„Jid­dis­men – deut­sche Wor­te mit jüdi­schen Wur­zeln“ – Begrif­fe mit jüdi­schen Hin­ter­grund im deut­schen Sprachgebrauch

essi­ca N‘Guessan, Manue­la Buchau, Chris­ti­na Wege­ner und Dr. Frau­ke Brau­er (von links) prä­sen­tie­ren die Pla­kat­ak­ti­on „Jid­dis­men – deut­sche Wor­te mit jüdi­schen Wur­zeln“ (Foto: Stadt­bi­blio­thek Brilon)

Pla­kat­ak­ti­on in Brilon

Bri­lon. „Boss“, „Kaff“, „Macke“ und „Zocken“ – das sind Wor­te des täg­li­chen deut­schen Sprach­ge­brau­ches. Dass die­se deut­schen Wor­te jüdi­sche Wur­zeln haben, wird den aller­meis­ten Men­schen nicht bekannt sein. Mit der Pla­kat­ak­ti­on  „Jid­dis­men – deut­sche Wor­te mit jüdi­schen Wur­zeln“ wol­len die Stadt­bi­blio­thek Bri­lon und die Ser­vice­stel­le für Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ar­beit ADA des Cari­tas­ver­ban­des Bri­lon in den nächs­ten Wochen Begrif­fe des deut­schen Sprach­ge­brau­ches vor­stel­len und den jüdi­schen Hin­ter­grund und des­sen Bedeu­tung erläutern.

Die Pla­kat­ak­ti­on fin­det vom 15.10. bis zum 30. Novem­ber 2021 im Rah­men des The­men­mo­nats MENTSH! 2021 statt, der von Bri­lon Kultour anläss­lich des bun­des­wei­ten Fest­jah­res 1700 Jah­re jüdi­sches Leben in Deutsch­land als Bei­trag Bri­lons initi­iert wurde.

Sicht­bar präsentiert

Die deut­schen Wor­te mit jüdi­schen Wur­zeln wer­den an fol­gen­den Bri­lo­ner Orten sicht­bar prä­sen­tiert: in der Stadt­bi­blio­thek Bri­lon, in der Geschäfts­stel­le der Cari­tas, in den Cari­tas-Werk­stät­ten, im evan­ge­li­schen Gemein­de­zen­trum, im Haus Höve­ner, im Kran­ken­haus Maria Hilf, in der katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de, im Bür­ger­zen­trum Kol­ping­haus, der BWT, in den Schau­käs­ten der Stadt und in den Fens­tern im Rathaus.

Nach­les­ba­re Geschich­te hin­ter dem Wort

Pla­ka­tiv wer­den die Wor­te sicht­bar, ein QR-Code auf jedem Pla­kat erzählt die Geschich­te hin­ter den Wor­ten – auch nach­les­bar auf der Web­sei­te der Stadt­bi­blio­thek Bri­lon unter www​.stadt​bi​blio​thek​-bri​lon​.de. Wer die­se Akti­on in den sozia­len Medi­en ver­fol­gen möch­te, fin­det auf dem Face­book- und Insta­gram-Kanal der Stadt­bi­blio­thek Bri­lon wei­te­re Informationen.

Die Stadt­bi­blio­thek und die Ser­vice­stel­le für Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ar­beit ADA des Cari­tas Ver­ban­des Bri­lon möch­ten mit die­ser Akti­on gän­gi­ge, oft dis­kri­mi­nie­ren­de Bil­der über jüdi­sches Leben abbau­en. Da Anti­se­mi­tis­mus sich oft auch in der Spra­che zeigt, wol­len die Part­ner durch die Pla­ka­te nicht nur jüdi­sches Leben und die Spra­che sicht­bar machen, son­dern sie möch­ten dazu ein­la­den, einen Denk­pro­zess anzu­sto­ßen, der stig­ma­ti­sie­ren­de und dis­kri­mi­nie­ren­de Bil­der zu  Men­schen jüdi­schen Glau­bens hin­ter­fragt und die Chan­ce nut­zen, ein neu­es Sprach­be­wusst­sein anzuregen.