Schul­lei­ter und die Unter­neh­mer­initia­ti­ve ein­sU for­dern die kon­se­quen­te Digi­ta­li­sie­rung der Schulen

4. Februar 2021
von Redaktion

Digi­ta­li­sie­rungs-Offen­si­ve für Sun­derns Schu­len – Enger Dia­log zwi­schen den Schu­len, Unter­neh­men und der Stadt Sundern

Sun­dern. In Unter­neh­men und Pri­vat­haus­hal­ten ist die Nut­zung von Inter­net, WLAN und digi­ta­len End­ge­rä­ten selbst­ver­ständ­lich. Lei­der ist die­se Ent­wick­lung in unse­ren Schu­len bis­lang nicht in der erfor­der­li­chen Brei­te und Tie­fe ange­kom­men. Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich ist Deutsch­land bei der Digi­ta­li­sie­rung der Schu­len weit  abge­schla­gen. Auch in unse­rer Hei­mat­stadt Sun­dern sehen wir in die­sem Bereich trotz eini­ger posi­ti­ver Ent­wick­lun­gen immer noch erheb­li­chen Hand­lungs­be­darf, lau­tet eine Erklä­rung aller Schu­len und der Unter­neh­mer­initia­ti­ve ein­sU in Sundern.

Für die Stadt­ver­wal­tung: Klaus-Rai­ner Wil­le­ke Mar­tin Hustadt Für die Schu­len: Grund­schu­le Allen­dorf: Katha­ri­na Sprin­gob Grund­schu­le Sto­ckum: Mari­on Will Grund­schu­le Hach­en: Anja Schul­te-Hil­burg Johan­nes­schu­le Sun­dern: Jut­ta Goe­rs Mari­en­schu­le Sun­dern u. Helle­feld: Andrea Brick­we­de Freie Schu­le am See Lang­scheid: Wil­fried Wun­der­lich Haupt­schu­le: Klaus Nachtw­ey Real­schu­le: Rena­te Hack­mann Gym­na­si­um: Dr. Chris­ti­an Wahle Für ein­sU: Oli­ver Bren­scheidt Dr. Thors­ten Mie­der­hoff Dr. Bar­ba­ra Vielhaber

Die Sun­derner Grund- und wei­ter­füh­ren­den Schu­len über­ga­ben am Diens­tag, zusam­men mit der Unter­neh­mer­initia­ti­ve ein­sU einen gemein­sa­men Auf­ruf an Bür­ger­meis­ter Klaus-Rai­ner Wil­le­ke und Mar­tin Hustadt, Fach­be­reichs­lei­ter Bil­dung, Jugend und Fami­lie.  Dar­in for­dern sie die Stadt als Trä­ger der Sun­derner Schu­len drin­gend auf, kon­se­quent und zügig die Digi­ta­li­sie­rung der Bil­dungs­ein­rich­tun­gen wei­ter voranzutreiben.

„Ohne Zwei­fel haben wir in den ver­gan­ge­nen Mona­ten z.B. über die Anschaf­fung digi­ta­ler End­ge­rä­te deut­li­che Fort­schrit­te gese­hen. Aber es bleibt ein ganz erheb­li­cher Hand­lungs­be­darf, damit für alle Schü­ler und Schü­le­rin­nen gleich gute Bedin­gun­gen her­ge­stellt wer­den,“ erklärt Mar­tin Bart­hel, Schul­lei­ter des Städ­ti­schen Gym­na­si­ums Sun­dern, stell­ver­tre­tend für die Leh­rer­kol­le­gi­en und Schulleiter*innen. „Gemein­sam sind wir der Über­zeu­gung, dass die Digi­ta­li­sie­rung aller Schu­len im Stadt­ge­biet wei­ter kon­se­quent umge­setzt wer­den muss.“

Ein­sU und Schu­len in enger Zusammenarbeit

In die­ser For­de­rung kommt es zum Schul­ter­schluss mit der Unter­neh­mens­in­itia­ti­ve einsU.
„Seit vie­len Jah­ren arbei­ten wir als ein­sU eng mit den Sun­derner Schu­len zusam­men, um den Über­gang in Aus­bil­dung zu erleich­tern und den jun­gen Men­schen die beruf­li­chen Poten­tia­le in Sun­dern auf­zu­zei­gen,“ erläu­tert dazu Dr. Thors­ten Mie­der­hoff, Geschäfts­füh­rer der Franz Mie­der­hoff oHG. „Damit die Jugend­li­chen gute Start­chan­cen bekom­men, müs­sen die Schu­len auf dem neu­es­ten Stand der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik sein. Das ist am Ende auch ein ent­schei­den­der Stand­ort­fak­tor. In Zei­ten von Hybrid- oder Distanz­un­ter­richt wird das noch­mal mehr als deutlich.“

