­tel auf RCS-Sei­te.

  • Für den RCS aktiv: Bon­nie Bas­tert, Leo­nie Bau­meis­ter, Han­na Flei­scher, Michel­le Hen­kies, Lau­ra Kem­per, Marie Met­ger, Kirs­ten Prach­tel, Katha­ri­na Schal­low, Alex­an­dra Shari­pov, Kim Sprey­er, Mile­na Wün­nen­berg, Vanes­sa Vorn­weg, Scout Anto­nia Bren­scheidt, Phy­sio Anne Schmitz und Tak­tik­fuchs Linus Tepe.