Poli­zei kün­digt Alko­hol­kon­trol­len an den Fei­er­ta­gen an

21. Dezember 2012
von Redaktion
Geschwindigkeitsüberwachung

Geschwin­dig­keits­über­wa­chung

Meh­re­re Auto­fah­rer mit Alko­hol am Steu­er

An den letz­ten bei­den Tagen kam es im Kreis Olpe zu meh­re­ren Ver­kehrs­de­lik­ten und Unfäl­len, bei denen Alko­hol am Steu­er eine Haupt­rol­le spiel­te:

Alko­hol­fah­rer ging Poli­zei mit kur­zer Ver­spä­tung ins Netz

Atten­dorn – In der Nacht zu Frei­tag bemerk­te eine Strei­fen­wa­gen­be­sat­zung auf der Nie­ders­ten Stra­ße in Atten­dorn einen schwar­zen Gelän­de­wa­gen mit über­höh­ter Geschwin­dig­keit. Die Poli­zei­be­am­ten nah­men die Ver­fol­gung auf und sahen, wie der ver­folg­te Wagen zwei­mal durch einen Kreis­ver­kehr gelenkt und anschlie­ßend in der Nähe des Atten­dor­ner Bahn­hofs abge­stellt wur­de. Aus dem Auto stie­gen vier jun­ge Män­ner. Als die her­bei­ei­len­den Beam­ten den zunächst unbe­kann­ten Fah­rer anspra­chen, lie­fen die Vier unver­mit­telt weg und ent­ka­men in der Dun­kel­heit. Kur­ze Zeit spä­ter fiel den glei­chen Poli­zei­be­am­ten ein ver­däch­ti­ger Pkw mit MK-Kenn­zei­chen auf, der auf dem Gelän­de eines Auto­hau­ses her­um­fuhr. Bei der Vor­bei­fahrt erkann­ten sie den Bei­fah­rer als Fah­rer des schwar­zen Gelän­de­wa­gens wie­der. Dies­mal ent­ka­men die Insas­sen der Poli­zei nicht. Bei ihrer Kon­trol­le stell­ten die Poli­zei­be­am­ten Alko­hol­ge­ruch in der Atem­luft des 35-jäh­ri­gen Bei­fah­rers fest, der mit dem Gelän­de­wa­gen zuvor wild durch Atten­dorn gerast war. Der 35-Jäh­ri­ge beglei­te­te die Ord­nungs­hü­ter anschlie­ßend zur Wache, wo ihm eine Blut­pro­be ent­nom­men und der Füh­rer­schein abge­nom­men wur­de.

Auto­fah­rer mit Alko­hol­fah­ne und fal­schen Kenn­zei­chen

Len­ne­stadt-Alten­hun­dem – Am Don­ners­tag­abend kon­trol­lier­ten Poli­zei­be­am­ten einen 26-jäh­ri­gen Auto­fah­rer auf der Hun­dem­s­tra­ße, des­sen Kurz­zeit­kenn­zei­chen offen­sicht­lich abge­lau­fen waren. Bei sei­ner Kon­trol­le konn­te er den Beam­ten nach­wei­sen, dass er den Pkw am Diens­tag ord­nungs­ge­mäß zum Stra­ßen­ver­kehr ange­mel­det hat­te. Dum­mer­wei­se hat­te er die rich­ti­gen Kenn­zei­chen noch nicht am Auto ange­bracht, denn sonst wäre die Poli­zei viel­leicht gar nicht auf ihn auf­merk­sam gewor­den und hät­te nicht fest­ge­stellt, dass er unter Alko­hol­ein­fluss stand. So ergab aber ein Alko­hol­test einen Wert von knapp 0,7 Pro­mil­le. Wegen des Alko­hol­ver­sto­ßes erwar­tet ihn nun ein Buß­geld in Höhe von 500 Euro und ein ein­mo­na­ti­ges Fahr­ver­bot.

Nach Unfall­flucht zur Blut­pro­be gebe­ten

Olpe – Am Don­ners­tag­nach­mit­tag gegen 14 Uhr ras­te ein 32-jäh­ri­ger Auto­fah­rer auf der B54 zwi­schen Olpe und Altenkle­us­heim in die Leit­plan­ken. Sein Pkw wur­de dabei schwer beschä­digt, der 32-jäh­ri­ge wur­de glück­li­cher­wei­se nicht ver­letzt. Den­noch setz­te der Unfall­fah­rer sei­ne Fahrt mit dem beschä­dig­ten Auto fort, ohne sich um den ent­stan­de­nen Scha­den zu küm­mern. Anhand der am Unfall­ort hin­ter­las­se­nen Fahr­zeug­tei­le konn­te der Unfall­ver­ur­sa­cher ermit­telt wer­den. Als ihn die ein­ge­setz­ten Poli­zei­be­am­ten auf­such­ten, um ihn zum Unfall zu befra­gen, bemerk­ten sie, dass er unter Alko­hol­ein­wir­kung stand. Daher nah­men sie ihn mit zur Wache, um ihm eine Blut­pro­be zu ent­neh­men. Dar­über hin­aus stell­ten sie sei­nen Füh­rer­schein sicher.

Die Poli­zei weist in die­sem Zusam­men­hang noch ein­mal dar­auf hin, dass sie auch an den kom­men­den Fei­er­ta­gen und zum Jah­res­wech­sel geziel­te Alko­hol­kon­trol­len im gesam­ten Kreis Olpe durch­führt. Sie appel­liert an die Ver­kehrs­teil­neh­mer: Las­sen Sie an den Fest­ta­gen ihre Hän­de vom Steu­er, wenn Sie in seli­ger Fei­er­lau­ne des Weih­nachts­fests Alko­hol getrun­ken haben. „Böses Erwa­chen“ gibt es dann, wenn die Anhal­tekel­le der Poli­zei winkt oder noch schlim­mer, die Alko­hol­fahrt mit einem Unfall endet. Daher müs­sen alle Ver­kehrs­teil­neh­mer an den bevor­ste­hen­den Fei­er­ta­gen zu jeder Tages- und Nacht­zeit mit geziel­ten Alko­hol- und auch Dro­gen­kon­trol­len rech­nen.

