Müll an Bun­des- und Lan­des­stra­ßen – Straßen.NRW bekommt immer mehr zu tun

Len­ne­stadt (straßen.nrw). Ölka­nis­ter, Scher­ben eines zer­bro­che­nen Spie­gels, sogar säcke­wei­se Win­deln – neben dem öffent­li­chen Müll­ei­mer am Park­strei­fen an der B236 in Len­ne­stadt-Ger­ma­nia­hüt­te fin­den sich reich­lich Din­ge, die dort eigent­lich nicht hin­ge­hö­ren. Wohl­ge­merkt, neben dem Müll­ei­mer; denn der Behäl­ter selbst ist bereits bis oben hin mit eben­die­sen Abfäl­len über­füllt. Dabei haben die Mit­ar­bei­ter der Stra­ßen­meis­te­rei Len­ne­stadt der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Süd­west­fa­len die Abfall­be­häl­ter erst vor Kur­zem geleert. Zu sehen ist davon oft schon nach kur­zer Zeit aber nichts mehr. Eine Situa­ti­on, die der Lan­des­be­trieb lei­der immer häu­fi­ger an den Park- und Rast­flä­chen vorfindet.

Der Park­strei­fen an der B236 (bei Ger­ma­nia­hüt­te) ist – zumin­dest vor­über­ge­hend – wie­der sau­ber. (v. l.) Bür­ger­meis­ter Tobi­as Pus­pas, die Stra­ßen­wär­ter Thors­ten Schweins­berg und David Bat­ta­glia, Straßen.NRW Betriebs­dienst­lei­ter Tho­mas Kru­se (Foto: Stra­ßen NRW)

Haupt­auf­ga­be der Stra­ßen­er­hal­tung soll­te die Ver­kehrs­si­cher­heit sein

„Wir sind für die Stra­ßen­er­hal­tung von mehr als 300 Kilo­me­tern Bun­des- und Lan­des­stra­ßen im Bereich der Stra­ßen­meis­te­rei Len­ne­stadt zustän­dig“, erklärt Tho­mas Kru­se, Betriebs­dienst­lei­ter beim Lan­des­be­trieb. „Dazu zählt auch die Rei­ni­gung der 41 Park- und Rast­flä­chen, die wir in unse­rem Bezirk haben.“  Die Stra­ßen­wär­te­rin­nen und Stra­ßen­wär­ter sind des­halb regel­mä­ßig im Ein­satz, um die über 60 Abfall­be­häl­ter in die­sen Berei­chen zu lee­ren. Das Müll­auf­kom­men ist enorm: „Allein in unse­rem Bezirk sam­meln wir pro Jahr etwa 90 Ton­nen Müll“, berich­tet Kru­se. Ten­denz stei­gend. Doch pro­ble­ma­tisch wird es, wenn der Abfall wild in der Flä­che ver­teilt, oder sogar Sperr­müll unsach­ge­mäß dort ent­sorgt wird. „Jähr­lich ent­ste­hen so Mehr­kos­ten von über 60.000 Euro. Und der Haupt­fo­kus bei der Stra­ßen­er­hal­tung soll­te eigent­lich auf dem Auf­ga­ben­feld der Ver­kehrs­si­cher­heit lie­gen“, sagt der Betriebsdienstleiter.

Bevöl­ke­rung sensibilisieren

Auf fri­scher Tat erwischt man die Müll­sün­der nur sehr sel­ten. Umso wich­ti­ger ist es, die Bevöl­ke­rung auf das Pro­blem auf­merk­sam zu machen und zu sen­si­bi­li­sie­ren. Eine Akti­on genau dafür ist der „Tag der Sau­ber­keit“, den die Stadt Len­ne­stadt schon seit 17 Jah­ren aus­ruft. Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Regi­on sam­meln an die­sem Tag an öffent­li­chen Plät­zen der Regi­on Abfäl­le ein – und machen so deut­lich, wie viel unsach­ge­mä­ßer Müll  immer noch von Ein­zel­nen ver­ur­sacht wird. Dort, wo die Fami­li­en bes­ser nicht sam­meln soll­ten, wie der an der B236 lie­gen­de Park­strei­fen, sind die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Süd­west­fa­len und der Bür­ger­meis­ter der Stadt Len­ne­stadt Tobi­as Pus­pas mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­gan­gen. „Wir haben ein her­vor­ra­gen­des Abfall­sys­tem, jeder kann Sperr­müll ohne Pro­ble­me ohne Zusatz­kos­ten anmel­den und fach­ge­recht ent­sor­gen las­sen. Es gibt kei­ne Aus­re­de, wenn Müll in den Wald gewor­fen wird. Letzt­end­lich zah­len wir alle für den Auf­wand, der auf­grund des unan­ge­mes­se­nen Ver­hal­tens eini­ger weni­ger ent­steht“, betont Pus­pas. Den­noch wer­den am kom­men­den Sams­tag, dem Tag der Sau­ber­keit, wahr­schein­lich vie­le vol­le Müll­sä­cke zusam­men kommen.

(Quel­le: Stra­ßen NRW)