150 Schüt­zen spra­chen über die Zukunft des Brauch­tums in der Regi­on

60 Ver­ei­ne spra­chen am Sams­tag in War­stein über die Zukunft des Brauch­tums in der Regi­on (Foto: War­stei­ner)

War­stein. Am Sams­tag kamen in der War­stei­ner Welt 60 Schüt­zen­ver­ei­ne und 150 Ver­eins­ver­tre­ter zur zwei­ten War­stei­ner Schüt­zen­kon­fe­renz zusam­men, um über die Zukunft des Schüt­zen­we­sens zu dis­ku­tie­ren. Die War­stei­ner Braue­rei unter­stützt im nächs­ten Jahr acht Schüt­zen­ver­ei­ne inten­siv bei der Ent­wick­lung eines Zukunfts­kon­zepts. In Work­shops mit der Uni­ver­si­tät Pader­born wer­den die Ver­ei­ne fit für die Zukunft gemacht. Die Ergeb­nis­se wer­den ver­öf­fent­licht und die­nen ande­ren Ver­ei­nen als Bei­spiel. Eine neue Soft­ware ermög­licht zudem eine ein­fa­che Aus­wer­tung der Stu­die nach per­sön­li­chem Inter­es­se.

Digi­ta­ler Wan­del und büro­kra­ti­sche Hür­den

Im Fokus der Dis­kus­si­on stan­den am Sams­tag die The­men Ver­eins­kom­mu­ni­ka­ti­on in Zei­ten des digi­ta­len Wan­dels und büro­kra­ti­sche Hür­den für Schüt­zen­ver­ei­ne. Dazu refe­rier­ten Bert­hold Linn von der Wolff Wer­be­agen­tur und Chris­ti­an Lin­ne­mann, Steu­er­re­fe­rent der War­stei­ner Braue­rei. Hen­drik Hil­le­brand und Ste­fan Lüt­ke­mei­er prä­sen­tier­ten den Schwa­ney­er Schüt­zen­bo­ten als gelun­ge­nes Bei­spiel für eine moder­ne und inter­ak­ti­ve Ver­eins­kom­mu­ni­ka­ti­on. Zudem stell­te Jonas Lei­ne­we­ber von der Uni­ver­si­tät Pader­born die neu­es­ten Ergeb­nis­se des For­schungs­pro­jekts „Tra­di­ti­on im Wan­del“ vor.

Die Erkennt­nis­se der Stu­die wer­den nun genutzt, um mit den Schüt­zen­ver­ei­nen in einer zwei­jäh­ri­gen Pra­xis­pha­se des Pro­jekts, indi­vi­du­el­le Zukunfts­kon­zep­te zu ent­wi­ckeln. Im Nach­gang der Kon­fe­renz wer­den acht Schüt­zen­ver­ei­ne aus­ge­wählt, die Jonas Lei­ne­we­ber im nächs­ten Jahr in einem Work­shop inten­siv bei der Ent­wick­lung ihres Zukunfts­kon­zepts beglei­tet. Aus den Ergeb­nis­sen der Work­shops ent­steht ein „Regis­ter guter Pra­xis­bei­spie­le“. „Die Ver­öf­fent­li­chung kann von den Ver­ei­nen bei Bewer­bun­gen für Prei­se und För­der­töp­fe genutzt wer­den und ande­ren Schüt­zen­ver­ei­nen als Vor­la­ge die­nen. Somit kön­nen alle Schüt­zen von den Work­shops pro­fi­tie­ren“, erklärt Jonas Lei­ne­we­ber von der Uni­ver­si­tät Pader­born.

5.000 Schüt­zen und Nicht-Schüt­zen befragt

Bei der Stu­die „Tra­di­ti­on im Wan­del“ der Uni­ver­si­tät Pader­born wur­den über 5.000 Schüt­zen und Nicht-Schüt­zen befragt. Inter­es­sier­te kön­nen sich über die Ergeb­nis­se der Stu­die mit einem neu ent­wi­ckel­ten Aus­wer­tungs­as­sis­ten­ten infor­mie­ren. Mit dem Pro­gramm kön­nen sie eine indi­vi­du­el­le Ana­ly­se der Umfra­ge durch­füh­ren. Gro­ße Tei­le der Stu­die kön­nen mit der Soft­ware auf ein­fa­che Wei­se gra­fisch und tabel­la­risch aus­ge­wer­tet wer­den.

„Die Schüt­zen­ver­ei­ne leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zum gesell­schaft­li­chen Leben in unse­ren Ort­schaf­ten. Wir freu­en uns dar­auf, gemein­sam mit den Schüt­zen dar­an zu arbei­ten, ihre Attrak­ti­vi­tät zu ver­bes­sern, um so lang­fris­tig das Brauch­tum in unse­rer Hei­mat­re­gi­on zu sichern“, sagt Chris­ti­an Gie­sel­mann, Spre­cher der Geschäfts­füh­rung der War­stei­ner Braue­rei.