Neu­es­te Tech­nik am Kli­ni­kum Hoch­sauer­land­kreis für das Wohl­erge­hen der Allerkleinsten

18. Februar 2021
von Redaktion

Moderns­te Inku­ba­to­ren für Frühchen

Hochsauerlandkreis/​Hüsten. Win­zig klein und zart sahen Ajs­he und Ama­ra aus. Die Zwil­lin­ge sind viel zu früh, schon in der 33. Schwan­ger­schafts­wo­che, auf die Welt gekom­men. In der Neu­ge­bo­re­nen-Inten­siv­sta­ti­on (Neo­na­to­lo­gie) der Kli­nik für Kin­der- und Jugend­me­di­zin des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land küm­mer­ten sich Kin­der­ärz­te, Kinderkrankenpfleger*innen und die Eltern Jeni­fer H. und Gzim B. inten­siv um die bei­den klei­nen Mädchen.

Viel Erfah­rung und moder­ne medi­zi­ni­sche Ausstattung

Die Lie­be und Für­sor­ge der Eltern Jeni­fer H. und Gzim B., das Team der Neo­na­to­lo­gie sowie moderns­te Medi­zin­tech­nik hel­fen den Früh­chen Ama­ra und Ajs­he (nicht im Bild da geschützt in einem zwei­ten Inku­ba­tor) beim Start ins Leben. (Foto: Kli­ni­kum Hochsauerlandkreis)

Etwa 600 Früh­ge­bo­re­ne und kran­ke Neu­ge­bo­re­ne wer­den pro Jahr in der Neo­na­to­lo­gie des Kli­ni­kums Hoch­sauer­land ver­sorgt. „Bei Früh­chen sind die meis­ten Organ­sys­te­me noch nicht voll aus­ge­reift. Sie kön­nen zum Bei­spiel ihre Kör­per­tem­pe­ra­tur nicht selbst­stän­dig regu­lie­ren. Auch ist ihr Immun­sys­tem noch zu schwach, um Infek­tio­nen erfolg­reich abzu­weh­ren. Früh­chen brau­chen daher in den ers­ten Tagen und Wochen ganz beson­de­ren Schutz und inten­si­ve Betreu­ung. Die Ver­sor­gung der Winz­lin­ge erfor­dert dabei viel Erfah­rung und gutes medi­zi­ni­sches Equip­ment“, sagt Dr. med. Bar­tho­lo­mä­us Urgatz, Chef­arzt der Kli­nik für Kin­de­rund Jugendmedizin.

Neu­es­te Tech­nik für das Wohl der Allerkleinsten

Um Früh­ge­bo­re­ne oder auch erkrank­te Neu­ge­bo­re­ne best­mög­lich beim Start ins Leben zu unter­stüt­zen hat das Kli­ni­kum Hoch­sauer­land jüngst in mor­derns­te Medi­zin­tech­nik für die Neu­ge­bo­re­nen-Inten­siv­sta­ti­on inves­tiert. Ange­schafft wur­den zwei neue hoch­leis­tungs­fä­hi­ge Inku­ba­to­ren der neu­es­ten Genera­ti­on im Wert von rund 65.000 Euro. Dar­über hin­aus wur­den vier spe­zi­ell für die Beatmung von Früh- und Neu­ge­bo­re­nen sowie Kin­dern opti­mier­te Beatmungs­ge­rä­te und moderns­te Moni­tor­ge­rä­te zur Über­wa­chung der Vital­wer­te von Frü­hund Neu­ge­bo­re­nen ange­schafft. Alles in allem eine Inves­ti­ti­ons­sum­me von ca. 150.000 Euro.

„Uns war es wich­tig in neue Tech­nik zu inves­tie­ren, denn die neu­en Gerä­te hel­fen uns die Ver­sor­gungs­mög­lich­kei­ten für die kleins­ten Pati­en­ten noch­mals deut­lich zu ver­bes­sern“, so Dr. Urgatz.

Mut­ter­leib als Vorbild

Dr. Urgatz ist begeis­tert von der Leis­tungs­fä­hig­keit der neu­en Gerä­te. Ins­be­son­de­re die neu­en Inku­ba­to­ren zäh­len nach Ein­schät­zung des Chef­arz­tes zu den bes­ten und leis­tungs­fä­higs­ten Gerä­ten, die am Markt ver­füg­bar sind. Die­se bie­ten den klei­nen Pati­en­ten Schutz vor Umwelt­ein­flüs­sen und Infek­tio­nen sowie beson­de­res Wär­me­ma­nage­ment und Luft­kon­di­tio­nie­rung. Ein sehr lei­ser Ven­ti­la­tor, eine dop­pel­wan­di­ge Aus­füh­rung zur Dämp­fung von Außen­ge­räu­schen und eine beque­me druck­ver­tei­len­de Matrat­ze ermög­li­chen den Babys das beru­hi­gen­de Umfeld, das sie zum Wach­sen und Ent­wi­ckeln benö­ti­gen. Die hand­freie Hau­ben­öff­nung sowie die seit­li­chen Öff­nun­gen erlau­ben Eltern und Pfle­gen­den einen schnel­len und mühe­lo­sen Zugang zum Kind ohne Unter­bre­chung der Wärmeregulierung.

Gesun­de Geburt kei­ne Selbstverständlichkeit

„Jede Geburt ist ein Wun­der und oft den­ken wir, dass eine gesun­de Geburt eine Selbst­ver­ständ­lich­keit ist. Das ist aber lei­der nicht immer der Fall, denn lan­des­weit wer­den etwa zehn Pro­zent aller Kin­der zu früh gebo­ren und nicht jedes erblickt gesund das Licht der Welt. Kreiß­saal, Geburts­hil­fe und Kin­der­kli­nik mit Früh­ge­bo­re­nen-Inten­siv­sta­ti­on lie­gen im Kli­ni­kum Hoch­sauer­land daher nur weni­ge Meter von­ein­an­der ent­fernt. So sind wir bes­tens gerüs­tet, um auch dann hel­fen zu kön­nen, wenn der ers­te Start ins Leben schwie­rig ist. Die neue Tech­nik unter­stützt uns dabei“, so Dr. Urgatz.

(Quel­le: Kli­ni­kum Hochsauerlandkreis)