Arns­berg mel­det Inzi­denz­stu­fe 0 – Hoch­sauer­land­kreis unter­schrei­tet sta­bil die 7‑Ta­ge-Inzi­denz unter 10

15. Juli 2021
von Redaktion

 

Arns­berg. Die 7‑Ta­ge-Inzi­denz liegt im Hoch­sauer­land­kreis seit fünf Werk­ta­gen sta­bil unter 10. Des­halb hat das Land NRW – gemäß der aktua­li­sier­ten Coro­na­schutz­ver­ord­nung – den HSK in die neue „Stu­fe 0” ein­ge­ord­net und dies auf sei­ner Web­site ver­öf­fent­licht. Damit gel­ten im Kreis­ge­biet und somit auch in Arns­berg ab dem heu­ti­gen Don­ners­tag, 15. Juli, 0 Uhr, weit­rei­chen­de Locke­run­gen der Coro­na-Schutz­maß­nah­men. Auch für Ange­bo­te mit über­re­gio­na­len Bezü­gen wer­den die Ein­schrän­kun­gen gelo­ckert, weil sich das Land NRW eben­falls in der Inzi­denz­stu­fe 0 befindet.

Kei­ne Kon­takt­be­schrän­kun­gen mehr

Auf die­ser Grund­la­ge ent­fal­len damit die bis­he­ri­gen Kon­takt­be­schrän­kun­gen im Hoch­sauer­land­kreis. Auch die Ein­hal­tung des Min­dest­ab­stands zu ande­ren Per­so­nen wird weit­ge­hend nur noch emp­foh­len. Wenn – wie der­zeit – auch für das Land die Inzi­denz­stu­fe 0 gilt, besteht die Mas­ken­pflicht grund­sätz­lich nur noch im ÖPNV, im Han­del, in Arzt­pra­xen und ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen und wird ansons­ten auch in Innen­be­rei­chen ledig­lich emp­foh­len. Die Rege­lung zur Mas­ken­pflicht in Schu­len bleibt von den Ände­run­gen unbe­rührt. In vie­len Berei­chen kann die Ver­pflich­tung der Kon­takt­da­ten­er­fas­sung ent­fal­len. Letz­te­res gilt auch für die Gastronomie.

 

Über das Lan­des­recht hin­aus­ge­hen­de bun­des­recht­li­che Vor­ga­ben ins­be­son­de­re des Arbeits­schut­zes blei­ben auch in der neu­en Inzi­denz­stu­fe 0 bestehen.

Bestim­mun­gen für Reiserückkehrer

 

Eine neue Rege­lung zum Tes­ten gibt es ange­sichts der Virus­va­ri­an­ten gera­de im Hin­blick auf die nun anste­hen­den Rei­se- und Urlaubs­ak­ti­vi­tä­ten: Beschäf­tig­te ohne voll­stän­di­gen Impf­schutz oder Gene­se­nen-Nach­weis, die nach dem 1. Juli 2021 min­des­tens fünf Werk­ta­ge auf­grund von Urlaub oder ähn­li­chen Abwe­sen­hei­ten nicht gear­bei­tet haben, müs­sen nach der Rück­kehr am ers­ten Tag an ihrem Arbeits­platz ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis vor­wei­sen oder vor Ort einen Test durch­füh­ren. Krank­heit oder Home-Office-Zei­ten lösen kei­ne Test­pflicht aus.

Fes­te und Veranstaltungen

In der Inzi­denz­stu­fe 0 sind auch jene Ange­bo­te mit Nega­tiv­test und Hygie­nekon­zept zuläs­sig, deren Wie­der­eröff­nung bis­her auf den 27. August 2021 fest­ge­legt war (zum Bei­spiel Dis­ko­the­ken, Sport­ver­an­stal­tun­gen, Volks­fes­te etc.). Zudem wer­den die meis­ten bestehen­den Rege­lun­gen von ver­pflich­ten­den Ge- und Ver­bo­ten in Emp­feh­lun­gen umge­wan­delt oder ganz aufgeboben.

