RC Sor­pe­see – Team­vor­stel­lung Part 2 – Die Glo­be­trot­ter

Mit neu­en Erfah­run­gen zurück in der Hei­mat – Die Glo­be­trot­ter des RC Sor­pe­see

160813_img_9750 160813_img_9847Sun­dern Lang­scheid.  Sor­pe­see (Hoch­sauer­land) Mit 21 Jah­ren gehört Lena Ved­der beim RC Sor­pe­see zu den erfah­re­nen Spie­le­rin­nen. Beson­ders bemer­kens­wert hier­bei ist, dass sie einen Teil ihrer Vol­ley­bal­ler­fah­run­gen im Aus­land, genau­er gesagt beim Aus­lands­stu­di­um in den USA sam­mel­te. In die­sem Punkt ste­hen ihr die noch jün­ge­ren USA Rück­keh­re­rin­nen Kim Sprey­er und Vanes­sa Vorn­weg in nichts nach, haben bei­de doch eben­falls ein gan­zes Jahr in den USA ver­bracht, um dort Land und Leu­te ken­nen zu ler­nen, Eng­lisch zu spre­chen und ganz neben­bei auch die Schu­le in den Staa­ten zu besu­chen. Drei Glo­be­trot­ter also, die zum Glück für die Fans am Sor­pe­see den Weg zurück gefun­den haben in ihre Hei­mat und sich für die kom­men­de Sai­son beim RC Sor­pe­see eine gan­ze Men­ge vor­neh­men.

Für Kim Sprey­er war schon die ver­gan­ge­ne Sai­son eine ganz beson­de­re Beschleu­ni­gungs­tour. Gera­de zurück aus den Staa­ten und ohne eine voll­stän­di­ge Sai­son­vor­be­rei­tung muss­te sie ob der Ver­let­zungs­mi­se­re auf der Mit­tel­block­po­si­ti­on ins kal­te Was­ser der Vol­ley­ball Bun­des­li­ga sprin­gen. Hier schlug sie sich nach Mei­nung vie­ler RCS Anhän­ger ver­blüf­fen gut und sorg­te mit ihrer phy­si­schen Prä­senz für die eine oder ande­re spek­ta­ku­lä­re Netz­ak­ti­on. Dass es spie­le­risch und tech­nisch noch viel zu ver­bes­sern gibt, hat die ehr­gei­zi­ge 18-Jäh­ri­ge selbst erkannt und möch­te sich noch fes­ter in den RCS Kader hin­ein­spie­len. Dabei hilf Kim, wie sie kurz und kna­ckig geru­fen wird, ihr ana­ly­ti­sches Talent und ihre schnel­le Auf­fas­sungs­ga­be. In ihrer Frei­zeit geht sie aber auch ein­mal ger­ne ein paar Schrit­te für sich allein, jen­seits der aus­ge­tre­ten Pfa­de. „Ein Team­play­er bin ich aber trotz­dem!“ betont die erfri­schend ehr­li­che Abitu­ri­en­tin. Für das Team wirft sie auch in der kom­men­den Sai­son ihre Schlag­här­te und ihre beein­dru­cken­den Blo­ck­qua­li­tä­ten auf die Waag­scha­le, mit der Ten­denz in allen Berei­chen noch ein paar Pro­zen­te drauf­zu­sat­teln.

„Auf­fäl­lig“ so das meist­ge­nann­te Adjek­tiv wenn es dar­um geht die Dia­go­nal­spie­le­rin des RC Sor­pe­see auf ein Wort gebracht zu cha­rak­te­ri­sie­ren. Genau die­sen Ein­druck ver­mit­tel­te Lena Ved­der auch in der Sai­son 2015/16, in der sie Liga weit zu einer der Top Score­rin­nen avan­cier­te. Wer die ange­hen­de Che­mie­in­ge­nieu­rin aber auf ihr Äuße­res, ihr fre­ches Mund­werk und ihre erfri­schend direk­te Art redu­ziert, tut der 21-Jäh­ri­gen Unrecht. Hin­ter der manch­mal gerun­zel­ten Stirn steckt ein blitz­ge­schei­ter Kopf, der ihr hilft, ihr Spiel immer bes­ser selbst zu ver­ste­hen und für die Zukunft anzu­pa­cken. Mit ihrer Effi­zi­enz im Angriff war die unter Heinz Hem­mes­dor­fer beim TV Neheim aus­ge­bil­de­te Haupt­an­grei­fe­rin in der ver­gan­ge­nen Spiel­zeit nicht zufrie­den. „Da packen wir mal deut­lich drauf!“ die ker­ni­ge Ansa­ge für die kom­men­de Spiel­zeit. An einem aber möch­te die sym­pa­thi­sche Berg­hei­me­rin nicht rüt­teln: emo­tio­na­les Spiel. „Das ist wie es ist!“ ihr kur­zer Kom­men­tar zu die­sem The­ma.

Emo­tio­nen ste­hen auch bei der drit­ten im Bun­de Vanes­sa Vorn­weg ganz oben auf der Tages­ord­nung. Kaum eine Trai­nings­ein­heit ver­geht in der die Senk­recht­star­te­rin vom Jahr­gang 1999 nicht him­mel­hoch jauch­zend oder zu Tode betrübt das Trai­ning star­tet, beschrei­tet oder ver­lässt. „Viel Herz­blut, sehr viel Tem­pe­ra­ment und unfass­bar viel Ehr­geiz!“ bringt es Phy­sio Anne Schmitz auf den Punkt. Bes­te Vor­aus­set­zun­gen um in kur­zer Zeit gro­ße Sprün­ge zu machen, gewal­ti­ges Poten­ti­al aber auch, um an der einen oder ande­ren Stel­le ein Streit­ge­spräch mit dem Trai­ner­team zu füh­ren. Nach den Ver­let­zun­gen der Vor­se­rie ste­hen die Zei­chen also auf vol­ler Atta­cke bei der pfeil­schnel­len Mit­tel­blo­cke­rin und das ist auch gut so. Lan­gen Still­stand pla­nen die Ver­ant­wort­li­chen beim RCS eh nicht, der käme bei „Wan­ni“ wie sie geru­fen wird eh nicht in die Tüte.

Drei jung­dy­na­mi­sche Voll­blut­vol­ley­bal­le­rin­nen, die da für den RC Sor­pe­see auf Ball- und Punk­te­jagd gehen. Freu­en dür­fen sich alle schon jetzt auf eine extra Por­ti­on Emo­tio­nen und eine Men­ge fri­schen Wind mit einem Schuss Ame­ri­can Figh­t­ing Spi­rit.