Marc Pup­pe ist neu­er Oberst der Sun­derner Schüt­zen­bru­der­schaft St. Huber­tus

3. April 2019
von Redaktion

Der neue geschäfts­füh­ren­de Vor­stand der Sun­derner Huber­tus­schüt­zen mit Marc Pup­pe in der­Mit­te des Bil­des (Foto: Schüt­zen­bru­der­schaft)

Sun­dern. Genera­tio­nen­wech­sel bei den Sun­derner St.-Hubertus-Schützen: Marc Pup­pe ist neu­er Oberst und folgt damit nach zwölf Jah­ren auf Lud­ger Simon. Ihm und dem eben­falls aus­ge­schie­de­nen 2. Bru­der­meis­ter und Haupt­mann Oli­ver Schä­fer mach­ten die Mit­glie­der der Schüt­zen­bru­der­schaft St. Huber­tus Sun­dern ein schö­nes Abschieds­ge­schenk: In einem mit über 350 Teil­neh­mern sehr gut gefüll­ten Thea­ter­saal zeig­ten vie­le Mit­glie­der der Sun­derner Schüt­zen ihr Inter­es­se an den wich­ti­gen Wahl­gän­gen die­ses Jah­res und den vor­ge­tra­ge­nen Berich­ten. Bei der Wahl des 1. Bru­der­meis­ters und Oberst wur­de ohne Gegen­stim­men der von Lud­ger Simon selbst vor­ge­schla­ge­ne Marc Pup­pe von der Ver­samm­lung gewählt. Neu­er Haupt­mann und 2. Bru­der­meis­ter wur­de der eben­falls vom geschäfts­füh­ren­den Vor­stand vor­ge­schla­ge­ne Mari­us Cra­mer, der bereits seit 10 Jah­ren als Adju­tant aktiv ist.

Zwei Kampf­ab­stim­mun­gen

Lud­ger Simon ist als 1. Bru­der­meis­ter aus­ge­schie­den (Foto: Schüt­zen­bru­der­schaft)

Bei durch die­se Wahl not­wen­dig gewor­de­ne Neu­be­set­zung des Adju­tan­ten erklär­ten sich zwei viel­ver­spre­chen­de Kan­di­da­ten für das Amt bereit. In gehei­mer Wahl konn­te sich Jonas Kamp­mann gegen David Erde­lyi durch­set­zen. Auch bei der Neu­wahl des Schrift­füh­rers kam es zu einer Kampf­ab­stim­mung. Hier bewar­ben sich Mar­kus Her­mes und Timo Schä­fer um die­sen wich­ti­gen Pos­ten inner­halb des Vor­stands, am Ende konn­te Mar­kus Her­mes die Ver­samm­lung über­zeu­gen und wur­de zum neu­en Schrift­füh­rer gewählt. Nach sei­nem Geschäfts- und Kas­sen­be­richt erhielt Axel Gro­te sehr viel Applaus nicht nur für die guten Zah­len, die er den Anwe­sen­den berich­ten konn­te. Der ers­te Ren­dant der Bru­der­schaft ließ sich in sei­ner Funk­ti­on wie­der­wäh­len, um die neu­en Bru­der­meis­ter und den neu­en Schrift­füh­rer als „alter Hase” min­des­tens noch ein Jahr zu beglei­ten. In sei­nem Bericht hob er die wei­ter­hin gute Ent­wick­lung der Schüt­zen­bru­der­schaft her­vor, auch wenn die Mit­glie­der­zah­len erst­mals unter die Mar­ke von 1900 gesun­ken ist.