Vier not­wen­di­ge Berei­che der Digi­ta­li­sie­rung von Schulen

Kon­kret zählt der Auf­ruf vier Berei­che auf, in denen kon­se­quen­te und abge­stimm­te Akti­vi­tä­ten not­wen­dig sind:
– siche­res und zuver­läs­sig gewar­te­tes Breit­band-WLAN für alle Schulen
– ver­läss­li­che End­ge­rä­te für Ler­nen­de und Lehrende
– pass­ge­naue Schu­lun­gen der Lehrkräfte
– die Finan­zie­rung vir­tu­el­ler Lern­um­ge­bun­gen und Programmlizenzen

Schulleiter*innen und Unternehmer*innen tei­len auch die Über­zeu­gung, dass die Anfor­de­run­gen von Digi­ta­li­sie­rung dann erst rich­tig anfan­gen, wenn die tech­ni­sche Aus­stat­tung vor­han­den ist. Es geht um eine päd­ago­gisch gut durch­dach­te Ver­bin­dung von digi­ta­lem und ana­lo­gem Unter­richt, um die Erzie­hung zu ver­ant­wort­li­cher und bewuss­ter Nut­zung digi­ta­ler Medi­en und um all­tags­prak­ti­sches Anwen­dungs­ler­nen. „Auch die Unter­neh­men“, betont Thorsten
Mie­der­hoff, „befin­den sich wie die Schu­len in einem gigan­ti­schen und äußerst vielfältigen
Lern­pro­zess in Sachen Digitalisierung.“

Inno­va­ti­ve Koope­ra­ti­on von Schu­len und einsU

Des­halb haben Schu­len und Unter­neh­men ver­ab­re­det, eine inno­va­ti­ve Koope­ra­ti­on ein­zu­ge­hen und mit­ein­an­der Fel­der mög­li­cher Zusam­men­ar­beit zu erschlie­ßen. Gemein­sam wol­len sie die sinn­vol­len Ent­wick­lungs­chan­cen von Digi­ta­li­sie­rung in den Blick neh­men, Fort­bil­dung, Vor­trä­ge und Input orga­ni­sie­ren und schu­li­sches Ler­nen mit kon­kre­ten Anwen­dungs­fra­gen­ver­bin­den. Die­se Zusam­men­ar­beit geht ganz bewusst über die aktu­el­le Situa­ti­on hin­aus, damit nach dem Ende des Distanz­un­ter­richts die Anfor­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung nicht wie­der aus der Auf­merk­sam­keit ver­schwin­den. Mar­tin Bart­hel: „Viel mehr kommt es dar­auf an, die Erfah­run­gen aus dem Lock­down in den Schu­len, den Unter­neh­men und im gesell­schaft­li­chen Leben ins­ge­samt mit­zu­neh­men und wei­te­re Ent­wick­lun­gen aktiv anzustoßen.“

Stadt­ver­wal­tung will sich inten­siv einbringen

Bür­ger­meis­ter Klaus-Rai­ner Wil­le­ke begrüßt die­se inno­va­ti­ve Koope­ra­ti­on aus­drück­lich: „Die För­de­rung der jun­gen Men­schen der Stadt liegt uns genau­so wie den Schu­len und Unter­neh­men vor Ort sehr am Her­zen. Daher ist es genau rich­tig, im engen Dia­log zu arbei­ten, Din­ge gemein­sam zu durch­den­ken und anzu­sto­ßen. Es ist für uns ganz klar, dass sich der Fach­be­reich Bil­dung der Stadt­ver­wal­tung in die­ser Zusam­men­ar­beit inten­siv mit ein­brin­gen wird. Gemein­sam kön­nen wir damit für den Stand­ort Sun­dern posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen ansto­ßen. Die For­de­run­gen an uns als Schul­trä­ger neh­men wir sehr ernst. Wir wer­den mit Nach­druck dar­an arbei­ten, aus den diver­sen För­der­pro­gram­men die Finan­zie­run­gen zu sichern und die Umset­zung in den Schu­len voranzutreiben.“

(Quel­le: einsU/​ c.o. Dr. Bar­ba­ra Vielhaber)