Westfalenpost: Torsten Berninghaus zum Weihnachtsfest

von Dorfinfo Euro-Press - - Veröffentlicht am 23. 01 2017
Hagen (ots) – Seit dem Anschlag von Berlin konnte von einer friedvollen Adventszeit keine Rede mehr sein. Trauer, Betroffenheit und Angst – vielleicht auch Wut beeinträchtigten die Freude auf eines der Hauptfeste des Kirchenjahres. Das personifizierte Böse, so könnte man meinen, hat die Freude und die göttliche Botschaft dieser Zeit versucht zu zerstören. Es ist kein Zufall, dass der feige Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz einem Symbol christlicher Freude galt. Denn die Weihnachtsmärkte stehen für die Begegnung von Menschen, für die Beziehungen untereinander. Im Advent wollen wir eigentlich unsere Herzen bereitmachen, um zu feiern, dass Gott uns in einem kleinen Kind begegnet. Angriff auf die christliche Botschaft Mitten in diese Stimmung krachte der Attentäter mit dem Sattelschlepper. Sein Ziel war es, Angst und Schrecken zu verbreiten. Niemand sollte sich mehr sicher fühlen. Das Vertrauen in Staat und Mitmenschen sollte unterminiert werden. So war es in Berlin. So war es zuletzt aber auch in Nizza, Paris oder Brüssel. All diese Anschläge stellen die freiheitliche Grundordnung der westlichen Welt auf die Probe. Jetzt steht außerdem die christliche Botschaft der Liebe auf dem Prüfstand. Verantwortung für unsere Gesellschaft Als mündige Demokraten und mündige Christen tragen wir Verantwortung für unsere Gesellschaft. Wir bestimmen selbst, wie wir in Zukunft leben wollen. Wir können selbst steuern, ob die Düsternis, die Wut und der Hass die Oberhand gewinnen in unseren Herzen. Oder ob wir besonnen und angemessen reagieren auf diese Tat. Dazu gehört selbstverständlich die Verfolgung und Bestrafung der Täter und Hintermänner. Dazu gehört aber auch, dass der Staat seine Bürger und Grenzen schützt. Ob dies ausreichend geschieht? Die Zweifel wachsen. Nach anfänglicher Sprachlosigkeit versuchten die ersten bereits kurz nach der Tat, politisches Kapital aus dem Anschlag von Berlin zu schlagen. Ein Gefühl der Ohnmacht Bei den Bürgern bleibt ein Gefühl der Ohnmacht zurück. Die Parteien wiederholen die ebenso bekannten wie zutreffenden Argumente: Wer nach Deutschland kommt, weil er verfolgt wird, genießt unseren Schutz. Das ist richtig und wichtig – und hat Verfassungsrang. Andererseits braucht es ordentliche Überprüfungen, die sicherstellen, dass nicht Terroristen statt Flüchtlinge Zutritt bekommen in unser Land. Nur wenn diese Kontrollen gewährleistet sind, kann Vertrauen wachsen und am Ende auch Integration gelingen. Das Gegenteil allerdings mag man sich kaum vorstellen. Was wäre das für eine Welt, in der sich die Staaten und Menschen abschotten und einigeln? Eine Welt der Ungnade, der Selbstgerechtigkeit und der Verachtung. Es wäre eine Welt, in der die Angst das Handeln bestimmt. Eine Welt der Verengung und vor allem eine Welt der Unfreiheit. Gemeinschaft und Zusammenhalt Heute aber ist Weihnachten. In den Kirchen wird die älteste und berühmteste Geschichte der Welt gelesen. Eine Geschichte voller Hoffnung, Güte und Liebe. Eine Geschichte, die die Herzen wärmt. Bei den Gottesdiensten und den vielen privaten Feiern erleben wir in diesen Tagen das Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt. Das sind die Werte, die am Ende stärker sind als der Terror.

Pressekontakt: Westfalenpost Redaktion Telefon: 02331/9174160

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