Web­sei­te über Pro­jek­te und Pla­nung – Arns­berg infor­miert über 50 Jah­re „Tag der Städtebauförderung“

7. Mai 2021
von Redaktion

 

 Ab mor­gi­gem Sams­tag spe­zi­el­le Web­site über Pro­jek­te und Planung

 

Arns­berg. Die Städ­te­bau­för­de­rung ist eine gemein­schaft­li­che Auf­ga­be von Bund und Kom­mu­nen sowie eine zen­tra­le Säu­le der Stadt­ent­wick­lungs­po­li­tik des Bun­des. Schon seit dem Jahr 1971 wer­den in den Kom­mu­nen ver­schie­de­ne Pro­jek­te mit den Mit­teln der Städ­te­bau­för­de­rung unter­stützt. Immer wie­der hat auch die Stadt Arns­berg davon pro­fi­tie­ren kön­nen, ganz aktu­ell ist der Umbau alter Lager­hal­len aus der Stück­gut­ab­fer­ti­gung der Deut­schen Bahn am Bahn­hof Neheim-Hüs­ten als weg­wei­sen­des Pro­jekt mit Unter­stüt­zung zu nen­nen. Das Enga­ge­ment der Städ­te­bau­för­de­rung jährt sich in die­sem Jahr zum 50. Mal: Am kom­men­den Sams­tag, 8. Mai, steht der „Tag der Städ­te­bau­för­de­rung“ unter dem Mot­to „Städ­te­bau­för­de­rung vor Ort – ganz­heit­lich, nach­hal­tig und kooperativ“.

Zeit­rei­se durchs Arns­ber­ger Rathaus

Die Stadt Arns­berg ist zum run­den Geburts­tag der Städ­te­bau­för­de­rung mit einem eige­nen Ange­bot dabei. Unter dem Titel „Das Arns­ber­ger Rat­haus im Wan­del der Zeit“ gibt es auf einer spe­zi­el­len Web­site, die zum Geburts­tag am Sams­tag erst frei geschal­tet wird, eine Zeit­rei­se zu erle­ben. Dazu hat Arns­berg sei­nen Bei­trag bei der Städ­te­bau­för­de­rung ange­mel­det. Im Mit­tel­punkt der span­nen­den his­to­ri­schen Betrach­tung steht das Arns­ber­ger Rat­haus und die Vor­be­rei­tung des wohl größ­ten Umzugs der Stadt­ver­wal­tung. Vor der Sanie­rung des Ver­wal­tungs­sit­zes an der Ruhr müs­sen alle Büros geräumt sein, schon jetzt sind Tei­le der Ver­wal­tung in ande­re Gebäu­de Stadt Arns­berg umgezogen.

 

Die Arns­ber­ger Stadt­tei­le Neheim und Hüs­ten ver­bin­det zudem eine lan­ge Geschich­te, Graf Gott­fried IV ver­lieh Neheim 1358 und Hüs­ten 1360 die Stadt­rech­te. Im Jahr 1941 wur­den bei­de zur Stadt Neheim-Hüs­ten zusam­men­ge­legt und mit der kom­mu­na­len Neu­glie­de­rung sowie mit Arns­berg selbst zur „Stadt Arns­berg“. Genau in der Mit­te zwi­schen Neheim und Hüs­ten soll­te einst das heu­ti­ge Rat­haus in sei­ner ursprüng­li­chen archi­tek­to­ni­schen Kon­zep­ti­on den Wan­del zur Stadt Neheim-Hüs­ten auf­grei­fen und bau­lich dar­stel­len. Inzwi­schen ist das Rat­haus der Stadt Arns­berg in die Jah­re gekom­men, eine umfang­rei­che Sanie­rung mit Teil-Neu­bau will den Ansprü­chen an Nach­hal­tig­keit, Ener­gie­ein­spa­rung und Bürger*innen-Nähe gerecht werden.