 

Von die­ser grund­sätz­li­chen Öff­nung gel­ten dann nur noch vor allem fol­gen­de Ausnahmen:

 

Mas­ken­pflicht

 

In Krei­sen und kreis­frei­en Städ­ten der Inzi­denz­stu­fe 0 gilt die Mas­ken­pflicht nur noch in Berei­chen, auf deren Nut­zung auch Per­so­nen, die noch kein Impf­an­ge­bot wahr­neh­men konn­ten, zwin­gend ange­wie­sen sind, näm­lich im öffent­li­chen Per­so­nen­nah- und ‑fern­ver­kehr samt Taxen und Schü­ler­be­för­de­rung, im Ein­zel­han­del sowie in Arzt­pra­xen und ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen. Betrei­ber ande­rer Ange­bo­te und Ein­rich­tun­gen kön­nen deren Nut­zung aller­dings wei­ter­hin vom Tra­gen einer Mas­ke abhän­gig machen.

 

Beschäf­tig­te mit einem beson­ders nahen Kun­den­kon­takt wie die Erbrin­ger kör­per­na­her Dienst­leis­tun­gen oder Ser­vice­kräf­te in der Gas­tro­no­mie müs­sen wei­ter­hin eine Mas­ke tra­gen oder über einen nega­ti­ven Test­nach­weis verfügen.

 

Erfas­sung von Kontaktdaten

 

Die Pflicht zur Erfas­sung von Kon­takt­da­ten zur Nach­ver­fol­gung kann weit­ge­hend ent­fal­len. Aus­nah­men gel­ten nur noch in Beher­ber­gungs­be­trie­ben, bei außer­schu­li­schen Bil­dungs­an­ge­bo­ten und beim Betrieb von Clubs, Dis­ko­the­ken und ähn­li­chen Ein­rich­tun­gen in geschlos­se­nen Räu­men. Der Betrieb letz­te­rer ist unter die­ser Vor­aus­set­zung sowie mit einem nega­ti­ven Test und bei Vor­lie­gen eines geneh­mig­ten Hygie­nekon­zep­tes möglich.

 

Nega­tiv­t­est­nach­weis

 

Weil der Test­stra­te­gie gera­de bei Ange­bo­ten mit vie­len Teil­neh­men­den und einer hohen regi­ons­über­grei­fen­den Mobi­li­tät eine wich­ti­ge Bedeu­tung zukommt, sind nega­ti­ve Test­nach­wei­se für nicht immu­ni­sier­te Per­so­nen wei­ter­hin erfor­der­lich beim Besuch von Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen (alter­na­tiv: Sitz­ord­nung mit Min­dest­ab­stän­den oder nach Schach­brett­mus­ter), von Sport­ver­an­stal­tun­gen in geschlos­se­nen Räu­men (alter­na­tiv: mit Min­dest­ab­stän­den oder Sitz­ord­nung nach Schach­brett­mus­ter mit höchs­tens 33 Pro­zent der Kapa­zi­tät) und bei der Beher­ber­gung von Gäs­ten aus Regio­nen mit einer Inzi­denz über 10. Auch bei Feri­en­an­ge­bo­ten für Kin­der- und Jugend­li­che, bei pri­va­ten Fei­ern ohne Min­dest­ab­stän­de und den erst jetzt zuläs­si­gen Ange­bo­ten wie Sport­fes­ten, Volks­fes­ten und in Dis­ko­the­ken etc. sind Nega­tiv­tes­te für alle nicht geimpf­ten oder gene­se­nen Per­so­nen erforderlich.

 

Pri­va­te Fei­ern und Volksfeste

 

Bei pri­va­ten Ver­an­stal­tun­gen kann auf Min­dest­ab­stän­de und Mas­ken­pflicht ver­zich­tet wer­den, wenn auch lan­des­weit die Inzi­denz­stu­fe 0 gilt und bei Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 50 Teil­neh­men­den sämt­li­che nicht immu­ni­sier­ten Per­so­nen über einen nega­ti­ven Test­nach­weis verfügen.

