Reak­ti­on in 90 Sekun­den – Kli­ni­kum Hoch­sauer­land stellt Not­ärz­te für zwei Ret­tungs­wa­chen in Arnsberg

Hochsauerlandkreis/​Arnsberg. Seit Anfang des Jah­res 2021 stellt das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land in der Stadt Arns­berg die Not­ärz­te für zwei städ­tisch betrie­be­ne Ret­tungs­wa­chen. Die Stadt und der Hoch­sauer­land­kreis hat­ten im letz­ten Jahr die Bereit­stel­lung des not­ärzt­li­chen Per­so­nals in den Stadt­tei­len Neheim und Arns­berg neu aus­ge­schrie­ben. Das Kli­ni­kum hat den Zuschlag erhal­ten. Die Ein­satz­fahr­zeu­ge (Not­arzt­ein­satz­fahr­zeug (NEF), Ret­tungs­wa­gen (RTW)) und die Ret­tungs­sa­ni­tä­ter ste­hen wei­ter­hin im Dienst der Behörden.

Foto: Kli­ni­kum Hochsauerlandkreis

Ver­bes­se­rung der medi­zi­ni­schen Notfallversorgung

So soll für Pati­en­ten die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung im Not­fall ver­bes­sert wer­den. Denn die spe­zi­ell geschul­ten Not­ärz­te des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land sind mit den not­fall­ver­sor­gen­den Ein­rich­tun­gen, vor allem aber auch den the­ra­peu­ti­schen Mög­lich­kei­ten der Kli­ni­ken der Regi­on bes­tens ver­traut. Auch eine Wei­ter­ver­sor­gung der Not­fall­pa­ti­en­ten durch den ein­lie­fern­den Not­arzt, von der zen­tra­len Not­auf­nah­me bis zur Ver­le­gung auf Sta­ti­on, wird so im Kli­ni­kum Hoch­sauer­land mög­lich. Im Ide­al­fall kann der Pati­ent von der Erst­ver­sor­gung bis zur Ent­las­sung aus dem Kran­ken­haus von „sei­nem“ Not­arzt betreut wer­den. Mög­li­che Infor­ma­ti­ons­ver­lus­te bei der Über­ga­be wer­den so best­mög­lich ausgeschlossen.

 

Not­arzt­dienst rund um die Uhr

Das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land gewähr­leis­tet an 365 Tagen rund um die Uhr die Sicher­stel­lung des qua­li­fi­zier­ten Not­arzt­diens­tes. Dafür wird der bis­he­ri­ge Stand­ort des Not­arzt­ein­satz­fahr­zeugs (NEF) am Mari­en­hos­pi­tal nach erprob­tem Mus­ter wei­ter geführt. In Neheim wur­de der Stand­ort des NEF an das St. Johan­nes Hos­pi­tal ver­legt. So ist der Not­arzt auch hier inner­halb von 90 Sekun­den ein­satz- und abfahr­be­reit. Die Beset­zung der Diens­te wird grund­sätz­lich durch ange­stell­te Ärz­te des Kli­ni­kums erfol­gen, die über die Fach­kun­de Ret­tungs­dienst oder die Zusatz­wei­terbil­dung Not­fall­me­di­zin ver­fü­gen. In Teil­be­rei­chen, bei­spiels­wei­se nachts und an Wochen­en­den, wer­den die Kli­nik­ärz­te zeit­wei­se durch exter­ne Not­ärz­te des Koope­ra­ti­ons­part­ners Insti­tut für Notall­me­di­zin (INM) sowie frei­be­ruf­li­che Not­ärz­te unterstützt.

Die Über­nah­me des Not­arzt­diens­tes durch das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land stellt einen wich­ti­gen Mei­len­stein auf dem Weg zur Ent­wick­lung des neu­en Inten­siv- und Not­fall­zen­trums sowie zur Sicher­stel­lung der umfas­sen­den Not­fall­ver­sor­gung in der Regi­on dar.