Aktu­el­les 3D-Ren­de­ring vom Rat­haus nach Sanierung/​Neubau des Archi­tek­tur­bü­ros. (Foto: vr-archi­tek­ten­/­ren­der­ta­xi)

 

Ab dem kom­men­den Sams­tag gibt es auch auf der Home­page der Stadt Arns­berg unter www​.arns​berg​.de/​r​a​t​h​a​u​s​s​a​n​i​e​r​ung Span­nen­des zu sehen und zu hören. Die Stadt Arns­berg infor­miert über die Geschich­te des heu­ti­gen Rat­hau­ses in den ein­zel­nen Jahr­zehn­ten. In Tex­ten aus Gedank­ten und Zita­ten wer­den die Über­le­gun­gen rund um den Bau des Hau­ses an die­sem Stand­ort in der Stadt leben­dig und hau­chen dem Gebäu­de Leben ein. Ein­gän­gig erklärt wer­den z.B. die sym­bol­haf­ten Ele­men­te des Rat­hau­ses – von der Tür aus Rema­nit­stahl mit bron­ze­nen Tür­grif­fen, die noch den alten Kreis­ver­kehr „Trau­ring“ dar­stel­len – bis zum Beton-Kunst­werk im Rats­saal. Dazu gibt es vie­le sel­ten gezeig­te Abbil­dun­gen, die mit der Ein­wei­hung des damals neu­en Rat­hau­ses 1968 ent­stan­den sind.

 

Blick nach vorn

Zum 50. Jubi­lä­um des „Tags der Städ­te­bau­för­de­rung“ blickt die Stadt Arns­berg natür­lich nach vorn: Die ab Herbst 2021 geplan­te Rat­haus­sa­nie­rung mit Teilum­bau zu einem Bür­ger­zen­trum nimmt einen wich­ti­gen Raum ein. För­der­mit­tel aus der Städ­te­bau­för­de­rung haben dazu bereits ihre Wir­kung gezeigt: Aus den alten Lager­hal­len am Bahn­hof Neheim-Hüs­ten ist das neue Archiv der Stadt­ver­wal­tung gewor­den. Am ehe­ma­li­gen Güter­bahn­hof haben die Arbei­ten sicht­bar Gestalt ange­kom­men, nur noch weni­ge Rest­ar­bei­ten sind erfor­der­lich. Fast par­al­lel zum Aus­zug der letz­ten Mitarbeiter*innen aus dem Rat­haus im Okto­ber wird zum 15. Okto­ber 2021 mit der Inbe­trieb­nah­me des neu­en Archi­ves in alten Mau­ern geplant.

Abbil­dung der neu­en Archiv-Räu­me in der ehe­ma­li­gen Stück­gut­ab­fer­ti­gung. (Foto: Stadt Arnsberg)

Das Mate­ri­al Holz spielt dabei eine beson­de­re Rol­le, dar­aus sind die Archiv­bo­xen gebaut, die teil­wei­se als Zwi­schen- und teil­wei­se als End­sta­ti­on einen gro­ßen Teil des Gedächt­nis­ses der Stadt­ver­wal­tung beher­ber­gen sol­len. Eine spe­zi­el­le Däm­mung in Ver­bin­dung mit gro­ßen Kli­ma- und Lüf­tungs­ge­rä­ten hilft, alte Unter­la­gen aus den Kel­ler­räu­men des jet­zi­gen Rat­hau­ses mög­lichst unbe­scha­det auf­be­wah­ren zu kön­nen. Und in direk­ter Nach­bar­schaft bekommt auch die „Arns­ber­ger Tafel“ neue Räu­me für ihre sozia­le Arbeit in der Stadt.

 

Der 50. Tag der Städ­te­bau­för­de­rung kann wegen der Coro­na-Pan­de­mie nicht so wie einst geplant durch­ge­führt wer­den. Statt per­sön­li­cher Begeg­nung vor Ort, gibt vie­le digi­ta­le Ange­bo­te, die die Pro­jek­te der Städ­te­bau­för­de­rung kon­kret vor­stel­len. Eine Über­sicht über alle gemel­de­ten Pro­jek­te, an denen sich die Stadt Arns­berg wie beschrie­ben ein­bringt, ist im Inter­net unter www​.tag​-der​-sta​ed​te​bau​fo​er​de​rung​.de/​p​r​o​g​r​amm zu fin­den. Auf einer Inter­ak­ti­ven Kar­te stel­len die Kom­mu­nen ihr Pro­gramm vor.