Land­rat drängt auf schnel­le Entlastung

Gespräch mit hei­mi­schen Bundestagsabgeordneten

Trafen sich im Kreishaus: (von links) Petra Crone, Christel Voßbeck-Kayser, Landrat Thomas Gemke, Dagmar Freitag und Dr. Matthias Heider. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Tra­fen sich im Kreis­haus: (von links) Petra Cro­ne, Chris­tel Voß­beck-Kay­ser, Land­rat Tho­mas Gemke, Dag­mar Frei­tag und Dr. Mat­thi­as Hei­der. Foto: Hen­drik Klein/​Märkischer Kreis

Mär­ki­scher Kreis. (pmk) . Land­rat Tho­mas Gemke und Kreis­di­rek­to­rin Bar­ba­ra Dienstel-Küm­per tra­fen sich im Lüden­schei­der Kreis­haus mit den vier hei­mi­schen Bundestagsabgeordneten.

Das The­ma Kom­mu­nal­fi­nan­zen stand ganz oben auf der Tages­ord­nung eines Gesprächs zwi­schen Land­rat Tho­mas Gemke und Kreis­di­rek­to­rin Bar­ba­ra Dienstel-Küm­per mit den hei­mi­schen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten. Dag­mar Frei­tag und Petra Cro­ne (bei­de SPD) sowie Chris­tel Voß­beck-Kay­ser und Dr. Mat­thi­as Hei­der (bei­de CDU) waren dazu ins Lüden­schei­der Kreis­haus gekommen.

Land­rat Gemke begrüß­te die im Koali­ti­ons­ver­trag der Gro­ßen Koali­ti­on fest­ge­schrie­be­ne finan­zi­el­le Ent­las­tung der Kom­mu­nen, dräng­te aller­dings auf eine schnel­le Umset­zung. Die dort ver­ab­re­de­te fünf Mil­li­ar­den Euro-Ent­las­tung bei den Hil­fen für behin­der­te Men­schen bedeu­tet für den Mär­ki­schen Kreis 25 Mil­lio­nen Euro weni­ger Auf­wen­dun­gen. Dann könn­te auch die Kreis­um­la­ge um die­sen Betrag für die Städ­te und Gemein­den gesenkt werden.

Er rech­ne­te den Abge­ord­ne­ten vor: „Der Kreis braucht jedes Jahr fünf Mil­lio­nen Euro mehr für die Behin­der­ten­hil­fe. Die ange­kün­dig­te Ent­las­tung für den Kreis wäre damit in fünf Jah­ren auf­ge­zehrt.“ Des­halb sprach sich Gemke für eine dyna­mi­sier­te Anhe­bung der Bun­des­mit­tel bei der Ein­glie­de­rungs­hil­fe aus. „Andern­falls bringt es uns nur eine kurz­fris­ti­ge Ent­las­tung.“ Das ent­spre­chen­de Gesetz müs­se zügig auf den Weg gebracht wer­den, damit die Mit­tel nicht erst im Jahr 2017 oder gar 2018 in die Kreis­kas­se flie­ßen.“ Die Sor­gen und Nöte der Kom­mu­nen sind bei den hei­mi­schen Abge­ord­ne­ten bekannt, und sie wol­len sich für eine Bes­se­rung einsetzen.

Wie wich­tig das The­ma für die finan­zi­ell gebeu­tel­ten Kom­mu­nen ist, mach­te der Land­rat an einem ande­ren Bei­spiel deut­lich: „Jeder vier­te Euro der Steu­er­ein­nah­mem der Gemein­den in Nord­rhein-West­fa­len fließt zur­zeit in die Ein­glie­de­rungs­hil­fe.“ Wei­te­res The­ma war der wich­ti­ge Punkt Bil­dungs- und Teil­ha­be­ge­setz.  Einig waren sich Land­rat und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te dar­in, dass der büro­kra­ti­sche Auf­wand bei des­sen Umset­zung mini­miert wer­den muss.