Sun­derns Stadt­mar­ke­ting ist wie­der hand­lungs­fä­hig: Käm­me­rin weist Mit­tel an

18. April 2020
von Redaktion

Sun­dern. Nach einem erneut sehr zähen Rin­gen um die städ­ti­schen Zuschüs­se für das lau­fen­de Jahr, gibt es nun eine fina­le Lösung, die Stadt­mar­ke­ting-Vor­stand Tim Hoff­mann noch vor dem Wochen­en­de mit der Käm­me­rin Ursu­la Schnel­le erzie­len konnte.

Nach­dem die poli­ti­schen Par­tei­en den Bür­ger­meis­ter zuletzt in der Ältes­ten­rats­sit­zung am 7. April auf­ge­for­dert hat­ten, die Zah­lun­gen zu ver­an­las­sen, war bis zum Frei­tag nichts pas­siert. Die Vor­stän­de Tim Hoff­mann und Sieg­fried Huff hat­ten Bro­del auch schrift­lich um die Zah­lun­gen und eine Stel­lung­nah­me gebe­ten. Die Zah­lun­gen waren ohne­hin bereits im Febru­ar durch den Rat frei­ge­ge­ben wor­den. Von Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del feh­le aktu­ell noch immer eine Stel­lung­nah­me zur Sach­la­ge, die sich nun aber erüb­rigt habe, so der SMS-Vorstand.

Durch kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit mit Stadt­käm­me­rin Weg gefunden

Daher habe Stadt­mar­ke­ting-Vor­stand Hoff­mann mit Käm­me­rin Schnel­le in inten­si­vem Aus­tausch eine Mög­lich­keit gefun­den, die den Fort­be­stand der Stadt­mar­ke­ting Sun­dern eG sicher­stellt. „Es ist nun schon ein erheb­li­cher Teil­be­trag auf dem Weg auf das Kon­to der Genos­sen­schaft, sodass wir wie­der Pla­nungs­si­cher­heit gewon­nen haben und die Mit­ar­bei­te­rin­nen nicht mehr um ihr Jobs ban­gen müs­sen“, zeigt sich Tim Hoff­mann erleich­tert über die kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit mit der Käm­me­rei der Stadt Sundern.

Ent­täu­schen­de Gra­ben­kämp­fe mit dem Bürgermeister

„Ent­täu­schend ist aber, dass es immer wie­der über­haupt zu sol­chen Gra­ben­kämp­fen kom­men muss, die Bür­ger­meis­ter Bro­del in sei­ner Funk­ti­on als Ver­wal­tungs­chef erneut hät­te ver­mei­den kön­nen“, ergänzt Sieg­fried Huff. So sei es nun bereits das drit­te Jahr in Fol­ge, in dem es sol­che Que­re­len um die Aus­zah­lung der Leis­tun­gen gibt. „Das Geld bekom­men wir ja für Leis­tun­gen, die wir im Auf­trag der Stadt erbrin­gen. Da ver­steht es sich von selbst, dass die­se auch bezahlt wer­den müs­sen. Außer­dem pochen wir schon seit min­des­tens zwei Jah­ren auf eine Lösung, die die Pro­ble­ma­tik des Ver­ga­be­rechts end­gül­tig aus­klam­mert – lei­der geht es hier immer noch nicht so rich­tig wei­ter“, so Hoffmann.

Schwie­rig­kei­ten gaben Aus­schlag für den Weg­gang der  Geschäftsleiterin 

Dass die­se Schwie­rig­kei­ten auch zum Weg­gang der Geschäfts­lei­te­rin Julia Koger geführt hät­ten, habe sie selbst bereits in ihrer Erklä­rung mit­ge­teilt. Die Unge­wiss­heit über den Fort­be­stand und das stän­di­ge Rin­gen um drin­gend benö­tig­te Mit­tel hät­ten dann den Aus­schlag für einen Wech­sel in ande­re Berei­che des Tou­ris­mus­mar­ke­tings gege­ben. Ein Schritt, der sicher hät­te ver­mie­den wer­den kön­nen, so Hoff­mann und Huff. „Der Bür­ger­meis­ter hät­te sich aus Sicht des Vor­stan­des schon aus eige­nem Inter­es­se dar­um küm­mern müs­sen, dass es zur Aus­zah­lung kommt, da dies offen­bar nicht pas­siert ist, muss­te man nun selbst handeln“.

Stadt­mar­ke­ting über­nimmt die Tou­ris­mus­dienst­leis­tun­gen von über 200 Genossen

Die Stadt­mar­ke­ting Sun­dern eG besteht aus über 200 Genos­sen, die in den Schwer­punk­ten Gas­tro­no­mie, Tou­ris­mus und Ein­zel­han­del zu Hau­se sind. Seit Ende der 90er-Jah­re über­nimmt die­se Genos­sen­schaft die Tou­ris­mus­dienst­leis­tun­gen im Auf­trag für die Stadt Sun­dern, rich­tet neben Stadt­fest und Auto­früh­ling auch z.B. den Däm­mer­schop­pen aus. Dar­über hin­aus fun­giert das Büro am Rat­haus­platz als ers­te Anlauf­stel­le für Men­schen, die unse­re Stadt erle­ben und erkun­den möch­ten. Im Tou­rist Info Point gibt es neben aktu­el­len Wan­der- und Rad­kar­ten auch jede Men­ge Infor­ma­tio­nen für Tages- und Übernachtungsgäste.

„Wir sind sehr glück­lich dar­über, dass der Schul­ter­schluss mit der Käm­me­rin gelun­gen ist, was zuvor beim Bür­ger­meis­ter Lee­re lief und bli­cken nun in die Zukunft, in der wir dem Ein­zel­han­del und dem Tou­ris­mus­ge­wer­be in die­ser schwie­ri­gen Zeit zur Sei­te ste­hen möch­ten“, kon­sta­tiert der Vor­stand abschließend.