Rechts­me­di­zin­sches Gut­ach­ten bestä­tigt „Rekord“: Iser­loh­ne­rin stürz­te mit 5,18 Promille

Iser­lohn. Im Okto­ber stürz­te auf der Dort­mun­der Stra­ße in Höhe der Bie­ler Stra­ße eine Fahr­rad­fah­re­rin. Die 46-Jäh­ri­ge ver­letz­te sich hier­bei glück­li­cher­wei­se nur leicht. Ande­re Ver­kehrs­teil­neh­mer kamen nicht zu Scha­den. Bei der Unfall­auf­nah­me bemerk­ten die Ret­tungs­kräf­te Alko­hol­ge­ruch. Poli­zei­be­am­te ver­an­lass­ten daher eine Blut­pro­be. Nun liegt das Ergeb­nis des rechts­me­di­zi­ni­schen Gut­ach­tens vor: Es ergab eine Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von 5,18 Pro­mil­le. Einen ver­gleich­ba­ren Wert hat es im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei MK bis­lang nicht gegeben.

Straf­ver­fah­ren ab 1,6 Promille

Auch für Rad­fah­rer gel­ten Alko­hol­gren­zen. Bereits ab 0,3 Pro­mil­le im Zusam­men­spiel mit Aus­fall­erschei­nun­gen (z.B. Schlan­gen­li­ni­en fah­ren, lal­len­des Spre­chen) bit­ten Poli­zei­be­am­te zur Blut­pro­be. Doch auch ohne auf­fäl­li­ges Ver­hal­ten kön­nen ab 1,6 Pro­mil­le Atem­al­ko­hol eine Fahrt zur Wache und ein Straf­ver­fah­ren anstehen.

Was vie­le nicht wis­sen: Auch Rad­fah­rer, die betrun­ken fah­ren, kön­nen ihren Füh­rer­schein ver­lie­ren. Die zustän­di­ge Füh­rer­schein­stel­le wird bei der­ar­ti­gen Ver­stö­ßen durch die Poli­zei infor­miert und lei­tet dann wei­te­re Schrit­te ein.

Im aktu­el­len Fall wird gegen die Iser­loh­ne­rin wegen Gefähr­dung des Stra­ßen­ver­kehrs ermit­telt. Der Gesetz­ge­ber sieht hier­für Geld­stra­fe oder bis zu fünf Jah­re Gefäng­nis vor.