„Bür­ger für Sun­dern“ for­dern Bür­ger­meis­ter zum Rück­tritt auf

25. August 2019
von Redaktion

BfS-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Wer­ner Kauf­mann (Foto: pri­vat)

Sun­dern. Die poli­ti­sche Situa­ti­on in Sun­dern eska­liert zuneh­mend. Wäh­rend inner­halb Sun­derns SPD ein bei­spiel­lo­ser Macht­kampf tobt, schwin­det nun auch zuneh­mend die Unter­stüt­zung für Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del. Die Frak­ti­on Bür­ger für Sun­dern for­dert Bro­dels Rück­tritt. BfS-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Wer­ner Kauf­mann: „Ralph Bro­del hat es geschafft, sei­ne frü­he­ren Unter­stüt­zer hin­ters Licht zu füh­ren. Die, die ihn durch­schaut haben, tun nun alles Mög­li­che, um die­sen Feh­ler von 2015 zu revi­die­ren!“. Er for­dert von Sun­derns Bür­ger­meis­ter: „Wenn ihnen an der Stadt Sun­dern und an den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern etwas liegt, dann zie­hen Sie die Kon­se­quen­zen aus vier Jah­ren Miss­erfolg – lie­ber heu­te als mor­gen“.

Kri­tik an Pla­nun­gen auf dem Franz-Josef-Tig­ges-Platz“

Hier die Erklä­rung der Bür­ger für Sun­dern im Wort­laut: „Der Tig­ges-Platz hat in der Pla­nung der Stadt mitt­ler­wei­le eine beweg­te Geschich­te. Nach­dem die CDU jah­re­lang ver­such­te einen Inves­tor für ein grö­ße­res Ein­kaufs­zen­trum zu fin­den, wur­de nach vie­len Ver­fah­ren die­ses vom Rat der Stadt für been­det erklärt. Die­ses sah bis­lang auch Bür­ger­meis­ter Bro­del so, denn: Der Bür­ger­meis­ter hat vor sei­ner Wahl und auch danach immer gesagt, dass es mit ihm ein ‚Klötz­chen‘ an die­ser Stel­le nicht geben wird. Vier Jah­re spä­ter ist die­se Aus­sa­ge von ihm Schnee von ges­tern. Genau­er: Weil augen­schein­lich der Invers­tor seit 2016 in Sun­dern rum­geis­tert, stellt sich die Fra­ge nach der Glaub­wür­dig­keit und Ernst­haf­tig­keit die­ses Ver­spre­chens, die­ser Aus­sa­ge.

Die Frak­ti­on Bür­ger für Sun­dern war die ers­te Frak­ti­on, die in den Aus­schüs­sen und im Rat klar Stel­lung gegen die­se Pla­nun­gen bezo­gen hat. Dazu ste­hen wir noch immer. Sun­dern braucht einen Tig­ges-Platz, der Raum für Ver­an­stal­tun­gen bie­tet.

Man stellt fest, dass Bür­ger­meis­ter Bro­del sich das Mot­to zu eigen gemacht hat, erst alles Mög­li­che zu ver­spre­chen, und sobald er sein Ziel erreicht hat und gewählt ist, möch­te er nichts mehr hier­von wis­sen. Ralph Bro­del hat es geschafft sei­ne frü­he­ren Unter­stüt­zer hin­ters Licht zu füh­ren. Die, die ihn durch­schaut haben, tun nun alles Mög­li­che, um die­sen Feh­ler von 2015 zu revi­die­ren!

Kauf­mann: Wenn Sie Sun­dern ver­las­sen, hin­ter­las­sen Sie ein Trüm­mer­feld

Sun­derns Bür­ger­meis­ter: Ralph Bro­del ver­liert zuneh­mend Unter­stüt­zer (Foto: Stadt Sun­dern)

Der Ein­wand vom Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Wer­ner Kauf­mann in einer Rats­sit­zung, ‚Herr Bür­ger­meis­ter, wenn Sie Sun­dern ver­las­sen, hin­ter­las­sen Sie ein Trüm­mer­feld‘, bewahr­hei­tet sich immer mehr.

