Mit Lego mehr Barrierefreiheit

1. September 2021
von Redaktion

Pilot­pro­jekt mit KiJu Neheim: Lego-Ram­pen sor­gen für mehr Barrierefreiheit

 

 

Mobi­le Ram­pen aus Klemm­bau­stei­nen hel­fen Men­schen im Roll­stuhl, ihre Zie­le bar­rie­re­är­mer errei­chen zu können.

Arns­berg. Sie sind bunt und aus Plas­tik – und zusam­men gefügt, kön­nen sie zu einer Ram­pe wer­den. Mit Hun­der­ten von Klemm­bau­stei­nen (bekannt als „Leo­g­stei­ne“) star­te­te in Arns­berg jetzt das gemein­sa­me Bau­en von Lego-Ram­pen in Koope­ra­ti­on mit der Beauf­trag­ten für Men­schen mit Behin­de­run­gen der Stadt Arns­berg, Doris Feindt-Pohl, dem Kin­der- und Jugend­zen­trum Neheim, Mit­glie­dern aus dem Senio­ren­bei­rat der Stadt Arns­berg sowie von der Erwei­ter­ten Unab­hän­gi­gen Teil­ha­be-Bera­tung (EUTB) Arns­berg und der Inter­es­sen­ver­tre­tung von Men­schen mit Behin­de­rung (BIV) in der Stadt Arns­berg. An der ehe­ma­li­gen Real­schu­le Neheim – aktu­ell ein tem­po­rä­rer Stand­ort der Stadt­ver­wal­tung Arns­berg – wur­de gemein­sam mit dem Bau einer Ram­pe begon­nen. Inter­es­se an der Unter­stüt­zung hat inzwi­schen auch eine Schu­le aus Arns­berg angekündigt.

Bun­des­wei­tes Projekt

Zum Auf­takt des Pilot-Pro­jek­tes Ram­pen­bau tra­fen sich jetzt Lukas Pott­hoff, Felix Kleff­ner und Lisa Dör­hei­de vom KiJu Neheim mit Bar­ba­ra Kös­ter-Ewald, Mari­ta Pau­lik, Diet­mar Alt­mann (Senio­ren­bei­rat und Mit­glie­der der BIV) und Dani­el Alberg (EUTB Arns­berg) sowie mit der städ­ti­schen Beauf­trag­ten für Men­schen mit Behin­de­run­gen, Doris Feindt-Pohl. ( Fotos: Stadt Arnsberg)

Das inzwi­schen bun­des­weit bekann­te Pro­jekt will Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen, Roll­stuhl oder Rol­la­tor, unter­stüt­zen, über eine trans­por­ta­ble Ram­pe bar­rie­re­arm in Geschäf­te oder ande­re öffent­li­che Gebäu­de zu kom­men. „Oft­mals fehlt die­se klei­ne Unter­stüt­zung, um den letz­ten Weg gehen oder rol­len zu kön­nen“, weiß die Beauf­trag­te für Men­schen mit Behin­de­run­gen der Stadt Arns­berg, Doris Feindt-Pohl. Wovon hier die Rede ist, das ist Dani­el Alberg von der EUTB Arns­berg nur bes­tens bekannt. Als Roll­stuhl­fah­rer hat er häu­fig mit den Ein­schrän­kun­gen der Mobi­li­tät zu tun und wür­de die Lego-Ram­pen zum Errei­chen von Geschäf­ten und ande­ren Gebäu­den ger­ne nutzen.

Klei­ne Stu­fen überwinden

Eine Ram­pe aus Klemm­bau­stei­nen kann eine ech­te Alter­na­ti­ve sein, um klei­ne Stu­fen, die für Men­schen mit einer Mobi­li­täts­ein­schrän­kung eine gro­ße Hür­de dar­stel­len, zu über­win­den. In einem Pilot­pro­jekt, das jetzt das gemein­sa­me Bau­en so genann­ter Lego-Ram­pen in den Mit­tel­punkt stellt, betei­lig­ten sich Akti­ve aus dem Kin­der- und Jugend­zen­trum Neheim an der Akti­on. Drei Stun­den lang wur­de gemein­sam gebaut, um einen ers­ten Anfang für die spä­te­re Ram­pe fer­tig zu stel­len. Dafür gibt es kon­kre­te Bau­an­lei­tun­gen, denn die mobi­le Ram­pe darf nicht zu steil sein, um von Men­schen im Roll­stuhl auch wirk­lich benutzt wer­den zu können.