Simon und Schä­fer nun Ehren­bru­der­meis­ter

Die zbV-Vor­stands­mit­glie­der mit dem aus­ge­schie­de­nen Haupt­mann Oli­ver Schä­fer (Foto: Schüt­zen­bru­der­schaft)

Die Ver­samm­lung war geprägt von eini­gen emo­tio­na­len Momen­ten vor allem dann, wenn über die nun abge­lau­fe­nen Amts­zei­ten der bei­den Bru­der­meis­ter die Rede war. Lud­ger Simon hat seit 1993 Ver­ant­wor­tung für die Bru­der­schaft über­nom­men. Nach den ers­ten Jah­ren im erwei­ter­ten Vor­stand war er als Kom­pa­nie­of­fi­zier in der zwei­ten Kom­pa­nie tätig. Zwi­schen die­ser Zeit und sei­ner Wahl zum Oberst vor zwölf Jah­ren lagen Jah­re, in denen er durch sei­ne beruf­li­che Tätig­keit der Bru­der­schaft bei Bau- und Instand­set­zungs­maß­nah­men in der Hal­le mit Rat und Tat zur Sei­te stand. Oli­ver Schä­fer wur­de bereits 1998 zum Haupt­mann gewählt, und er darf zu recht anneh­men dass kei­ner die Huber­tus­hal­le so gut kennt wie er. Aber wie man die bei­den nun zu Bru­der­meis­tern ehren­hal­ber ernann­ten kennt, ver­schwen­den Sie kein Wort auf das, was sie in die­ser lan­gen Zeit geleis­tet haben.

Wolf­gang Tei­pel Ehren­vor­stands­mit­glied

Lud­ger Simon und Oli­ver Schä­fer stell­ten bei Ihren Abschieds­re­den den Zusam­men­halt und die
Unter­stüt­zung des akti­ven Vor­stands in ihrer Amts­zeit in den Vor­der­grund und wünsch­ten ihren Nach­fol­gern für die Zukunft viel Erfolg und baten die Ver­samm­lung, den Neu­en die glei­che Unter­stüt­zung zukom­men zu las­sen. Die her­vor­ra­gen­de und für die Bru­der­schaft immens wich­ti­ge Tätig­keit des aus­ge­schie­de­nen Schrift­füh­rers Wolf­gang Tei­pel fand eben­so Berück­sich­ti­gung in den Reden, auch er wur­de auf Antrag von der Ver­samm­lung in die Rei­hen der Ehren­vor­stands­mit­glie­der auf­ge­nom­men.

Prä­ses warb um Unter­stüt­zung für Kir­che

Zum Zeit­punkt der Wah­len zum erwei­ter­ten Vor­stand hat­te die Ver­samm­lung bereits den Wor­ten von Prä­ses Ste­fan Sie­bert gelauscht, der in sei­ner Anspra­che auch Bezug auf die Neu­wah­len des Abends nahm. „Wech­sel sind Zei­ten des Umbruchs“ führ­te er aus und bat die Mit­glie­der und Akti­ven der Bru­der­schaft um Unter­stüt­zung für die Kir­che, wel­che sich im 21. Jahr­hun­dert in einer Kri­se befän­de. „Aber die­se Kir­che ist und bleibt der Ort, über den man am bes­ten den Weg zu Gott fin­den kann“, zeig­te er sich über­zeugt und sprach die Hoff­nung aus, das Kir­che leben­dig bleibt auch durch die Schüt­zen, damit „wir als Kir­che und Schüt­zen nicht die Letz­ten sind, die das Licht aus­ma­chen müs­sen“. Nach der Anspra­che des Prä­ses wur­de kurz die neu vom Vor­stand ver­fass­te Daten­schutz­ord­nung vor­ge­stellt, und in einem gemein­sa­men Beschluss von Vor­stand und Ver­samm­lung in Kraft gesetzt. Die Daten­schutz­ord­nung regelt den Umgang mit per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten durch die Bru­der­schaft, sie ist auf der Home­page der Sun­derner Schüt­zen zur Ein­sicht dau­er­haft ver­öf­fent­licht.