 

Bei einer lan­des­wei­ten Inzi­denz­stu­fe 0 sind auch Volks­fes­te, Stadt‑, Dorf- und Stra­ßen­fes­te, Schüt­zen­fes­te, Wein­fes­te und ähn­li­che Fest­ver­an­stal­tun­gen wie­der mög­lich, sofern sämt­li­che teil­neh­men­den Per­so­nen über einen nega­ti­ven Test­nach­weis ver­fü­gen. Wenn kei­ne Zugangs­kon­trol­le erfol­gen, müs­sen Ver­an­stal­ter ver­pflich­tend stich­pro­ben­haf­te Kon­trol­len durch­füh­ren und die Besu­cher über die Not­wen­dig­keit des Nega­tiv­tests infor­mie­ren, zum Bei­spiel über Aushänge.

 

Groß­ver­an­stal­tun­gen wie Fuß­ball­spie­le etc.

 

In der Coro­na­schutz­ver­ord­nung wer­den die Ver­ein­ba­run­gen der Län­der zu Groß­ver­an­stal­tun­gen im Pro­fi­fuß­ball etc. umge­setzt: Auch Groß­ver­an­stal­tun­gen sind zuläs­sig, ab 5.000 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­ern (inklu­si­ve immu­ni­sier­te Per­so­nen) müs­sen aber alle nicht immu­ni­sier­ten Per­so­nen einen Nega­tiv­test haben. Zudem ist die Zuschau­er­zahl auf höchs­tens 25.000 Per­so­nen, maxi­mal aber 50 Pro­zent der Kapa­zi­tät, beschränkt, und es muss ein geneh­mig­tes Hygie­nekon­zept geben, das gege­be­nen­falls auch wei­te­re Beschrän­kun­gen (zum Bei­spiel zum Alko­hol­aus­schank etc.) vor­se­hen muss.

 

Über­blick der Rege­lun­gen in der Stu­fe 0: Inzi­denz bis 10 

 

Kon­takt­be­schrän­kun­gen:

  • Kei­ne Beschrän­kun­gen, Min­dest­ab­stän­de wer­den empfohlen.

 

Außer­schu­li­sche Bildung: 

  • Kon­takt­da­ten erhe­ben, im Übri­gen kei­ne Beschränkungen
  • bei mehr als 500 Per­so­nen nur, wenn Lan­des­in­zi­denz eben­falls 0–10.

 

Kin­der- und Jugendarbeit: 

  • Bei Feri­en­frei­zei­ten ein­ma­li­ge Test­pflicht zu Beginn des Ange­bots, bei Kin­der- und Jugend­rei­sen zu Anfang und Ende des Angebots.
  • Ansons­ten kei­ne Ein­schrän­kun­gen mehr.

 

Kul­tur:

  • Bei Ver­an­stal­tun­gen (Thea­ter, Kino, Kon­zert) wahl­wei­se Test oder Sitz­plan nach Schach­brett­mus­ter, im Übri­gen kei­ne Beschränkungen;
  • bei mehr als 500 Per­so­nen nur, wenn Lan­des­in­zi­denz eben­falls 0–10.
  • Ab 5000 Zuschau­ern Test und Hygie­nekon­zept erforderlich.
  • Besuch von Muse­en usw. ohne Ein­schrän­kun­gen (auch ohne Maske).
  • Musik­fes­ti­vals etc. schon vor dem 27.08. zulässig.

 

Sport:

  • Sport­aus­übung ohne Beschränkungen.
  • Sport­ver­an­stal­tun­gen außen ohne Beschrän­kun­gen, innen mit Test oder Sitz­plan im Schach­brett­mus­ter und einer max. Aus­las­tung von 33 Pro­zent der Kapazität.
  • Bei mehr als 500 Per­so­nen nur, wenn Lan­des­in­zi­denz eben­falls 0–10.
  • Ab 5000 Zuschauerinnen/​Zuschauern Test und Hygie­nekon­zept erforderlich

 

Frei­zeit:

  • Kei­ne Beschrän­kun­gen, Kon­takt­nach­ver­fol­gung auf­ge­ho­ben bei max. 500 Teil­neh­men­den an einer Ver­an­stal­tung bzw. max. 2 000 Besu­chern einer Ein­rich­tung pro Tag.
  • Kei­ne Beschrän­kun­gen, wenn Lan­des­in­zi­denz eben­falls 0–10.
  • Dann auch Betrieb von Clubs und Dis­ko­the­ken innen erlaubt, mit Kon­zept, Kon­takt­nach­ver­fol­gung und Test.