Zen­tra­le Not­auf­nah­me im Mari­en­hos­pi­tal wird reorganisiert

Eine wei­te­re wich­ti­ge Vor­be­rei­tung auf dem Weg zur Ent­wick­lung des neu­en Inten­siv- und Not­fall­zen­trums stellt die Wei­ter­ent­wick­lung der Pro­zes­se und Struk­tu­ren in der Zen­tra­len Not­auf­nah­me (ZNA) dar.

Nicht zuletzt im Hin­blick auf die Zusam­men­füh­rung der Not­fall­am­bu­lan­zen der drei Arns­ber­ger Stand­or­te des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land im gro­ßen Not­fall- und Inten­siv­zen­trum im Jahr 2023 wird aktu­ell dar­an gear­bei­tet die pati­en­ten­ori­en­tier­ten Arbeits­ab­läu­fe in der ZNA des Mari­en­hos­pi­tals wei­ter zu ent­wi­ckeln und zu opti­mie­ren. Aus die­sem Grund wur­de bereits im Janu­ar die­ses Jah­res u.a. auch das Ärz­te­team der ZNA im Mari­en­hos­pi­tal verstärkt.

Erfah­re­ne Not­ärz­tin neu am Klinikum

Dr. med. Inga Kuli­na hat die ärzt­li­che Lei­tung der Zen­tra­len Not­auf­nah­me des Mari­en­hos­pi­tals übernommen. 

 

Dr. med. Inga Kuli­na hat die ärzt­li­che Lei­tung über­nom­men. Die 45 jäh­ri­ge Fach­ärz­tin für Chir­ur­gie und Gefäß­chir­ur­gie war zuvor 10 Jah­re als Ober­ärz­tin der Gefäß­chir­ur­gie im Kli­ni­kum­Stadt­Soest tätig. Berufs­be­glei­tend war sie zudem über 17 Jah­re als Not­ärz­tin im Ein­satz, davon 6 Jah­re lang als lei­ten­de Not­ärz­tin in Soest. Als erfah­re­ne Not­fall­me­di­zi­ne­rin kennt Fr. Dr. Kuli­na die Not­wen­dig­kei­ten einer effi­zi­en­ten und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen sta­tio­nä­ren Not­fall­ver­sor­gung aus lang­jäh­ri­ger eige­ner prak­ti­scher Tätig­keit. Fr. Dr. Kuli­na hat sich zum Ziel gesetzt, im ers­ten Schritt gemein­sam mit einem fach- und berufs­grup­pen­über­grei­fen­den Team aus Mitarbeiter*innen der ZNA sowie den Fach­ab­tei­lun­gen des Stand­orts indi­vi­du­el­le Pro­ble­me und Ver­bes­se­rungs­po­ten­zia­le in der ZNA des Mari­en­hos­pi­tals zu iden­ti­fi­zie­ren und dar­auf auf­bau­end Behand­lungs­stan­dards sowie opti­mier­te und ver­ein­heit­lich­te Abläu­fe zu ent­wi­ckeln und umzu­set­zen. Auch der suk­zes­si­ve Aus­bau der Anzahl der Fach­ärz­te zur ver­bes­ser­ten Abde­ckung von Spit­zen­zei­ten sowie die Aus­deh­nung der Dienst­zei­ten für die fach­ärzt­li­che Anwe­sen­heit und Erst­ver­sor­gung sind dabei vorgesehen.

Im nächs­ten Schritt gilt es dann, Zug um Zug und gemein­sam mit den Teams der Not­auf­nah­men sowie der not­fall­ver­sor­gen­den Kli­ni­ken des Karo­li­nen-Hos­pi­tals sowie des St. Johan­nes-Hos­pi­tals, die Grund­la­gen der künf­ti­gen inter­dis­zi­pli­nä­ren Zusam­men­ar­beit in der neu­en gro­ßen ZNA des Not­fall- und Inten­siv­zen­trums zu defi­nie­ren und zu erpro­ben. Dies ist eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, damit die gro­ße gemein­sa­me ZNA ab Mit­te 2023 als Motor des neu­en Inten­siv- und Not­fall­zen­trums fun­gie­ren kann.