Wahl­ma­ra­thon

Die­se Ver­samm­lung war ein Wahl­ma­ra­thon für alle Betei­lig­ten, und so wur­den – wie in den letz­ten Jah­ren auch – die Ehrung der Jubi­la­re vor­ge­zo­gen (Namens­nen­nung am Ende des Arti­kels). Aus den Rei­hen der zbV Vor­stands­mit­glie­der stell­ten sich Mat­thi­as Klen­ter und Micha­el Blo­me nicht mehr zur Wie­der­wahl. Bei­den wur­de herz­lich von der Ver­samm­lung und dem Vor­stand für Ihre lang­jäh­ri­ge Arbeit gedankt. Auf Antrag des Vor­stands wur­de Mat­thi­as Klen­ter zum zbV Vor­stands­mit­glied ehren­hal­ber ernannt. Die wich­ti­ge Funk­ti­on des zbV „Maler“ konn­te nach Micha­el Blo­mes Aus­schei­den durch Neu­wahl von Chris­tof Fei­sche wie­der besetzt wer­den. Zur erfolg­rei­chen Wie­der­wahl stell­ten sich in die­sem Jahr: Cars­ten Grü­ne­baum, Chris­ti­an Pöt­ter, Axel Hen­ke, Hel­mut Schnei­der, Jörg Ulrich, Rein­hard Kai­ser und Erich Schwarz. Am Ende der Ver­samm­lung lie­ßen die zbVer ihren schei­den­den Haupt­mann Oli­ver Schä­fer noch ein­mal rich­tig hoch­le­ben, was die­ser sicht­lich genoss. Auch Schieß­meis­ter Georg Erde­lyi, Bericht­erstat­ter Ste­phan Hor­muth und Königs­be­glei­ter Huber­tus „Tüte“ Thü­s­ing stel­len sich erfolg­reich für drei wei­te­re Jah­re zur Wie­der­wahl.

In den erwei­ter­ten Vor­stand der drei Alt­kom­pa­ni­en wur­den gewählt: Mar­kus Schul­te, Marc Alois Hen­ges­bach, Domi­nik Lucas, Jens Hen­ges­bach, Ingo Seve­rin und David Erde­lyi. Die „Ers­te“ konn­te somit den Wech­sel von Marc Pup­pe und Jan Dege­ner (neu­er Kom­pa­nie­of­fi­zier) in neue Auf­ga­ben kom­pen­sie­ren. Bei der zwei­ten Kom­pa­nie wur­den Klaus Peter Wer­ner und Andre­as Fal­ke wie­der­ge­wählt, neu dazu­ge­kom­men sind Mar­kus Höl­ter und David Mül­ler. Frisch in den erwei­ter­ten Vor­stand bei der „Drit­ten” sind Robert Hil­burg, David Schef­fer, Georg Hecking und Johan­nes Hep­pe. Auch die drit­te Kom­pa­nie konn­te den Vor­stand wie­der kom­plet­tie­ren, auch wenn das in die­sem Jahr u. a. durch den Funk­ti­ons­wech­sels von Tobi­as Hirsch­berg-Lux (neu­er Kom­pa­nie­of­fi­zier) noch etwas schwie­ri­ger war als sonst.

Karl-Josef Fei­sche 70 Jah­re Mit­glied

Grup­pen­bild mit den Jubi­la­ren. (Foto: Schüt­zen­bru­der­schaft)

Bei der Ehrung der Jubi­la­re konn­ten Lud­ger Simon und die Offi­zie­re fol­gen­de Schüt­zen­brü­der aus­zeich­nen:

  • für 50 Jah­re Mit­glied­schaft Kurt Beut­ner, Franz-Josef Hep­pe, Man­fred Hes­se, Gün­ter Mar­tin, Her­bert Meiß­ner, Peter Mül­ler, Elmar Sas­se, Lud­wig Schul­te, Horst Sen­der, Wil­li Wig­ling­hoff und Fried­helm Win­ter
  • für 60 Jah­ren Karl-Josef Fei­sche, Peter Stieg­litz, Wil­li Brink­schul­te, Hubert Blo­me, Dr. Fer­do Gol­ler, Her­bert Kamin­ski, Bal­dur Lan­ge und Man­fred Schef­fer
  • für 70 Jah­re Karl-Josef Fei­sche

Die Hut­samm­lung die­ser erst gegen Mit­ter­nacht geschlos­se­nen Ver­samm­lung brach­te 1600 Euro, der Betrag wur­de von den Ren­dan­ten auf 2000 Euro zuguns­ten der Jugend­ar­beit der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Sun­dern auf­ge­stockt.