Son­der­ver­kehrs­kon­trol­len Verkehrsdienst

15. Februar 2013
von Redaktion

Iser­lohn, Men­den, Hemer, Bal­ve und Neu­en­ra­de  – Schwer­punkt­ein­satz zur Über­wa­chung der Son­der­ver­keh­re am 14.02.2013 im nörd­li­chen Kreis­ge­biet hier: Kontrollergebnis

Am Don­ners­tag, den 14.02.2013, führ­te der Ver­kehrs­dienst der Poli­zei MK in der Zeit von 08.00 Uhr – 16.00 Uhr einen Ein­satz zur Über­wa­chung von Kraft­fahr­zeu­gen in der gewerb­li­chen Güter­be­för­de­rung durch. Die Kon­trol­len erfolg­ten an meh­re­ren Stel­len in den Stadt­ge­bie­ten von Iser­lohn, Men­den, Hemer, Bal­ve und Neu­en­ra­de in Zusam­men­ar­beit mit wei­te­ren Behör­den. So waren der Zoll, das BAG (Bun­des­amt für den Güter­ver­kehr), das staat­li­che Amt für Arbeits­schutz sowie das Stra­ßen­ver­kehrs­amt Mär­ki­scher Kreis beteiligt.
Im Beson­de­ren wur­de die Ein­hal­tung der gesetz­li­chen Vor­schrif­ten in Bezug auf
den tech­ni­schen Zustand
Lenk- und Ruhezeiten
die Beför­de­rung von gefähr­li­chen Gütern
zuläs­si­ge Höchstgeschwindigkeiten
die Siche­rung von Ladungsteilen
zuläs­si­ge Maße und Gewichte
erfor­der­li­che Transportgenehmigungen
die Fahrerlaubnisverordnung
überprüft.
Bei 60% der kon­trol­lier­ten 173 Beför­de­rungs­ein­hei­ten wur­den Män­gel fest­ge­stellt, wel­che zur Ein­lei­tung von 4 Straf­an­zei­gen und 100 Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren  führ­ten. In einem Fall wur­den von aus­län­di­schen Fah­rern eine Sicher­heits­leis­tung in Form eines hohen Geld­be­trags einbehalten.
Im Detail erga­ben sich die nach­fol­gend auf­ge­führ­ten Tatbestände:
Wegen der Über­schrei­tung von Lenk- und Nicht­ein­hal­tung von Ruhe­zei­ten des Fahr­per­so­nals kam es zu 56 Ordnungswidrigkeitenanzeigen.
Die man­gel­haf­te Siche­rung von Ladungs­tei­len führ­te zur Fer­ti­gung von 19 Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­an­zei­gen gegen die Fahr­zeug­füh­rer und Ver­la­der. In der Fol­ge unter­sag­ten die Beam­ten bis zur Besei­ti­gung der Män­gel die Weiterfahrt.
Tech­ni­sche Män­gel an Last­kraft­wa­gen waren in 12 Fäl­len Gegen­stand der Ein­lei­tung von Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren. Beson­ders schwer­wie­gend waren Män­gel an Len­kung, Brem­sen, Rei­fen und Fahrwerk.
Ein Lkw-Fah­rer trans­por­tier­te gefähr­li­che Güter, die nicht ent­spre­chend dekla­riert und gekenn­zeich­net waren. Hier kam es zu 2 Ordnungswidrigkeitenanzeigen.
Ein Klein-Lkw brach­te 4.560 kg Gesamt­ge­wicht auf die Waa­ge, erlaubt waren 3.500 kg. Es ergab sich eine Über­la­dung von 30 %. Hier wur­de die Wei­ter­fahrt bis zum Umla­den auf ein wei­te­res Fahr­zeug untersagt.
Ins­ge­samt wur­de in drei Fäl­len die Wei­ter­fahrt kom­plett untersagt.
Da zwei Fah­rer nicht die zum Füh­ren ihrer Lkw erfor­der­li­chen Fahr­erlaub­nis­se hat­ten, wur­den gegen sie und die jewei­li­gen Hal­ter ins­ge­samt vier Straf­an­zei­gen vorgelegt.
In Iser­lohn-Grü­ne erga­ben sich in einem Fall Hin­wei­se auf Schwarz­ar­beit. Hier führ­te ein Emp­fän­ger staat­li­cher Trans­fer­leis­tun­gen seit meh­re­ren Wochen einen Lkw, ohne dass dies beim Arbeits- und Sozi­al­amt  ange­zeigt wor­den war. Hier erfolg­te eine Mel­dung an die zustän­di­gen Stel­len zum Zweck wei­te­rer Maßnahmen.
Vor dem Hin­ter­grund der Viel­zahl der fest­ge­stell­ten schwe­ren Män­gel und vor allem der hohen Bean­stan­dungs­quo­te von 60 % sind in Zukunft wei­te­re Kon­troll­ta­ge die­ser Art vor­ge­se­hen. Die Zusam­men­ar­beit mit den ande­ren Behör­den soll fort­ge­setzt und aus­ge­baut werden.