Wer möch­te Schöf­fe oder Jugend­schöf­fe bei Gericht wer­den?

30. Januar 2013
von Redaktion

Iser­lohn. In bestimm­ten Gerichts­ver­fah­ren ent­schei­den über Schuld oder Unschuld von Ange­klag­ten nicht allein Berufs­rich­ter, son­dern auch so genann­te Schöf­fen. In die­sem Jahr fin­det die Wahl der Schöf­fen und Jugend­schöf­fen für die fünf­jäh­ri­ge Amts­zeit 2014 bis 2018 für das Amts­ge­richt in Iser­lohn und das Land­ge­richt in Hagen statt.
Wie bei Schöf­fen­wah­len üblich, ist die Stadt Iser­lohn auf­ge­for­dert, Vor­schlags­lis­ten auf­zu­stel­len. Der Rat der Stadt und der Jugend­hil­fe­aus­schuss ent­schei­den dar­über, wel­che Frau­en und Män­ner auf die Vor­schlags­lis­ten für Schöf­fen und Jugend­schöf­fen gesetzt wer­den. Dabei sind dop­pelt so vie­le Kan­di­da­ten vor­zu­schla­gen, wie als Schöf­fen benö­tigt wer­den.
Die Ent­schei­dung, wer letzt­lich Schöf­fe wird, trifft dann der so genann­te Schöf­fen­wahl­aus­schuss des Amts­ge­richts. Die­ser wird in der zwei­ten Jah­res­hälf­te aus den Vor­schlags­lis­ten 36 Haupt- und Hilfs­ju­gend­schöf­fen sowie 66 Haupt- und Hilfs­schöf­fen (Erwach­se­nen­straf­recht) wäh­len.
Grund­sätz­lich kann jeder in das Ehren­amt eines Schöf­fen beru­fen wer­den, vor­aus­ge­setzt, er besitzt die deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit, ist zum Stich­tag 1. Janu­ar 2014 zwi­schen 25 und 69 Jah­re alt, wohnt in Iser­lohn, ist gesund­heit­lich für das Amt geeig­net und ver­fügt über gute Kennt­nis­se der deut­schen Spra­che. Jugend­schöf­fen sol­len dar­über hin­aus „erzie­he­risch befä­higt und in der Jugend­er­zie­hung erfah­ren” sein.
Schöf­fen soll­ten zudem über sozia­le Kom­pe­tenz ver­fü­gen, also das Han­deln eines Men­schen in sei­nem sozia­len Umfeld beur­tei­len kön­nen. Von ihnen wer­den Lebens­er­fah­rung und Men­schen­kennt­nis erwar­tet. Die ehren­amt­li­chen Rich­ter müs­sen Bewei­se wür­di­gen, das heißt, die Wahr­schein­lich­keit, wie sich ein bestimm­tes Gesche­hen ereig­net hat oder nicht, aus Zeu­gen­aus­sa­gen, Gut­ach­ten oder Urkun­den ablei­ten kön­nen. Schöf­fen sind den Berufs­rich­tern gleich­ge­stellt. Sie haben Fra­ge­recht und sind wie sie unab­hän­gig und nur dem Gesetz unter­wor­fen. Als ehren­amt­li­che Lai­en­rich­ter erhal­ten sie eine Auf­wands­ent­schä­di­gung als Aus­gleich für ent­stan­de­ne Aus­ga­ben oder Ver­dienst­aus­fäl­le.
Wer sich für eine Tätig­keit als Schöf­fe am Straf­ge­richt oder am Jugend­straf­ge­richt inter­es­siert, kann sich ab sofort bis zum 31. März bei der Stadt Iser­lohn mel­den. Ansprech­part­ne­rin für Erwach­se­nen­schöf­fen ist Katha­ri­na Hom­berg beim Bereich Recht, Tele­fon 02371 / 217‑1557, E‑Mail: katharina.homberg@iserlohn.de.  Über die Tätig­keit als Jugend­schöf­fe infor­miert Frank Hil­gen­kamp beim Bereich Jugend­ge­richts­hil­fe, Tele­fon 217‑2186,  E‑Mail: frank.hilgenkamp@iserlohn.de.
Ein Bewer­bungs­for­mu­lar sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind auch auf der Home­page der Stadt Iser­lohn unter www.iserlohn.de (Bür­ger­ser­vice: Stich­wort Schöf­fen­wahl) zu fin­den.