Berufs­bil­dungs­zen­trum unter­stützt Hand­werks­be­trie­be beim digi­ta­len Wan­del in der Ausbildung

Mega­trend Kon­nek­ti­vi­tät erobert die Ausbildung

bbz Arns­berg unter­stützt Betrie­be mit dem Pro­jekt ko.ve.di beim digi­ta­len Wan­del in der über­be­trieb­li­chen Ausbildung

Arns­berg (hwk). Die Digi­ta­li­sie­rung stellt vie­le Hand­werks­be­trie­be vor neue Her­aus­for­de­run­gen – auch in der Aus­bil­dung. Kom­pe­ten­zen zur digi­ta­len Ver­net­zung sind gefragt. Hier setzt das Pro­jekt ko.ve.di an, mit dem das bbz Arns­berg den Mega­trend „Kon­nek­ti­vi­tät“ in die über­be­trieb­li­che Aus­bil­dung (ÜBA) inte­grie­ren möch­te. Zur vir­tu­el­len Auf­takt­ver­an­stal­tung tra­fen sich jetzt die Projektpartner*innen. Mit im Boot sind Vertreter*innen aus Insti­tu­tio­nen des Hand­werks, aus Schu­len, Poli­tik, Wis­sen­schaft und Betrie­ben. Ihnen stell­te Pro­jekt­lei­te­rin Uta Bial­las Hin­ter­grund, Inhal­te und Zie­le des vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung geför­der­ten Ent­wick­lungs- und Erpro­bungs­pro­jekts vor.

Pro­jekt­lei­te­rin Uta Bial­las stell­te Hin­ter­grund, Zie­le und Ablauf von ko.ve.di vor. (Foto: Hand­werks­kam­mer Südwestfalen/Maria Zich)

Ver­än­der­te Arbeitswelt

„Die Arbeits­welt ver­än­dert sich rasant. Digi­ta­le Pro­duk­te und Anwen­dun­gen gehö­ren zum All­tag, betrieb­li­che Pro­zes­se müs­sen ange­passt wer­den“, erläu­ter­te Bial­las. Daher sei es wich­tig, pas­sen­de Kom­pe­ten­zen in der über­be­trieb­li­chen Aus­bil­dung früh zu ver­mit­teln. „Aus­zu­bil­den­de sol­len Ver­ständ­nis für die digi­ta­le Ver­net­zung gewin­nen, Ver­bin­dungs­tech­no­lo­gien ver­ste­hen und anwen­den ler­nen.“ Ihre digi­ta­le Kom­pe­tenz brin­ge auch den Betrie­ben ein Plus an Know-how. „Die­se Zie­le ver­fol­gen wir mit ko.ve.di.

ko.ve.di – kom­pe­tent, ver­netzt, digital

Der Name ist dabei Pro­gramm, er steht für kom­pe­tent, ver­netzt, digi­tal.“ Der Pro­jekt­fo­kus liegt auf vier Aus­bil­dungs­be­ru­fen: Anlagenmechaniker*in (SHK), Tischler*in, Kfz-Mechatroniker*in und Informationselektroniker*in. Der Bezug zur Unter­richts­pra­xis ist durch die Fach­be­rei­che im bbz Arns­berg direkt gege­ben, dabei wird der Blick auf die gewer­ke­über­grei­fen­de Aus­bil­dung gerich­tet. Wo gibt es Schnitt­stel­len oder Abhängigkeiten?

Unter­wei­sungs­plä­ne für die digi­ta­le Zukunft

Für die­se Beru­fe ermit­telt das Pro­jekt­team aktu­el­le Anfor­de­run­gen und zukünf­tig not­wen­di­ge Kom­pe­ten­zen zur digi­ta­len Ver­net­zung, die in die über­be­trieb­li­che Aus­bil­dung ein­flie­ßen sol­len. Je nach Ergeb­nis aktua­li­siert das Team die Unter­wei­sungs­plä­ne oder ent­wi­ckelt und eva­lu­iert völ­lig neue Unter­richts­ein­hei­ten. Auch das Bil­dungs­per­so­nal muss dann ent­spre­chend qua­li­fi­ziert werden.

Mit der Bedarfs­er­he­bung hat das For­schungs­in­sti­tut für Berufs­bil­dung im Hand­werk (FBH) bereits begon­nen. Einen Ein­blick in die Vor­ge­hens­wei­se gab Fred Schu­ma­cher vom FHB: Neben der Lite­ra­tur­re­cher­che liegt der Schwer­punkt auf der Pra­xis. Geplant ist bei­spiels­wei­se, aktu­el­le und zukünf­ti­ge Tätig­keits­pro­fi­le der aus­ge­wähl­ten Beru­fe im Hin­blick auf Kon­nek­ti­vi­tät zu unter­su­chen. „Ein Abgleich mit jet­zi­gen Cur­ri­cu­la wird Lücken auf­zei­gen, die gefüllt wer­den müs­sen“, erläu­ter­te Schu­ma­cher. Dass Digi­ta­li­sie­rung im Hand­werk und damit auch in der Aus­bil­dung eines der wich­tigs­ten Zukunfts­the­men ist, beton­te der stell­ver­tre­ten­de Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len, Chris­toph Dol­le, in der vir­tu­el­len Run­de. „Wir wol­len moder­ne Tech­no­lo­gien und Ent­wick­lun­gen in die Zukunft tra­gen.“ Wie dies seit lan­gem im bbz Arns­berg geschieht, unter­strich Dol­le bei der Vor­stel­lung des Berufs­bil­dungs­zen­trums. Hier zeigt sich: ko.ve.di passt her­vor­ra­gend in das Gesamt­kon­zept und ist eines von vie­len Pro­jek­ten, mit denen die Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len die Betrie­be auf ihrem Weg in die Zukunft unterstützt.

Das Pro­jekt ko.ve.di wird geför­dert im Son­der­pro­gramm ÜBS-Digi­ta­li­sie­rung aus Mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF). Das Son­der­pro­gramm wird durch­ge­führt vom Bun­des­in­sti­tut für Berufs­bil­dung (BIBB).

 

(Quel­le: Hand­werks­kam­mer Südwestfalen/Berufsbildungszentrum)