Fami­lie Schul­te aus Westendorf darf sich über För­de­rung zur Dach­in­stand­set­zung ihres Fach­werk­au­ses freu­en

Dorf­er­neue­rungs­pro­gramm in der Stadt War­stein: Orts­bild­prä­gen­de Gebäu­de erhal­ten

War­stein, 22. Mai 2020. Die länd­li­chen Räu­me in NRW mit ihren zahl­rei­chen Dör­fern sind Hei­mat, Lebens- und Wirt­schafts­räu­me für nahe­zu die Hälf­te der Ein­woh­ner des Lan­des, heißt es in der Ein­lei­tung zum NRW-För­der­pro­gramm „Dorf­er­neue­rung”. Von die­ser Unter­stüt­zungs­mög­lich­keit hat jetzt die Fami­lie Schul­te in War­stein-Westendorf Gebrauch gemacht:

Aktu­ell baut sie den Fami­li­en-Guts­hof um. Das Land för­dert die Instand­set­zung des Daches zu 35 Pro­zent.

„Die Reno­vie­rung ist nicht wirt­schaft­lich”  

(Foto: pri­vat) Peter, Jes­si­ca und Anna­bel­le Schul­te stolz vor ihrem orts­bild­prä­gen­den Fach­werk­haus in Westendorf. Eine 35-pro­zen­ti­ge Lan­des­för­de­rung hilft bei der Erneue­rung des Daches

„Bis vor Kur­zem hat mein Vater auf dem Hof noch Land­wirt­schaft betrie­ben. Doch er muss­te auf­ge­ge­ben, weil der Wei­ter­be­trieb nur mit einer erheb­li­chen Ver­grö­ße­rung mög­lich gewe­sen wäre”, so Peter Schul­te. Er und sei­ne Frau Jes­si­ca sowie die 6 Mona­te alte Toch­ter Anna­bel­le sind erst kürz­lich in die Hei­mat zurück­ge­kehrt. Zunächst über­leg­ten sie, selbst ein Haus zu bau­en. Doch der Wunsch, das schö­ne cha­rak­te­ris­ti­sche Haus zu erhal­ten, über­wog.
Die Fami­lie Schul­te wand­te sich an die Stadt War­stein, um zu ergrün­den, was mög­lich ist. Schul­te: „Herr Gün­ther Wer­ner aus dem Bau­amt mach­te uns den Vor­schlag, eine Umnut­zung vor­zu­neh­men, und hat uns dabei bera­ten.” Die Mög­lich­keit einer Lan­des­för­de­rung kam Fami­lie Schul­te dann sehr gele­gen, denn: „Die Reno­vie­rung ist ange­sichts der gro­ßen Dimen­sio­nen der Gebäu­de sehr auf­wän­dig – unter wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten müss­te man die Fin­ger davon las­sen!”

Gebäu­de über 150 Jah­re alt

Das Fach­werk­haus der Fami­lie Schul­te steht am Orts­ein­gang von Westendorf. Die Nut­zung des Hofes geht zurück bis in die Zeit des Deutsch­rit­ter­or­dens, der am Schloss Mül­heim ange­sie­delt war, und ab dem 12. Jahr­hun­dert Höfe ver­pach­te­te, die zur Ver­sor­gung dien­ten. Die Gebäu­de auf dem Gelän­de wur­den immer wie­der abge­ris­sen und durch neue ersetzt, so dass das Fach­werk­haus aus dem Jahr 1846 ist, die Stal­lung aus 1863. „Die Gebäu­de ste­hen nicht unter Denk­mal­schutz. Dar­über sind wir ganz froh, sonst wür­de die Sanie­rung jeg­li­chen Kos­ten­rah­men sicher spren­gen”, so Schul­te.

För­der­fä­hig war das Pro­jekt mit dem Dorf­er­neue­rungs­pro­gramm in der Kate­go­rie „Erhal­tung von orts­bild­prä­gen­den Gebäu­den”.
Grund­le­gen­des Ziel des För­der­pro­gramms ist, durch inves­ti­ve Maß­nah­men Orte und Orts­tei­le von bis zu 10.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern mit ihren Sied­lungs­struk­tu­ren als Lebens‑, Arbeits‑, Erholungs‑, Kul­tur- und Natur­räu­me für Men­schen zu sichern und zu ent­wi­ckeln.

För­der­pro­gramm für Kom­mu­nen und Pri­vat­per­so­nen

Das För­der­pro­gramm steht sowohl Kom­mu­nen als auch Pri­vat­per­so­nen offen. „Den Antrag haben wir bei der Stadt War­stein abge­ge­ben, die ihn an die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg wei­ter­lei­tet hat. Nach etwa einem hal­ben Jahr kam der Bescheid, dass unse­re Maß­nah­me för­der­fä­hig ist. Jetzt gilt es, die Maß­nah­me bis Ende 2021 umzu­set­zen”, so Peter Schul­te.

Für Tou­ris­mus nut­zen

Ins­ge­samt wird die Fami­lie noch lan­ge mit den Umbau­ar­bei­ten beschäf­tigt sein, zumal es ihr an Ide­en nicht man­gelt, wie Schul­te betont: „Wir sind direk­ter Nach­bar des Sky­walks, des­halb über­le­gen wir, unge­nutz­te Gebäu­de in Rich­tung Tou­ris­mus zu nut­zen oder für sol­che Din­ge zu öff­nen. Auch da hof­fen wir wie­der auf eine enge Zusam­men­ar­beit mit der Stadt War­stein.” Die­se Zusam­men­ar­beit wur­de von der Stadt bereits zuge­sagt.