 

Unter­stüt­zung für den Bau der Ram­pen gibt es für die Akteu­re aus Arns­berg aus dem Com­pu­ter durch Win­fried Hoff­mann von der Zukunfts­werk­statt Saar e.V., der das unge­wöhn­li­che Bau­pro­jekt beim ers­ten Tref­fen über eine Video-Schal­tung anlei­te­te und unter­stütz­te. Der Bau von Roll­stuhl­ram­pen aus Klemm­bau­stei­nen ist eines von ver­schie­de­nen Pro­jek­ten der Zukunfts­werk­statt für ein bar­rie­re­frei­es Leben und wird hier von der „Akti­on Mensch“ gefördert.

 

Die Stadt Arns­berg unter­stützt das Pro­jekt, das als The­ma auch beim kom­men­den Nach­hal­tig­keits­fes­ti­val „Schlab­ber­kap­pes“ 2021 Berück­sich­ti­gung fin­den wird. Im Rah­men des Schlab­ber­kap­pes gibt es im Akti­ons­zeit­raum Sep­tem­ber einen Work­shop, auf dem der Bau der Roll­stuhl­ram­pen im Mit­tel­punkt steht. Dazu wer­den bereits Klemm­bau­stei­ne („Lego­stei­ne“) für den Bau wei­te­rer mobi­ler Ram­pen gesam­melt. Wer Stei­ne für die Akti­on spen­den möch­te, kann die­se in spe­zi­el­le Kis­ten legen, die an den Arns­ber­ger Stadt­bü­ros (Arns­berg, Hüs­ten und Neheim) auf­ge­stellt sind (bei ver­schlos­se­nen Türen bit­te schel­len). Gebraucht wer­den „Basic“-Steine, „Basic“ fla­che Stei­ne und vor allem Grund­bau­plat­ten auf denen die Ram­pen fest ver­klebt wer­den können.

 

Ein Ziel der Akti­on ist es, die mobi­len Ram­pen nach Fer­tig­stel­lung, für Geschäf­te und öffent­li­che Gebäu­de in der Stadt Arns­berg zur Ver­fü­gung zu stel­len. Bei Bedarf kön­nen die mobi­len Ram­pen an Stu­fen und Trep­pen ange­legt wer­den und ermög­li­chen so einen bar­rie­re­är­me­ren Zugang zu den Gebäuden.

 

Infor­ma­ti­on:

 

Inter­es­sier­te gewerb­li­che Haus­be­sit­zer oder Mie­ter, deren Gebäu­de auch eine Stu­fe haben, die mit einer Ram­pe aus Klemm­bau­stei­nen („Lego­stei­ne“) über­wun­den wer­den soll, kön­nen ihr Inter­es­se beim Bau-Team der Ram­pen bekun­den. Die Stu­fe soll­te jedoch nicht höher als 18 Zen­ti­me­ter sein, da die Ram­pe ansons­ten zu schwer und zu lang würde.

 

Infor­ma­ti­on und Kon­takt zu den Bau-Teams in Arns­berg gibt es über die Beauf­trag­te für Men­schen mit Behin­de­rung der Stadt Arns­berg, Doris Feindt-Pohl, unter Tele­fon 02932 / 201 1309 oder per Mail an d.​feindt-​pohl@​arnsberg.​de. Zum Hin­ter­grund der mobi­len Ram­pen aus Klemm­bau­stei­nen infor­miert zudem die Zukunfts­werk­statt Saar e.V. auf ihrer Hom­pe­page www​.zwsaar​.de