 

Bereich Olpe / Drol­s­ha­gen / Wen­den

Fuß­gän­ger ange­fah­ren

Am Frei­tag­mor­gen ver­letz­te sich ein 74-jäh­ri­ger Fuß­gän­ger, als er um 7:20 Uhr beim Über­que­ren der Berg­stra­ße in Olpe von einem Pkw erfasst wur­de. Der 59-jäh­ri­ge Fah­rer des Pkw bog zu die­ser Zeit von der Mar­tin­stra­ße in die Berg­stra­ße ab und über­sah dabei den 74-Jäh­ri­gen. Durch den Auf­prall stürz­te er zu Boden und zog sich leich­te Ver­let­zun­gen zu, die im Kran­ken­haus ambu­lant behan­delt wur­den. Am Pkw ent­stand kein Scha­den.

Unfall­flucht auf­ge­klärt

Das Ver­kehrs­kom­mis­sa­ri­at in Olpe konn­te jetzt eine Ver­kehrs­un­fall­flucht auf­klä­ren, die sich Ende Novem­ber auf einem Ver­bin­dungs­weg zwi­schen Wen­den und Olpe ereig­ne­te. Zur Unfall­zeit kol­li­dier­te ein Pkw auf dem abschüs­si­gen Ver­bin­dungs­weg mit einer Leit­plan­ke und über­schlug sich anschlie­ßend auf der Fahr­bahn. Beim Ein­tref­fen der her­bei­ge­ru­fe­nen Poli­zei gab sich am Unfall­ort ein 60-jäh­ri­ger Wen­de­ner als Fah­rer zu erken­nen. Ers­te Zwei­fel am Unfall­her­gang ent­stan­den, weil der Hal­ter des Fahr­zeugs der 22-jäh­ri­ge Sohn des 60-Jäh­ri­gen Wen­de­ner war und der 22-Jäh­ri­ge kur­ze Zeit spä­ter schwer­ver­letzt ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wur­de. Wei­te­re Ermitt­lun­gen und Maß­nah­men der Poli­zei, u.a. wur­den die Air­bags des Unfall­fahr­zeugs sicher­ge­stellt, führ­ten dazu, dass die Wahr­heit ans Licht kam. Der 22-jäh­ri­ge Sohn muss­te auf Grund der erdrü­cken­den Beweis­last ein­räu­men, dass er der Unfall­fah­rer war und sein Vater zur Unfall­zeit gar nicht am Unfall­ort war. Die­ser Fall zeigt, dass sich Unfall­flucht nicht lohnt. Die Spu­ren­si­che­rung hat sich auch im Bereich der Ver­kehrs­un­fall­auf­nah­me in den letz­ten Jah­ren immer mehr ver­bes­sert. So ist es bei­spiels­wei­se mög­lich, an oder in Fahr­zeu­gen DNA-Spu­ren zu sichern und aus­zu­wer­ten, um eine Per­son ein­deu­tig als Fah­rer oder Bei­fah­rer zu iden­ti­fi­zie­ren. Die Poli­zei appel­liert daher an alle Ver­kehrs­teil­neh­mer, die in einen Unfall ver­wi­ckelt wer­den: Blei­ben Sie nach einem Ver­kehrs­un­fall am Unfall­ort, machen Sie sich als Unfall­be­tei­lig­ter bemerk­bar oder mel­den Sie den Unfall umge­hend der Poli­zei, wenn sonst nie­mand dabei war. Sie machen sich sonst straf­bar, gefähr­den Ihren Füh­rer­schein und bekom­men unter Umstän­den Ärger mit Ihrer Ver­si­che­rung.

 

Bereich Atten­dorn / Fin­nen­trop

Pkw-Fah­rer ver­letzt

Am Don­ners­tag­nach­mit­tag muss­te ein 44-jäh­ri­ger Auto­fah­rer nach der Kol­li­si­on mit einem 56-jäh­ri­gen Auto­fah­rer auf der Repe­tal­stra­ße in Atten­dorn schwer­ver­letzt ins Kran­ken­haus ein­ge­lie­fert wer­den. Der 56-jäh­ri­ge beach­te­te zuvor beim Links­ab­bie­gen nicht den Vor­rang des ent­ge­gen­kom­men­den 44-Jäh­ri­gen. Beim anschlie­ßen­den Zusam­men­stoß wur­den die bei­den Fahr­zeu­ge so schwer beschä­digt, dass sie nicht mehr fahr­be­reit waren. Es ent­stan­den Schä­den in Höhe von etwa 25.000 Euro. Bei­de Autos muss­ten von der Unfall­stel­le abge­schleppt wer­den.

 

Geschwin­dig­keits­kon­trol­len

Die Poli­zei Olpe teilt mit, dass sie für die kom­men­de Woche kei­ne geplan­ten Geschwin­dig­keits­mess­stel­len bekannt gibt. Dies bedeu­tet jedoch nicht, dass kei­ne Radar­kon­trol­len statt­fin­den. Auch in der kom­men­den Woche wird die Geschwin­dig­keit der Ver­kehrs­teil­neh­mer auf den Stra­ßen im Kreis Olpe über­wacht. Nach den Fei­er­ta­gen wer­den die geplan­ten Mess­stel­len im neu­en Jahr wie­der wie bis­her ange­kün­digt.