 

Ein­kau­fen:

  • Weg­fall der flä­chen­mä­ßi­gen Begren­zun­gen, wenn auch Lan­des­in­zi­denz 0–10.
  • Mas­ken­pflicht bleibt bestehen

 

Mes­sen und Märkte: 

  • Weg­fall sämt­li­cher Beschrän­kun­gen, wenn auch Lan­des­in­zi­denz 0–10.

 

Tagun­gen und Kongresse: 

  • Kei­ne Beschränkungen

 

Pri­va­te Ver­an­stal­tun­gen und Partys: 

  • Bei mehr als 50 Teil­neh­men­den (ein­schließ­lich immu­ni­sier­ter Per­so­nen) Test­pflicht für nicht immu­ni­sier­te Per­so­nen, dann kei­ne Beschränkungen.
  • Ohne Test müs­sen Min­dest­ab­stän­de und Mas­ken­pflicht ab 50 Teil­neh­men­den wei­ter beach­tet werden.

 

Gro­ße Festveranstaltungen: 

  • Mit Test erlaubt, wenn auch Lan­des­in­zi­denz 0–10

 

Gas­tro­no­mie:

  • Kei­ne Ein­schrän­kun­gen, solan­ge Abstand oder Abtren­nung zwi­schen Tischen;
  • Bedien­per­so­nal mit Test (Selbst­test genügt) oder Maske.

 

Beher­ber­gung und Tourismus: 

  • Kon­takt­nach­ver­fol­gung bleibt bestehen, Tes­terfor­der­nis nur noch bei Gäs­ten aus Gebie­ten mit einer Inzi­denz über 10.

 

Rege­lun­gen der Inzidenzstufen

 

Wel­che Coro­na-Maß­nah­men gel­ten, hängt von der jewei­li­gen 7‑Ta­ge-Inzi­denz ab. Die Coro­na­schutz­ver­ord­nung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len legt die aktu­el­len Rege­lun­gen je nach Inzi­denz­stu­fe vor Ort für Krei­se und kreis­freie Städ­te fest. Maß­geb­lich sind die Zah­len des Robert Koch-Insti­tuts (RKI).

 

Es gel­ten die fol­gen­den Schwellenwerte:

 

  • Stu­fe 0: Inzi­denz höchs­tens 10
  • Stu­fe 1: Inzi­denz 10,1 bis 35
  • Stu­fe 2: Inzi­denz 35,1 bis 50
  • Stu­fe 3: Inzi­denz 50,1 bis 100

 

Ein Rück­schritt in Inzi­denz­stu­fe 1 erfolgt, wenn die 7‑Ta­ge-Inzi­denz laut RKI den Grenz­wert von 10 an acht auf­ein­an­der fol­gen­den Kalen­der­ta­gen über­schrei­tet. Sofern ein nicht lokal begrenz­ter und dyna­mi­scher Anstieg vor­liegt, kann das Minis­te­ri­um für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les (MAGS) die­se Frist mit geson­der­ter Begrün­dung auf bis zu drei Tage verkürzen.

 

Die Ein­ord­nung in eine wei­te­re höhe­re Inzi­denz­stu­fe (2 und 3) erfolgt, wenn der jewei­li­ge Grenz­wert an fünf auf­ein­an­der fol­gen­den Kalen­der­ta­gen über­schrit­ten wird, mit Wir­kung für den über­nächs­ten Tag.

 

Eine nied­ri­ge­re Inzi­denz­stu­fe wird dann erreicht, wenn der jewei­li­ge Inzi­denz­wert an fünf auf­ein­an­der­fol­gen­den Kalen­der­ta­gen unter­schrit­ten wird – eben­falls mit Wir­kung für den über­nächs­ten Tag.

 

Wei­te­re Informationen

 

Die aktu­el­le Coro­na­schutz­ver­ord­nung sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Inter­es­sier­te auf der städ­ti­schen Inter­net­sei­te unter www​.arns​berg​.de/​c​o​r​ona und über die ArnsbergApp.