E‑Mobilität auf Sun­derns Bildungshügel

29. April 2020
von Redaktion

Fach­be­reichs­lei­ter Lars Ohlig und Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del mit den neu­en City-E-Bikes

Freu­de herrscht aktu­ell in der Stadt­ver­wal­tung Sun­dern und bei Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del. Jetzt ging der Zuwen­dungs­be­scheid zum Modell­pro­jekt „E – Mobil auf den Bil­dungs­hü­gel“ bei der Stadt Sun­dern ein.

Mit dem Bescheid erhält die Stadt Sun­dern eine Zuwen­dung des Lan­des in Höhe von 27.000  EUR aus dem aktu­el­len Pro­gramm der Richt­li­nie zur För­de­rung der ver­netz­ten Mobi­li­tät und des Mobi­li­täts­ma­nage­ments-kurz „FöRi MM“.

Ein­zig­ar­ti­ges Pro­jekt für Jahr­gän­ge 9 und 10

Mit dem Geld soll ein bun­des­weit ein­zig­ar­ti­ges Pro­jekt im Rah­men des schu­li­schen Mobi­li­täts­ma­nage­ments in Sun­dern unter­stützt wer­den. Gemein­sam mit den Koope­ra­ti­ons­part­nern der Stadt Sun­dern, der Ver­kehrs­ge­sell­schaft RLG sowie dem Zukunfts­netz Mobi­li­tät NRW, sol­len aus­ge­wähl­te Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Jahr­gangs­stu­fen 9 und 10 über ihr Mobi­li­täts­ver­hal­ten auf dem Schul­weg und in der Frei­zeit Aus­kunft geben.

Ein Schul­jahr Test­be­trieb mit E‑Bikes 

Gleich­zei­tig soll ein Bewusst­sein für alter­na­ti­ve Mobi­li­täts­for­men ent­wi­ckelt wer­den, indem für die Dau­er von etwa einem Schul­jahr einem wech­seln­den Kreis von Schü­le­rin­nen und Schü­lern an allen drei wei­ter­füh­ren­den Schu­len je zwei Pedel­ecs zur frei­en Nut­zung zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Vor­aus­set­zung ist, dass über­wie­gend der Schul­weg mit den Rädern absol­viert wird. Ansons­ten bestehen kei­ne Nutzungsbeschränkungen.

Die Pedel­ecs, zwei City­bikes sowie vier Moun­tain­bikes (stra­ßen­ver­kehrs­taug­lich aus­ge­stat­tet), sind bereits vom Zukunfts­netz Mobi­li­tät NRW von einem loka­len Händ­ler, der Fa. Quad­flieg in Arns­berg – Hüs­ten, ange­schafft wor­den. Das Pro­jekt wird wis­sen­schaft­lich von der Pla­ner­so­cie­tät aus Dort­mund beglei­tet. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler wer­den dabei nach ihren Erfah­run­gen mit den Elek­tro­rä­dern und ihrem bis­he­ri­gen Mobi­li­täts­ver­hal­ten befragt. Auch wol­len die Exper­ten der Pla­ner­so­cie­tät her­aus­fin­den, was die Teilnehmer*innen bewegt, das Rad zu nut­zen, aber auch, was sie davon abhält bzw. ihnen die Nut­zung erschwert.

Die Teilnehmer*innen erhal­ten bei Pro­jekt­be­ginn eine aus­führ­li­che Ein­wei­sung sowie ein Fahr­si­cher­heits­trai­ning durch einen zer­ti­fi­zier­ten Fahr­si­cher­heits­trai­ner. Zudem erar­bei­tet die Wer­be­agen­tur koko aus Arns­berg – Neheim für den Pro­zess ein Logo und ein Cor­po­ra­te Design. Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del begrüßt das Pro­jekt:„ Wir bie­ten den Schüler*innen des Bil­dungs­hü­gels die Mög­lich­keit, nach­hal­ti­ge, kli­ma­scho­nen­de und den­noch indi­vi­du­el­le Mobi­li­täts­for­men aus­zu­pro­bie­ren und auf die sog. Eltern­ta­xis zu ver­zich­ten. Zudem wer­den wir durch die wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung Infor­ma­tio­nen über Push- und Pull­fak­to­ren beim Ein­satz von Pedel­ecs und Fahr­rä­dern auf dem Schul­weg erhal­ten – was sowohl im Bereich des Stra­ßen – und Rad­we­ge­baus als auch für die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­de wert­vol­le Erkennt­nis­se liefert.

Wegen Coro­na Start des Pro­jekts verschoben

“Eigent­lich soll­te der Pro­jekt­be­ginn kurz­fris­tig erfol­gen. Auf­grund der aktu­el­len Coro­na – Situa­ti­on und den damit ver­bun­de­nen Restrik­tio­nen wird jedoch vor­aus­sicht­lich erst nach den Som­mer­fe­ri­en mit dem Pro­jekt begon­nen wer­den können.