Aber was sich bei den Pla­nun­gen am Tig­ges-Platz abge­spielt hat, hat lei­der offen­sicht­lich Sys­tem. Denn auch die Pla­nun­gen und Ideen der Ver­wal­tungs­spit­ze kamen genau­so über­ra­schend und konn­ten nur durch die kla­ren Stel­lung­nah­men der Frak­tio­nen – auch der Bür­ger für Sun­dern – gestoppt bzw. vor­läu­fig gestoppt wer­den. Wir sind der fes­ten Über­zeu­gung, dass Pla­nung und Ent­wick­lung von Flä­chen, egal ob Gewer­be, Tou­ris­mus oder Han­del, nur zusam­men mit Ver­wal­tung, Bür­gern und Rat funk­tio­nie­ren kann. Alle Beden­ken müs­sen Beach­tung fin­den, denn die Stadt ist die Stadt der Bür­ger!

Aber betrach­ten wir ein­mal das, was sich gera­de in der SPD abspielt: Bür­ger­meis­ter Bro­del feder­füh­rend und eini­ge sei­ner treu­en Genos­sen aus der SPD zer­le­gen gera­de den SPD Stadt­ver­band und das aus rei­nem Ego­is­mus. Den erfolg­rei­chen Par­tei­vor­sit­zen­den abwäh­len zu wol­len mit nach­weis­lich faden­schei­ni­gen Argu­men­ten zeigt deut­lich, dass es nur um den Macht­er­halt von Ralph Bro­del und Micha­el Ste­che­le als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den geht, um nichts ande­res! Sie haben immer­hin auch das Bünd­nis zer­stört, weil mit ihnen ein ver­trau­ens­vol­les Zusam­men­ar­bei­ten unmög­lich war. Wegen ihnen exis­tiert das Bünd­nis nicht mehr. Scha­de um die Stadt und die his­to­ri­sche Chan­ce.

Hoher Kran­ken­stand liegt in der Ver­ant­wor­tung des Bür­ger­meis­ters

Die Ver­wal­tung ist gelähmt durch einen exor­bi­tant hohen Kran­ken­stand. Die Mit­ar­bei­ter sind unzu­frie­den und unmo­ti­viert. Das Kli­ma im Rat­haus ist schlecht, der Ver­wal­tungs­chef trägt nichts dazu bei, es zu ver­bes­sern. Im Gegen­teil: Durch sein Han­deln macht er es nur noch schlim­mer. Die­sen Zustand hat der Ver­wal­tungs­chef in Per­son des Bür­ger­meis­ters zu ver­ant­wor­ten, sonst nie­mand.

Bür­ger­meis­ter Bro­del ist 4 Jah­re im Amt. Was hat er erreicht? Was hat er von sei­nen 8 Punk­ten, für die er, Ralph Bro­del, steht und wes­halb wir ihn sei­ner­zeit unter­stützt und gewählt haben, bis heu­te umge­setzt?

Hier noch­mals zur Erin­ne­rung. Ralph Bro­del steht:

  • für Gestal­tung statt Ver­wal­tung
  • für ein Mit­ein­an­der statt ein Gegen­ein­an­der
  • für einen ehr­li­chen und siche­ren Neu­an­fang mit allen Par­tei­en in Sun­dern
  • für ech­te von außen kom­men­de Neu­tra­li­tät
  • für offe­ne und sozia­le Poli­tik, die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in den Mit­tel­punkt stellt
  • für einen ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit den Finan­zen und die Been­di­gung von undurch­sich­ti­gen Geschäf­ten
  • für ein bür­ger­freund­li­ches Rat­haus mit einer trans­pa­ren­ten Ver­wal­tung
  • für die Umset­zung einer moder­nen, offe­nen und erfolg­rei­chen Wirt­schafts­för­de­rung.

Von die­sen acht Punk­ten hat Ralph Bro­del nichts umge­setzt, nicht ein­mal ansatz­wei­se. Beim Umgang mit der Bebau­ung des Franz-Josef-Tig­ges-Plat­zes wur­den gleich meh­re­re die­ser Punk­te, wofür der Bür­ger­meis­ter gestan­den haben soll, von ihm igno­riert.

Wir sind der Auf­fas­sung, dass Ralph Bro­del ‚Bür­ger­meis­ter‘ ein­fach nicht kann und in den 4 Jah­ren auch nichts dazu gelernt hat.

Unser Fazit Herr Bür­ger­meis­ter Bro­del: Wenn ihnen an der Stadt Sun­dern und an den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern etwas liegt, dann zie­hen Sie die Kon­se­quen­zen aus vier Jah­ren Miss­erfolg – lie­ber heu­te als mor­gen“.