Kri­sen­stab trifft sich zwei­mal täg­lich in Sundern

27. März 2020
von Redaktion

Fach­be­reichs­lei­ter Ste­phan Urny und Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del im extra ein­ge­rich­te­ten Raum des Stabs für außer­ge­wöhn­li­che Ereig­nis­se (SAE)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Monats­pres­se­kon­fe­renz im Rat­haus der Stadt Sun­dern waren der Umgang mit der Coro­na-Pan­de­mie und deren Kon­se­quen­zen das vor­herr­schen­de Thema.

Seit­dem der ers­te Fall eine Coro­na-Infek­ti­on in Sun­derns Stadt­ge­biet bekannt wur­de in der Stadt­ver­wal­tung der Kri­sen­stab SAE (Stab für außer­ge­wöhn­li­che Ereig­nis­se) ein­be­ru­fen. Fach­be­reichs­lei­ter Ste­phan Urny, Lei­ter des SAE stell­te die Arbeit des Kri­sen­stabs vor.  Zwei Mal täg­lich kom­men wir zusam­men. „Mit den jeweils aktu­el­len Zah­len vom Gesund­heits­amt wer­den Pro­gno­sen erstellt, aus­ge­wer­tet und eva­lu­iert. Wir ver­su­chen zu beur­tei­len, sind die Maß­nah­men die wir ergrei­fen geeig­net, erfor­der­lich und ange­mes­sen?“ Um sich abzu­stim­men gebe es immer wie­der Tele­fon­kon­fe­ren­zen mit dem Kri­sen­stab des HSK und den ande­ren elf Orts­be­hör­den. Zum SAE von Sun­dern gehö­ren neben dem Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del und Fach­be­reichs­lei­ter noch vier wei­te­re Mit­ar­bei­ter der Stadt­ver­wal­tung. Alle sechs Mit­glie­der des SAE sei­en 24 Stun­den unter­ein­an­der erreich­bar, so Urny. „ All die Maß­nah­men fin­den mit dem vor­der­ran­gin­gen Ziel statt, Infek­ti­ons­ket­ten zu unter­bin­den und die Aus­brei­tung des Virus zu ver­lang­sa­men“, ergänz­te Bür­ger­meis­ter Ralph Brodel.

Coro­na Hotline 

Auf der Home­page der Stadt Sun­dern sind unter „Coro­na Virus“ aktu­el­le Fall­zah­len sowie eine His­to­rie zu fin­den. Eine umfang­rei­che Fra­ge und Ant­wor­ten­lis­te ist dort zusam­men­ge­fasst. Wei­ter­hin besteht die Coro­na-Hot­line die von mor­gens 7.00 Uhr bis abends 20.00 Uhr besetzt ist.

Coro­na-Test­sta­ti­on in Planung

Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del und Kris­entst­ab­lei­ter Ste­phan Urny berich­te­ten von einem kürz­lich statt­ge­fun­de­nen Tref­fen mit 13 Ärz­tin­nen und Ärz­ten aus dem Stadt­ge­biet. Bei die­sem Abstim­mungs­ge­spräch wur­de eine Test-Sta­ti­on im Innen­hof des Rat­hau­ses geplant, um die Coro­na-Tests dort gebün­delt aus­zu­füh­ren. „Dort ist ein idea­ler Stand­ort. Es gibt  geeig­ne­te Räu­me für Dekon­ta­mi­na­ti­ons­vor­rich­tun­gen und die zu tes­ten­den Per­so­nen könn­ten mit dem Auto von der einen  Sei­te in ein auf­ge­bau­tes Zelt hin­ein­fah­ren, in dem sie dann, in  ihrem Auto sit­zend getes­tet wer­den und dann auf der ande­ren Sei­te wie­der her­aus­fah­ren,“ erklär­te der Bür­ger­meis­ter. Noch sei alles an Vor­aus­set­zun­gen gebun­den die erfüllt wer­den müss­ten. Wenn das gesche­hen sei kön­ne man inner­halb von ein bis zwei Tagen star­ten. Der Pati­ent sel­ber wür­de den Kon­takt über sei­nen Haus­arzt her­stel­len. Par­al­lel dazu habe die Ärz­te­kam­mer aber auch ein ähn­li­ches Test­zen­trum in Arns­berg geplant.

Schutz­mas­ken und Anzü­ge für Mit­ar­bei­ter bestellt

Außer­dem berich­te­te Ste­phan Urny von einer Bestell­lung über 10.000 Schutz­mas­ken und Schutz­an­zü­ge, gedacht bei­spiels­wei­se für Feu­er­wehr oder Ord­nungs­amts­mit­ar­bei­ter. Eine Bestel­lung sei erst kürz­lich vom Bund beschlag­nahmt wor­den. Nun erwar­te man aber in kür­ze die Lieferung.

Ab Mon­tag Hil­fe vom Jobcenter

Ab Mon­tag kön­ne das Job­cen­ter kon­kret han­delt. „Dann sind wir für die Bür­ger da, die auf Hil­fe ange­wie­sen sind,“ so Urny. Dann wer­de man die Unter­stüt­zungs­maß­nah­men die der Bun­des­rat für Arbeits­lo­se und Kurz­ar­bei­ter beschlos­sen habe umset­zen können.

Auf NRW Sofort­hil­fe 2020 kön­nen sich betrof­fe­ne Betrie­be über Hil­fen die der Staat zur Ver­fü­gung stellt infor­mie­ren. Das Online-Antrags­ver­fah­ren sei aktiv, erklär­te Urny.

Kei­ne Über­tra­gung des Virus über das Trinkwasser

Bei den Stadt­wer­ken lau­fe momen­tan alles Stö­rungs­frei. Der Bür­ger­meis­ter ver­si­cher­te: „Eine Über­tra­gung des Coro­na-Virus über das Trink­was­ser ist auszuschließen.“

Weni­ge Kin­der in der Notbetreuung

Nur etwa zehn Kin­der in den Kitas und zehn in den Schu­len müss­ten die Not­be­treu­ung in Anspruch neh­men, berich­te­te Bür­ger­meis­ter Bro­del aus dem Fach­be­reich Bil­dung, Jugend und Fami­lie. Dabei beton­te Bro­del, dass die Not­be­treu­ung auch an den Wochen­en­den ange­bo­ten wer­de. Damit Pfle­ge- und Kran­ken­per­so­nal auch zu die­ser Zeit die Kin­der betreut wisse.

Vor­bild­li­ches Ver­hal­ten der Bevölkerung 

29.000 Per­so­nen hier in Sun­dern ver­hal­ten sich vor­bild­lich freu­ten sich Ste­phan Urny und Ralph Bro­del. Das Ord­nungs­amt sei mit wei­te­ren Mit­ar­bei­tern aus der Stadt­ver­wal­tung auf­ge­stockt wor­den und kon­trol­lie­re regel­mä­ßig. Bis­her sei kein ein­zi­ger Fall bekannt, bei dem hät­te ein­ge­schrit­ten wer­den müs­sen. Das sei ein­fach nur toll. In das Bür­ger­bü­ro hät­ten zur Zeit nur drin­gen­de Fäl­le zutritt und auch das lau­fe es völ­lig konfliktfrei.