Bebau­ung Ber­li­ner Stra­ße – SPD will bezahl­ba­res Zuhau­se für alle Bevölkerungsschichten

20. April 2021
von Redaktion

Die in der Dis­kus­si­on ste­hen­den neu­en Wohn­ge­bäu­de an der Ber­li­ner Stra­ße (Foto: SPD Sundern)

Sun­dern. Durch den Bau von zwei Fünf­fa­mi­li­en­häu­sern wur­den an der Ber­li­ner Stra­ße vor kur­zer Zeit eine grö­ße­re Bau­lü­cke geschlos­sen – drei wei­te­re Gebäu­de sol­len nun noch folgen.

Wohn­raum für klei­ne und mitt­le­re Einkommensgruppen

Dies ist ein ganz nor­ma­ler städ­te­bau­li­cher Vor­gang, denn auch für klei­ne und mitt­le­re Ein­kom­mens­grup­pen muss Wohn­raum geschaf­fen wer­den. Doch klei­ne Woh­nun­gen für Sin­gles, Paa­re oder Allein­ste­hen­de sind in Sun­dern knapp und des­halb viel zu teu­er. Ver­füg­ba­re Wohn­bau­flä­chen wer­den eben­falls immer rarer und der Preis für Bau­land befin­det sich im Steil­flug. Da es jedoch immer mehr jun­ge und älte­re Men­schen in gemein­sa­me Wohn­ein­hei­ten zieht – hier kön­nen sie schließ­lich eine leben­di­ge und unter­stüt­zen­de Nach­bar­schaft genie­ßen – for­dert die SPD in Sun­dern die Schlie­ßung von Bau­lü­cken in bestehen­den Baugebieten.

Ver­wal­tungs­schel­te der CDU

Für die Bau­lü­cke an der Ber­li­ner Stra­ße gab es jedoch kei­nen Bebau­ungs­plan. „Nach­bar­schaft und CDU hat­ten gehofft, dass die­se Lücke mit grö­ße­ren Ein­fa­mi­li­en­häu­sern auf gro­ßen Grund­stü­cken geschlos­sen wer­den und tref­fen jetzt auf Fak­ten, die sie aktiv hät­ten ver­hin­dern kön­nen,“ kri­ti­siert der stellv. SPD Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de And­re Klammt die von der CDU for­mu­lier­te Ver­wal­tungs­schel­te der letz­ten Tage.
Im Flä­chen­nut­zungs­plan ist die­ses Gebiet als all­ge­mei­nes Wohn­ge­biet gekenn­zeich­net. Aus Sicht der SPD-Frak­ti­on wäre es auf die­ser Basis ein leich­tes gewe­sen einen Antrag auf Erstel­lung eines Bebau­ungs­plans zu stel­len. Die­ses wur­de aber von der Mehr­heits­frak­ti­on und ihrem Direkt­kan­di­da­ten schein­bar versäumt.
Daher ist es jetzt umso erstaun­li­cher, dass jetzt, wo schon Fak­ten geschaf­fen wur­den, der Auf­schrei der CDU-Frak­ti­on so groß ist.
„Ziel der Sozi­al­de­mo­kra­ten ist es,“ so And­re Klammt wei­ter, „dass vie­le wei­te­re Wohn­mög­lich­kei­ten ange­bo­ten wer­den, damit allen Bevöl­ke­rungs­schich­ten ein bezahl­ba­res Zuhau­se ermög­licht wird.“

Antrag auf Bebauungsplan

Um nun die ver­un­si­cher­ten Anwoh­ner an der wei­te­ren Ent­wick­lung zu betei­li­gen und ihre Beden­ken den Inves­to­ren dar­stel­len zu kön­nen bean­tragt die SPD Frak­ti­on, dass ein Bebau­ungs­plan für das Rest­ge­biet Ber­li­ner Straße/​In der Hach­me­cke auf­ge­stellt wird, wel­cher die unter­schied­li­chen Inter­es­sen aller Bür­ge­rin­nen und Bür­ger berück­sich­tigt. Hier­bei sind im Wesent­li­chen zu berück­sich­ti­gen, wie sich der kon­kre­te Bedarf an Woh­nun­gen dar­stellt. Sowie die Mög­lich­keit die Ver­kehrs­strö­me zu len­ken und die Erschlie­ßungs­mög­lich­keit über die Stra­ßen In der Hach­me­cke oder Am Teckels­berg zu untersuchen.
Die SPD-Frak­ti­on bean­tragt dar­über hin­aus, dass der Inves­tor sei­ne wei­te­ren Pla­nun­gen im Aus­schuss vor­stellt und die jewei­li­gen Fach­be­reichs­lei­ter den genau­en Sach­stand erklären.