Eltern­geld: Väter­an­teil gestie­gen

Mär­ki­scher Kreis. (pmk). Im Jahr 2012 gin­gen wie­der rund 3600 Anträ­ge auf Eltern­geld beim Mär­ki­schen Kreis ein. Jeder ach­te Antrag wur­de dabei von einem Vater gestellt, der Anteil der Män­ner stieg damit von 9,88 auf 12,6 Pro­zent an. Der Fach­dienst Woh­nungs­we­sen und Eltern­geld zahl­te im ver­gan­ge­nen Jahr ins­ge­samt 17,5 Mil­lio­nen Euro Eltern­geld an 3.142 Müt­ter und 453 Väter aus. Mehr als die Hälf­te der Eltern­geld­emp­fän­ger erhiel­ten ihre Leis­tun­gen auf­grund von Erwerbs­ein­kom­men, dass sie in den zwölf Mona­ten vor der Geburt des Kin­des bzw. vor Beginn der Mut­ter­schutz­frist erziel­ten.
 
Das Eltern­geld beträgt grund­sätz­lich zwi­schen 65 und 67 Pro­zent des durch­schnitt­li­chen Net­to­ein­kom­mens der letz­ten zwölf Mona­te vor der Geburt – maxi­mal 1800 Euro – und wird für zwölf Mona­te gewährt. Es wird für zwei wei­te­re Mona­te gezahlt, wenn sich bei­de Eltern­tei­le die Kin­der­be­treu­ung tei­len und ein Ein­kom­mens­ver­lust ein­tritt. Eltern eines Neu­ge­bo­re­nen, die vor­her kein Ein­kom­men hat­ten, bekom­men 300 Euro im Monat. Allein­er­zie­hen­de, die vor der Geburt erwerbs­tä­tig waren, das allei­ni­ge Sor­ge­recht sowie einen Ein­kom­mens­ver­lust haben, kön­nen das Eltern­geld für 14 Mona­te erhal­ten. Die Aus­übung einer Teil­zeit­tä­tig­keit bis zu 30 Wochen­stun­den ist wäh­rend des Bezu­ges von Eltern­geld bzw. wäh­rend der Eltern­zeit zuläs­sig. Das Ein­kom­men hier­aus wird auf das Eltern­geld ange­rech­net. Jeder Anspruchs­be­rech­tig­te hat die Mög­lich­keit, sich das Eltern­geld als hal­ben Monats­be­trag bei dop­pel­ter Lauf­zeit aus­zah­len zu las­sen.
 
Seit 2011 wird Bezie­hern von Arbeits­lo­sen­geld II, Sozi­al­hil­fe oder des Kin­der­zu­schla­ges das Eltern­geld grund­sätz­lich voll­stän­dig als Ein­kom­men ange­rech­net. Emp­fän­gern die­ser Leis­tun­gen steht das Eltern­geld zwar wei­ter­hin zu, die Sozi­al­leis­tun­gen wer­den jedoch in Höhe die­ses Betra­ges gemin­dert. Nur in den Fäl­len, in denen vor der Geburt ein Ein­kom­men erzielt wur­de, ist ein soge­nann­ter Eltern­geld­frei­be­trag anrech­nungs­frei, der sich nach dem vor der Geburt zu berück­sich­ti­gen­dem Ein­kom­men rich­tet und höchs­tens 300 Euro beträgt.
Infor­ma­tio­nen zum Eltern­geld und zur Eltern­zeit erhal­ten sie im Inter­net unter http://www.maerkischer-kreis.de/buergerinfo/dienstleistungen/jugend/elterngeld.php. oder unter der Ruf­num­mer 02351/966 6848.